Porto zu Gast im «Joggeli»
Basel träumt von weiterem Märchen
publiziert: Mittwoch, 18. Feb 2015 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Feb 2015 / 14:16 Uhr
Gelingt Marco Streller und den «Bebbi» eine erneute «Night to remember»?
Gelingt Marco Streller und den «Bebbi» eine erneute «Night to remember»?

Im Achtelfinal der Champions League hat der FC Basel im Duell mit Porto eine neue Dimension im Sinn. Der smarte Aussenseiter aus der Schweiz lotet auf der wichtigsten europäischen Plattform seine Grenzen neu aus.

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Manchmal fällt es selbst den Basler Direktbeteiligten schwer, den Erfolg der letzten Dekade zu fassen. «Die Konstellation an sich ist schon unglaublich. Wir bewegen uns permanent in extremen Sphären», hält Captain Marco Streller fest. Dabei schwingt berechtigter Stolz mit: «Der FCB hat eine bald zehnjährige imposante Entwicklung hinter sich.»

Parallel zum Aufbau der nationalen Dynastie mit neun Titelgewinnen in den letzten 13 Jahren etablierte sich der Schweizer Primus auch auf europäischer Ebene. Die Bilder der Exploits gegen Liverpool, Chelsea und Manchester United umrundeten den TV-Globus. Er spüre ausserhalb der Grenzen mittlerweile eine beträchtliche Wertschätzung, sagt Streller.

Der Lohn für den Aufwand

Seine Wahrnehmung ist nicht verzerrt. Für das Modell hinter dem markanten Aufstieg interessieren sich inzwischen auch Spezialisten aus dem Land des aktuellen Weltmeisters. Der frühere Bundesliga-Stürmer Streller ist im Norden nach wie vor gut vernetzt. «Dass wir in Deutschland einen erstklassigen Ruf geniessen, hat sich der Klub hart erarbeitet.»

Der enorme Aufwand wird entlöhnt. Im Fünfjahres-Ranking der UEFA ist der Schweizer Serienmeister auf Position 17 vorgestossen. Zwei Achtelfinal-Qualifikationen in der Champions League sowie je eine Halbfinal- und Viertelfinalteilnahme in der Europa League schmücken das Palmarès der letzten vier Saisons. Einstige Grössen wie Milan, Juventus, Napoli, Lyon oder Ajax sind deutlich hinter dem FCB klassiert.

Erstaunliche Efforts und die «Big Three»

Die «Bebbi» haben zuletzt immer wieder die natürlichen (Finanz-)Grenzen verschoben und diverse Wirtschaftsriesen eliminiert - im vergangenen Dezember beispielsweise den Liverpool FC. In der vorletzten Saison verblüffte der FCB mit dem Champions-League-Novum, Chelsea innerhalb der Gruppenphase zweimal zu bezwingen. Geschichtsträchtig war der Sturz der bis 2011 statistisch erfolgreichsten Equipe des Wettbewerbs, ManUnited.

Die erstaunlichen Efforts Basels sind auch unter der Prämisse eines Markts einzuordnen, in welchem die Standortvor- oder Nachteile mehr denn je mit den sprudelnden TV-Milliarden verknüpft sind. Derweil der Super-League-Verein im heimischen Fernsehbusiness pro Jahr knapp 1,3 Millionen generiert, fliessen den Klubs der Premier League dank dem neuen Deal mit Sky und BT Sport ab 2016 pro Geschäftsjahr 2,4 Milliarden Franken zu.

In der von Deloitte jährlich erstellten Money League der 20 Klubs mit den grössten Einkünften spielen nahezu ausschliesslich die Vertreter der «Big Three» mit. 75 Prozent stammen aus England, Deutschland und Spanien, die in der Vorrunde selbstredend auch auf dem Rasen den Ton angegeben haben - in den Achtelfinals ist das Establishment mit zehn Mannschaften vertreten.

Im Vergleich zur seit Jahren chancenlosen Schweizer Konkurrenz gilt der FCB mit seinem Umsatz von 88 Millionen Franken als Gigant, die europäischen Key-Player hingegen wirtschaften ausnahmslos in einer ganz anderen Kategorie - selbst Porto, das einige inländische Experten nach der Auslosung prima vista auf Augenhöhe einschätzten.

Basel träumt vom Coup

Marco Streller ist trotz kaufmännischer Grundausbildung nicht in erster Linie ein Zahlenmensch, sondern ein Vollblutsportler, der auf dem Platz nichts für unmöglich hält. Er sagt deshalb: «Wir haben uns das Selbstverständnis erarbeitet, Grosse nicht nur ärgern zu können, sondern sie an aussergewöhnlich guten Tagen auch zu schlagen.»

Einen Coup gegen den 27-fachen portugiesischen Meister würde er für den «grössten Erfolg in der Vereinsgeschichte» halten. Dem 33-Jährigen ist allerdings klar, wie weit der FCB von der nächsten Helden-Story entfernt ist. Porto ist im eigenen Land derzeit hinter Benfica zwar nur die Nummer 2, besitzt aber gegenüber dem Schweizer Herausforderer in jeglicher Beziehung deutliche Vorteile.

Portos DNA

Zusammen mit Manchester United, Barcelona und Real ist der Futebol Clube do Porto im Kreis der Klub-Elite Rekordteilnehmer. Zum 19. Mal schon hat er sich qualifiziert, seine mediale Strahlkraft ist enorm, der Verein ist auch in Südamerika und in Teilen Afrikas ein grosses Thema. Zweimal gewann Porto die wichtigste Trophäe des Klubfussballs: 1987 gegen Bayern dank des legendären Absatztores von Rabah Madjer und 2004 unter José Mourinho.

Sieben Jahre nach der magischen Nacht auf Schalke triumphierten die «Dragões» 2011 in der Europa League. Nicht nur der seit 1982 regierende Patron Jorge Nuno Pinto da Costa rieb sich die Hände, auch die Aktionäre frohlockten, weil die DNA des Klubs der Erfolg und die Wertschöpfung auf dem Transfermarkt sind. Sportliche Schwankungen bekommen die Teilhaber sofort zu spüren. Nach dem letztjährigen Verlust von 40,7 Millionen Euro steht Porto enorm unter Druck.

Auch wenn die üppige spanische und brasilianische Fraktion im Kader nicht zur ersten Garde der jeweiligen Nationalteams zählt, ist die Substanz erheblich. Im Sturm wird der Kolumbianer Jackson Martinez als nächster James Rodriguez gehandelt. Der vom früheren spanischen Junioren-Chef-Ausbildner Julen Lopetegui eingeleitete Umbruch trägt Früchte. Nur drei ihrer 30 Wettbewerbsspiele haben die Blauweissen verloren, seit sie im vergangenen Sommer rund 27 Millionen investierten.

(bg/Si)

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