48 Nationalteams testen für die WM-Qualifikation
publiziert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 16:13 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 17:17 Uhr

52 Tage nach dem EM-Final starten die Nationalteams morgen, Mittwoch, mit Testspielen in die neue Saison. Die Partien sind für die Trainer die einzigen Probemöglichkeiten, bevor am 6. September die WM-Qualifikation beginnt. Im Einsatz stehen 48 Nationalteams, darunter alle 16 EM-Teilnehmer.

Wohin rollt der Schweizer Fussball? Nati-Coach Ottmar Hitzfeld möchte in Zypern testen. (Symbolbild)
Wohin rollt der Schweizer Fussball? Nati-Coach Ottmar Hitzfeld möchte in Zypern testen. (Symbolbild)
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Auch die Schweizer Gruppengegner Griechenland, Israel, Lettland, Moldawien und Luxemburg bestreiten ihre einzigen Testspiele, bevor es im September um Qualifikationspunkte geht. Der erste Schweizer Widersacher, Israel, gastiert dabei in Finnland (mit Tihinen und Lampi/beide FCZ sowie Nyman/Thun).

Vier Neue in Spaniens Aufgebot

Sieben EM-Teilnehmer gehen mit einem neuen Coach in die kommende Zweijahres-Periode. Zu ihnen gehört Europameister Spanien. Der Titelträger beginnt die neue Zeitrechnung in der ungewohnten Rolle des Gejagten Favoriten in Dänemark. Der neue Trainer, Vicente Del Bosque, hat am jungen und erfolgreichen Team (der verletzte Fabregas fehlt) naturgemäss nur wenig geändert. Lediglich vier neue Spieler hat er nominiert (Amorebieta, Iraola, Capel und Krkic).

Weiterhin ausgeschlossen vom Kreis der «Seleccion» bleibt derweil Raul, der einst bei Real Madrid Del Bosques Lieblingsschüler gewesen war. Doch der neue Coach scheint zu seinem Wort zu stehen. Er werde die von Vorgänger Luis Aragones aufgebaute Arbeit fortführen, sagte der 57-jährige Trainer am Tag seiner Präsentation. Das macht er tatsächlich: die Jugend hat auch bei ihm Trumpf. Die vier Neuen sind 17, 20, 23 und 26 Jahre alt.

Lippi vertraut auf alte Weggefährten

Neu im Amt ist auch Italiens Marcello Lippi. Zumindest ein bisschen neu. 25 Monate und 10 Tage nach dem WM-Triumph von Berlin kehrt er wieder auf die Bank zurück und erklärte zwei Tage vor dem Spiel gegen Österreich in Nizza (Fr): «Ich war ein Dummkopf, die Nationalmannschaft damals zu verlassen.» Damals, das war zwei Tage nach dem WM-Titel im Juli 2006.

Verändert hat sich seither wenig. Von den 19 aufgebotenen Spielern, hat Lippi 14 schon während seiner ersten Amtszeit regelmässig nominiert. 12 davon wurden mit ihm Weltmeister. Der einzige, der erstmals überhaupt ein Aufgebot für die Squadra Azzurra erhielt, ist Aussenverteidiger Andrea Dossena vom FC Liverpool.

Bei seinem Debüt vor vier Jahren bezog Lippi auf Island eine peinliche 0:2-Niederlage. Zwei Jahre später verlor auch sein Nachfolger Roberto Donadoni die Premiere (0:2 gegen Kroatien). Beide Partien bestritt Italien mit vielen Reservisten. Diesmal machte Lippi keine Zugeständnisse an die Klubs; keiner wird geschont; wer nicht verletzt ist, wurde berücksichtigt.

Von den Stammspielern fehlen lediglich die verletzten Verteidiger Fabio Cannavaro und Giorgio Chiellini sowie die Stürmer Mauro Camoranesi und Luca Toni. Dafür kommt Alberto Gilardino zu seinem Comeback. Der Angreifer der Fiorentina gehörte seit November 2006 nicht mehr zur Squadra Azzurra.

Brückner holte Scharner zurück

Gegner Österreich wird in Nizza erstmals vom kauzigen Schweiger Karel Brückner aus Tschechien trainiert. Dieser kämpft beim Einstand auch gegen eine wenig vorteilhafte Statistik. Seit dem zweiten Weltkrieg beschäftigte der österreichische Verband 30 Nationaltrainer, und fast die Hälfte (14) startete mit einer Niederlage; zuletzt Josef Hickersberger 2006 beim 0:2 in Wien gegen Kanada. Brückner hat bei seiner Premiere gegen den vierfachen Weltmeister drei Spieler aus der Serie A nominiert (Manninger/Juventus, Garics/Atalanta, Säumel/Torino) und auch wieder den bei Vorgänger Hickersberger in Ungnade gefallenen England-Legionär Paul Scharner (Wigan) aufgeboten.

Enke: Deutschlands neue Nummer 1?

Bei Deutschland steht nach dem Rücktritt von Keeper Jens Lehmann die Frage nach der Nummer 1 im Vordergrund. Robert Enke (Hannover) und René Adler (Leverkusen) sind gemäss Tohüter-Trainer Andreas Köpke gegenüber der Konkurrenz (Wiese, Hildebrand und Neuer) im Vorteil. Im Test gegen Belgien in Nürnberg wird wegen der Verletzung von Adler mit Sicherheit Enke im Tor stehen.

Der 30-Jährige war an der EM die Nummer 2, jetzt hofft er auf die Beförderung zum Stammkeeper. «Für mich ist das eine Riesenchance, mir einen kleinen Vorteil zu verschaffen. Positiv wäre es natürlich, wenn ich mal drei Partien am Stück machen könnte», so Enke vor seinem zweitem Länderspiel.

Gegen Belgien, das zuletzt drei Endrunden in Serie verpasste, das sich von der Zukunft aber wieder mehr Erfolg verspricht, weil sich die U21-Equipe an der EM im letzten Jahr und das Olympia-Team (U23) an den Spielen in Peking jeweils für die Halbfinals qualifizierten, muss DFB-Teamchef Joachim Löw auf einige Stützen der EM-Mannschaft verzichten. Michael Ballack, Torsten Frings, Per Mertesacker und Arne Friedrich sind verletzt. Der 21-jährige Innenverteidiger Serdar Tasci vom VfB Stuttgart dürfte so zu seinem Debüt in der DFB-Auswahl kommen. An seiner Seite wird Heiko Westermann verteidigen. Der Schalker hatte an der EM im Aufgebot gestanden, war aber nicht zum Einsatz gekommen.

(tri/Si)

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