Vladimir Petkovic im Interview
«75 bis 80 Prozent des Teams spielen noch zehn Jahre zusammen»
publiziert: Freitag, 27. Mrz 2015 / 11:04 Uhr
Vladimir Petkovic blickt auf seine bisherige Zeit als Nati-Coach zurück.
Vladimir Petkovic blickt auf seine bisherige Zeit als Nati-Coach zurück.

Nationalcoach Vladimir Petkovic blickt vor dem Spiel gegen Estland nochmals zurück auf den Herbst, spricht aber auch über die Perspektiven seines Teams. Und verrät, wie er mit Selbstzweifeln umgeht.

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Vladimir Petkovic ist seit rund acht Monaten Nationalcoach der Schweiz. Der Anfang mit den Niederlagen gegen England und in Slowenien war harzig. Dennoch hat Petkovic von Beginn weg eine positive Entwicklung gesehen. In den letzten Länderspielen des vergangenen Jahres schlug sich diese auch in Resultaten nieder. Die Schweiz gewann in der EM-Qualifikation Litauen dank spektakulärer Schlussphase 4:0 und erreichte im Testspiel gegen das formstarke Polen ein 2:2.

Vor dem nächsten Spiel in der EM-Qualifikation heute Freitag in Luzern gegen Estland sprach Vladimir Petkovic mit der Nachrichtenagentur Sportinformation unter anderem über seine ersten Monate als Nationalcoach, über die Perspektiven seines Teams und über seine Rolle als gebürtiger Bosnier in einer von Spielern vom Balkan mitgeprägten Mannschaft.

Vladimir Petkovic über...

die Anfangsphase als Nationalcoach:

Ich war vorher immer nur Klubtrainer. Die Schwierigkeit, mit dem Nationalteam ab sofort und ohne Testspiel Akzente zu setzen, hatte ich deshalb vielleicht etwas unterschätzt. Ich musste eine Mannschaft auf den Platz schicken, ohne die einzelnen Spieler gut zu kennen. Aber ich verspürte auch grossen Stolz. Nationaltrainer zu sein, ist eine Bestätigung, dass ich zuvor vieles richtig gemacht habe. Auch jetzt noch empfinde ich eine allgemeine Zufriedenheit.

die Entwicklung des Teams:

Ich sah bei den Spielern vom ersten Tag an den unbedingten Willen zur Verbesserung. Deshalb erkenne ich seit Beginn meiner Tätigkeit als Nationaltrainer eine positive Entwicklung. Mein Ziel ist es, dass die Schweiz qualitativ guten Fussball nach vorne spielt und zu vielen Chancen kommt, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen. Das ist uns im Herbst nicht schlecht gelungen. Wir haben in den Spielen nicht viel zugelassen. Gegen England kassierten wir zwei Tore nach Kontern, in Slowenien verloren wir wegen eines Penaltys.

die Perspektiven des Schweizer Nationalteams:

In einem Team sollten sieben bis acht Positionen fest vergeben sein. Diese Stammgruppe habe ich im Schweizer Nationalteam. Mit dem Aufgebot für das letzte Testspiel in Polen haben wir dem Kader mehr Breite gegeben. Somit können wir auch taktisch ab und zu etwas ändern. 75 bis 80 Prozent des Teams können auch in zehn Jahren noch zusammen im Nationalteam spielen. Diese Konstellation ist für den Trainer aber auch eine schwere Bürde und eine grosse Verantwortung.

Xherdan Shaqiri:

Er sollte der Spieler sein, der sich auf der ganzen Breite des Strafraums bewegt. Er hat die Qualität, die Angriffe entweder ausserhalb des Strafraums einzuleiten oder im Strafraum abzuschliessen. Diesbezüglich hat er sich bei Bayern München verbessert, weil die Bayern immer in dieser Zone spielen. Bei Inter Mailand ist er schnell in Form gekommen.

Für ihn ist es wichtig, dass er weiterhin in einem grossen und ambitionierten Klub spielt. Inter will investieren und wieder Titel gewinnen wie vor einigen Jahren unter José Mourinho. Shaqiri steht jetzt auch im Klub im Mittelpunkt. Er muss sich in jedem Training beweisen, denn bei Inter muss er zu den Besten gehören.

den kulturellen Mix im Nationalteam:

Diesen Mix gibt es nicht nur in der Schweizer Nationalmannschaft. Es gibt kein Klub, in dem es nur noch eine Sprache gibt. Aber es sollte der Standard sein, dass man im Team die Sprache spricht von da, wo der Klub zu Hause ist. Bei uns im Nationalteam ist die «Amtssprache» deutsch. Das ist eine Art von gelebter Toleranz, Respekt und Akzeptanz. Respekt ist überhaupt das Wichtigste in einem Entwicklungsprozess, wie ihn jedes Team durchmacht.

Dass ich selbst viele Kulturen kenne und mehrsprachig bin, hat zum Beispiel den Vorteil, dass ich aus Gesichtsausdrücken viel ablesen kann. Bei einem Schweizer ist der Gesichtsausdruck für das gleiche Empfinden anders als bei jemandem vom Balkan. Kontakte zu den Spielern zu haben, zu pflegen, offen zu sein, ist sehr wichtig. In einem Prozess müssen sich die Spieler daran gewöhnen, dass sie vielleicht nicht spielen oder dass man negative Dinge anspricht. Da schätzen sie es, wenn man offen und respektvoll ist.

über Selbstzweifel:

Jeder Mensch hat Zweifel. Wichtig ist nicht, absolut überzeugt zu sein. Es geht darum, die Überzeugung auf andere zu übertragen. Als Fussballtrainer muss man überzeugt wirken, auch wenn 100 Millionen zuschauen. Sehr wichtig für einen Trainer ist es, die Leute auf dem Platz unter der Woche von seinen Ideen zu überzeugen, auch wenn man vielleicht Zweifel hat.

(bg/Si)

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