Arschawin: Kreativ auf und neben dem Platz
publiziert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 15:21 Uhr

In seiner Heimat ist Andrej Arschawin (27) schon lange ein Star. Mit seinen überragenden Leistungen an der EM gegen Schweden und Holland weckte der offensive Mittelfeldspieler von Zenit St. Petersburg nun auch das Interesse der europäischen Grossklubs.

Mit zwei Toren und zwei Assists in ebenso vielen Spielen hat Arschawin massgeblichen Anteil am russischen Höhenflug an der EURO.
Mit zwei Toren und zwei Assists in ebenso vielen Spielen hat Arschawin massgeblichen Anteil am russischen Höhenflug an der EURO.
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Real Madrid, Arsenal und mehrere Bundesliga-Vereine haben sich bereits nach dem 1,72 m grossen Supertechniker erkundigt. Und Chelsea-Boss Roman Abramowitsch soll bereit sein, 20 Millionen Euro für seinen Landsmann, der bei Zenit noch einen Vertrag bis 2010 besitzt, zu überweisen.

Arschawin selbst, der in St. Petersburg mit einem Jahresgehalt von rund drei Millionen Euro fürstlich entlöhnt wird, träumt von einem Engagement beim FC Barcelona.

Mit zwei Toren und zwei Assists in ebenso vielen Spielen hat Arschawin massgeblichen Anteil am russischen Höhenflug an der EURO. Mit der Rückkehr des ehemaligen Captains, der die ersten zwei Partien der Vorrunde wegen einer Sperre aussetzen musste, gewannen die Angriffe der «Sbornaja» noch einmal zusätzlich an Tempo und Qualität.

Holländer abgeschossen

Beim 3:1 gegen den Turnierfavoriten Holland bereitete Arschawin die ersten beiden Tore vor. Den dritten Treffer erzielte er selbst, nachdem er seinen Gegenspieler mit einer Finte düpiert und Torhüter Van der Saar mit seinem Schuss zwischen den Beinen erwischt hatte.

«Er hat aussergewöhnliche Fähigkeiten. Und er ist ein geborener Sieger», sagte Nationaltrainer Guus Hiddink über seinen Offensivkünstler nach dessen Glanzauftritt im Viertelfinal. Mit seiner Schnelligkeit, seinen Dribblings und seiner Übersicht hatte Arschawin in den vergangenen Monaten bereits auf Klubebene für Aufsehen gesorgt.

Im letzten Herbst führte «Russlands Fussballer des Jahres 2006» Zenit St. Petersburg zum ersten Meistertitel seit 23 Jahren. Im Mai gewann er mit dem Verein nach Siegen gegen Olympique Marseille, Bayer Leverkusen, Bayern München und die Glasgow Rangers den UEFA-Cup.

Kreativität auf und neben dem Platz

Nicht nur auf, sondern auch neben dem Feld fällt der «kleine Zar», wie Arschawin in seiner Heimat genannt wird, durch seine Kreativität auf. Sein Modedesign-Studium hat er bereits abgeschlossen und vor kurzem veröffentlichte der 27-Jährige mit dem knabenhaften Gesicht ein Buch über die jüngsten Erfolge mit Zenit.

Eine Autobiographie über seine schwierige Kindheit in St. Petersburg, dem damaligen Leningrad, hatte der Familienvater bereits vor vier Jahren geschrieben. Damals war der 36-fache Internationale (13 Tore) von Nationaltrainer Georgi Jarzew für die EM in Portugal nicht nominiert worden. Es war der Tiefpunkt seiner bisherigen Karriere, wie Arschawin später einmal verlauten liess.

(fest/Si)

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