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Wie lange hält er noch an?
Albtraum statt Traumsaison
publiziert: Donnerstag, 2. Feb 2012 / 10:57 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Feb 2012 / 17:08 Uhr
Xamax, Sion und der FCZ sind die drei grossen Verlierer.
Xamax, Sion und der FCZ sind die drei grossen Verlierer.

Aus der erhofften Traumsaison wurde in der Winterpause ein böser Albtraum. Am Samstag startet die Axpo Super League in die Rückrunde. Ohne das konkursite Xamax und mit einem auf Platz 9 strafversetzten Sion. Hält der Albtraum an oder folgt ein glückliches Erwachen?

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Zu Saisonbeginn im letzten Sommer hatten die Schweizer Fussballfans noch gejubelt: Die Westschweizer Traditionsvereine Servette und Lausanne-Sport waren in den Spitzenfussball zurückgekehrt, Luzern und Thun eröffneten topmoderne Stadien, Titelverteidiger Basel war direkt für die Champions League qualifiziert, YB lechzte mit Meistermacher Christian Gross nach lang ersehnten Titeln und die Schweizer Nationalmannschaft durfte nach dem 2:2 in England wieder auf eine EM-Teilnahme hoffen.

Zwei tickende Zeitbomben

«Das wird die geilste Saison aller Zeiten!» jubelte der Boulevard und blickte grosszügig darüber hinweg, dass in Neuenburg und Sitten zwei Zeitbomben tickten. Bei Neuchâtel Xamax war die Ungewissheit gross, ob der neue tschetschenische Besitzer Bulat Tschagajew auch wirklich über die versprochenen Millionen verfügte, mit denen er den Traditionsverein zurück an die Spitze führen wollte. Und im Wallis bahnte sich ein juristischer Krieg mit ungewissen Folgen zwischen Sion-Präsident Christian Constantin und unzähligen Instanzen um eine unübersichtliche Transfersperre an.

Leider bewahrheiteten sich die Befürchtungen nur allzuschnell: Am 30. Dezember zog die Swiss Football League (SFL) Sion 36 Punkte ab und versetzte die Walliser mit fünf Minuspunkten ans Tabellenende. Dort verblieben die Sittener aber lediglich 19 Tage und ohne ein Spiel zu bestreiten. Dann wurde Xamax die Lizenz entzogen, was zum Zwangsabstieg und eine Woche später zum Konkurs führte.

Ein Nackenschlag nach dem anderen

Damit aber noch nicht genug: Auch Servette kämpft mit grossen finanziellen Problemen und Lausanne war bisher in der ASL sportlich überfordert. Die Nationalmannschaft verpasste die EM-Qualifikation doch noch und eine unverzeihliche Pyro-Attacke im Letzigrundstadion führte im Herbst zum Abbruch des Zürcher Derbys. Knallpetarden und Leuchtraketen wurden zum Dauerthema im Herbst - auch in der Politik. Mit möglicherweise drastischen Folgen für die Klubs. Ein Nackenschlag folgte auf den anderen, die Traumsaison war endgültig zum Albtraum geworden.

FCB als Lichtblick

Für den einzigen Lichtblick war im Herbst der FC Basel besorgt gewesen: Die Gruppenspiele in der Champions League mit dem Highlight gegen Manchester United waren Extraklasse. Umso grösser ist die Vorfreude auf die Achtelfinalpartien gegen Bayern München. Der FCB hat sportliche Ehre für den Schweizer Fussball eingelegt und vermochte damit ein wenig die Image-Einbusse wegen der Vorfälle um Xamax und Sion zu kompensieren. Der amtierende Schweizer Meister vermochte den heiklen Trainerwechsel während der laufenden Saison problemlos wegzustecken und lebte damit vor, was mit Stabilität und Kontinuität vor allem neben dem Spielfeld alles zu erreichen ist.

Der FC Basel wird auch in der Rückrunde das Mass aller Dinge sein. Der dritte Titelgewinn in Serie ist dem erfolgreichsten Schweizer Klub dieses Jahrtausends kaum mehr zu nehmen. Schon jetzt liegen die Basler mindestens sieben Punkte vor dem zweitplatzierten Luzern. Die vor Saisonbeginn meistgenannten Titelrivalen YB und FCZ haben elf, beziehungsweise 17 Punkte Rückstand. Probleme für den FCB könnten sich einzig ergeben, wenn die bevorstehenden Wegzüge der Supertalente Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka zu viel Unruhe auslösen würden.

Fünf Teams an zwei Fronten

Im Rücken der Basler buhlen in der Rückrunde alle übrigen Teams um zwei oder - je nach Ausgang des Cup - sogar drei Plätze in der Europa League. Neben dem FCB sind auch Luzern, die Grasshoppers, Lausanne und Sion noch in beiden Wettbewerben vertreten. Heisseste Anwärter auf die Schlussränge 2 und 3 sind der FCL und YB. Die Innerschweizer mussten in der Winterpause allerdings den Wegzug von Spielmacher Hakan Yakin verarbeiten. Ob der neuverpflichtete Israeli Moshe Ohayon oder der Albaner Jahmir Hyka diesen gewichtigen Abgang beim FCL kompensieren können, muss sich erst noch weisen. Von den Young Boys erwartet man dank dem Toptransfer von Raul Bobadilla eine klare Erstarkung. Der zweite Schlussrang muss das Mindestziel der Berner sein, die nun im Stade de Suisse wieder auf Naturrasen spielen werden.

Happy-End für Zürcher Klubs?

Nach den Vorfällen rund um Sion und Xamax sind nicht nur bei Luzern und YB die Chancen auf eine Europacup-Teilnahme markant gestiegen. Auch Servette und Thun sind noch voll im Rennen und gar die beiden Stadtzürcher Vereine dürfen noch auf ein Happy-End ihrer bisher verkorksten Saison hoffen. Allerdings stellen sich diesbezüglich mehrere Fragezeichen: Können die Genfer ihre finanziellen Probleme bereinigen? Wieviel bewirkt bei den Grasshoppers die Reaktivierung des Alt-Internationalen Johann Vogel? Vermag der FCZ den massiven Aderlass von Schlüsselspielern wie Admir Mehmedi, Ricardo Rodriguez, Xavier Margairaz, Alexandre Alphonse oder Dusan Djuric tatsächlich zu verkraften?

Fixer Abstiegsplatz schon vergeben

Vieles scheint damit noch offen vor dieser Rückrunde, nur eines ist gewiss: Der fixe Absteiger steht mit Xamax bereits fest. Der Neuenburger Traditionsverein wird in die 2. Liga interregional durchgereicht, was zur Folge hat, dass auch aus der Challenge League nur fünf statt sechs Teams absteigen müssen. In der ASL kann Lausanne-Sport am tiefsten durchatmen: Dem Aufsteiger droht im schlimmsten Fall die Teilnahme an der Barrage. Noch haben die Waadtländer, die sich in der Winterpause kaum verstärken konnten, jedoch 16 Punkte Vorsprung auf Sion.

Sions juristische Hoffnungen

Dieses komfortable Polster könnte sich jedoch schneller als gedacht in Luft auflösen. Sion-Präsident Christian Constantin war diesen Winter nicht nur - wie von ihm gewohnt - überaktiv im Transfergeschäft tätig, er rechnet auch fest damit, dass er vor Gericht einen grossen Teil der seinem Klub abgezogenen Punkte wieder zurückerhalten wird. Der Albtraum scheint also weiterzugehen! Als wäre es nicht schon genug schlimm, dass in jeder Runde eine Mannschaft untätig zuschauen muss, weil nur noch neun Teams am Wettbewerb teilnehmen.

(joge/Si)

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