Noch eine Champions League-Revanche
Bayern haben mit Real noch eine Rechnung offen
publiziert: Montag, 30. Apr 2001 / 17:44 Uhr

Madrid - Nach der erfolgreichen Revanche der Bayern gegen ManU, wollen die Deutschen nun eine weitere alte Champions League-Rechnung begleichen. Die Münchner wollen sich für das Halbfinal-Aus vom Vorjahr revanchieren.

Die Revanche für das Final-Trauma 1999 gegen Manchester United ist Bayern München bereits geglückt, am Dienstag Abend gelüstet es nun die Deutschen, sich für das Halbfinal-Out vom Vorjahr an Real Madrid zu revanchieren. Das Duell der beiden erfolgreichsten Klubteams in der ewigen Europacup-Rangliste kommt einem vorweg genommenen Finalspiel gleich.

Real als grosser Favorit

Nur Bayern München und Leeds United können heute und morgen sowie in den Rückspielen in einer Woche noch verhindern, dass es am 23. Mai in Mailand zur Wiederholung des letztjährigen Finalspiels zwischen Real Madrid und Valencia (3:0) kommt.

Real Madrid gilt als grosser Favorit auf die Titelverteidigung. Nicht deshalb aber zeigen sich die Bayern-Spieler in diesen Tagen extrem gereizt, obwohl ihnen die Rolle als «Underdog» eigentlich gelegen kommen müsste. Böse Kritiken an ihrer Spielform in den letzten Bundesliga-Partien nagen zurzeit am Stolz des deutschen Rekordmeisters. In dieser Verfassung aber haben die Bayern zumeist ihre besten Partien abgeliefert. Zuletzt beispielsweise in der Champions League gegen Manchester United, als sich die Deutschen an den Engländern eindrücklich für die unvergessene Final-Niederlage von Barcelona vor zwei Jahren revanchierten.

Gegen das angeknackste Ego

Nun soll eine weitere Revanche dafür sorgen, das angeknackste Ego der Bayern-Millionäre wieder zurechtzurücken. Beinahe auf den Tag genau vor einem Jahr bezogen die Bayern im dritten Saison-Duell gegen Real Madrid die erste Niederlage. Das 0:2 vermochten die Deutschen im Rückspiel in München nicht mehr wettzumachen, obwohl die Spanier im Olympiastadion mit 1:2 unterlagen. Nicolas Anelka hatte Real Madrid mit zwei Treffern beinahe im Alleingang ins Endspiel in Paris geschossen.

Auf Anelka können sich die Königlichen in der heutigen Halbfinal- Wiederholung des Vorjahres nicht mehr verlassen. Der Franzose blieb nach dem Endspiel gleich in Paris und hat sich dem PSG angeschlossen. Anelka wurde jedoch durch einen noch grösseren Superstar ersetzt: Luis Figo wurde für 96 Millionen Franken von Barcelona weggelockt. Der Portugiese ist massgeblich verantwortlich dafür, dass die Königlichen ihren 28. Meistertitel schon beinahe auf sicher haben. Inzwischen ist Figo jedoch in ein Formtief geraten: Am Samstag verschoss er beim 1:1 gegen Osasuna gar einen Foulpenalty.

Die grossen Hoffnungen von Real Madrid, die bitteren 2:4- und 1:4-Niederlagen des Vorjahres gegen Bayern München vergessen zu machen, ruhen daher vor allem auf Stürmerstar Raul, der nicht nur die Champions-League-Topskorerliste dieses Jahres (7 Treffer), sondern auch das ewige Champions-League-Ranking (28 Tore) anführt. Verzichten muss Raul heute allerdings auf seinen Stürmerkollegen Morientes, der wegen einer Verletzung höchstwahrscheinlich durch Guti ersetzt wird.

Wunderheilung bei Elber und Jeremies

Verletzungsprobleme kennen die Bayern keine, nachdem medizinische Wunder für eine Blitzheilung der vor zwei Wochen am Knie operierten Giovane Elber und Jens Jeremies gesorgt haben. Auch der Schweizer Internationale Ciriaco Sforza ist nach seinen Knieproblemen wieder fit, er sitzt aber aller Voraussicht nach nur auf der Ersatzbank.
Die Hoffnungen der Bayern ruhen jedoch nicht in erster Linie auf dem Konterspezialisten Elber, sondern vor allem auf Spielmacher Stefan Effenberg. Der Aggressiv-Leader der Bayern muss sich heute jedoch vor einer weiteren Verwarnung hüten, sonst wäre er wie im Vorjahr im Rückspiel gesperrt. Das gleiche Schicksal droht auch seinen Teamkollegen Thorsten Fink, Thomas Linke und Mehmet Scholl.

Königlicher Dank für Valencia

Im zweiten Halbfinal kommt es morgen Mittwoch zum dritten englischen-spanischen Duell nach Leeds - La Coruña (3:0/0:2) und Valencia - Arsenal (1:2/1:0). Leeds United ist -- wie Gegner Valencia vor einem Jahr -- das Überraschungsteam der diesjährigen Champions League. Die Engländer mussten erst die Qualifikation (gegen 1860 München) überstehen, um überhaupt in der Königsklasse mitzuspielen.

Königlich gewürdigt wurde letzte Woche die letztjährige Finalteilnahme von Valencia. Spaniens König Juan Carlos lud Valencia zur Audienz und Valencias Präsident Pedro Cortes revanchierte sich daraufhin mit der Einladung für den Final vom 23. Mai in Mailand. Ob das nicht etwas zu voreilig war?

(ba/sda)

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