Sevilla eine Nummer zu gross
Basel stösst an die Grenzen
publiziert: Freitag, 18. Mrz 2016 / 17:13 Uhr
Sevilla zeigte dem FCB die Grenzen auf.
Sevilla zeigte dem FCB die Grenzen auf.

Diesmal reichten die Qualitäten des FC Basel nicht. Dem Schweizer Meister wurden vom Europa-League-Titelverteidiger Sevilla gewisse Grenzen aufgezeigt.

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Es war ein bitteres Ende der Europa-League-Saison für den FC Basel. Die letzten 45 Minuten dieser langen Kampagne dienten nur noch der Schadensbegrenzung. Die Hoffnung auf den Coup beim zweifachen Titelverteidiger Sevilla war in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit mit den beiden Gegentreffern innerhalb von 76 Sekunden zum 0:3 gestorben, der grosse Traum vom Heim-Final im St. Jakobs-Park am 18. Mai dahin.

Sie hätten sich in diesen zwei Minuten vor der Pause schon sehr dumm angestellt, monierte Urs Fischer. Zur Unzeit falsche Entscheidungen getroffen. «Man muss auch mal akzeptieren, mit einem 0:1 in die Pause zu gehen. Das hätte uns noch alles offen gelassen.» Für einmal verlor der FC Basel die Übersicht, gegen einen allerdings auch beeindruckenden Gegner, der das Tempo kontinuierlich steigerte, bis schliesslich das Defensivkonstrukt des Schweizer Meister Risse bekam.

FCB in Sevilla chancenlos

Im Hinspiel hatte der FC Basel den Andalusiern Paroli bieten können, mit etwas Abschlussglück hätte er sogar mit einem Vorteil nach Sevilla reisen können. Und man könnte den Konjunktiv überstrapazieren und fragen, was wäre, wenn Daniel Hoegh kurz nach dem 0:1 zum Ausgleich getroffen oder sich nicht die beiden Fehler vor den Gegentreffern geleistet hätte. Doch unter dem Strich, so sagte es Präsident Bernhard Heusler, war der FC Basel in Sevilla chancenlos.

Der beste Super-League-Vertreter scheiterte an einem Widersacher, der über mehr spielerische Mittel, mehr individuelle Klasse verfügt. Mit teilweise brillantem Kombinationsspiel brachte der FC Sevilla die Basler ins Wanken. «Uns wurden schon gewisse Grenzen aufgezeigt», gestand Fischer. Der FC Basel ist im Kreis der K.o.-Runden-Teilnehmer auch in der Europa League ein finanzielles Leichtgewicht und dementsprechend darauf angewiesen, über sich hinauszuwachsen, um in der Schlussphase eines solchen Wettbewerbs zu bestehen.

Auch gegen den FC Sevilla stimmte die Einstellung. Urs Fischer machte seine Mannschaft vor dem Duell nicht klein, sprach nicht von einer Aussenseiterrolle - und seine Spieler reisten wie von Renato Steffen angekündigt mit «breiter Brust» nach Sevilla, obwohl nicht vieles für die Gäste sprach. Selbst wenn das Risiko besteht, dass einem das vorgeführte Selbstvertrauen nach einer Niederlage vorgehalten wird, ist eine positive Einstellung die Voraussetzung, um Exploits zu schaffen.

«Es ist ein wunderschöner Jahrgang»

Präsident Heusler sprach von einer Mannschaft, die immer wieder alles aus sich herausholt und unglaublich viel Teamwork und Teamgeist zeigt. «Es ist ein wunderschöner Jahrgang. Gerade jetzt bin ich auf die Menschen stolz, die die Mannschaft bilden.» Längst nicht alles lief in dieser Saison so, wie es sich der FC Basel gewünscht hatte. Er scheiterte in der Champions-League-Qualifikation am vergleichsweise bescheidenden Maccabi Tel Aviv und schied im Cup im Viertelfinal aus. Doch er zeigte jederzeit Kampfgeist, in Sevilla auch nach dem 0:3, was wohl eine höhere Niederlage verhinderte.

Es sei eine positive Kampagne gewesen, sagte Heusler. Er erinnerte an den Erfolg gegen die Fiorentina, den erstmaligen Gruppensieg in der Europa League und das Highlight im Sechzehntelfinal gegen Saint-Etienne. «Sportlich bin ich sehr glücklich mit der Europa League. Rückblickend möchte ich die Europa-League-Saison nicht gegen die Champions-League-Gruppenphase eintauschen», versicherte Heusler. «Solche Erfolge wie in der Europa League wären in der Champions League wohl nicht möglich gewesen.»

In der kommenden Saison wird der FC Basel wieder in der Champions League spielen, was zumindest aus finanzieller Sicht alle beim FC Basel erfreuen wird. Da der Schweizer Meister direkt für die Gruppenphase qualifiziert ist, müssen die Basler nur noch ihren 14-Punkte-Vorsprung in der Meisterschaft über die Runden bringen. Es ist das letzte Saisonziel des FC Basel.

(bg/Si)

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