Bayern stürmt an die Spitze
publiziert: Sonntag, 2. Sep 2012 / 19:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 2. Sep 2012 / 21:38 Uhr
Jubel von den Bayern.
Jubel von den Bayern.

Schon in der 2. Runde stürmte Bayern München mit dem 6:1 gegen den VfB Stuttgart an die Spitze der 1. Bundesliga. Makellos steht sonst nur noch Eintracht Frankfurt da. Der Aufsteiger siegte ebenfalls sehr hoch - 4:0 in Hoffenheim.

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6:1, 4:0, 4:0 - es war die Runde der Kantersiege in der Bundesliga. Am Samstag hatte Eintracht Frankfurt mit dem Schweizer Captain Pirmin Schwegler beim 4:0 in Hoffenheim überrascht, am Sonntag siegte auch Hannover im Derby in Wolfsburg mit dem gleichen Resultat, ehe die Bayern den Spieltag der insgesamt 26 Tore mit dem 6:1 gegen Stuttgart abschlossen.

Beim Schützenfest unbeteiligt war Xherdan Shaqiri. Der Schweizer sass diesmal und anders als im Startspiel bei Greuther Fürth (3:0) zunächst auf der Bank. Als er eine Viertelstunde vor dem Ende eintrat, stand es schon 6:1. Shaqiri kam daher "bloss" zu einem Trainingseinsatz unter Wettkampfbedingungen. Im Fokus waren diesmal andere. Thomas Müller zum Beispiel, der die magistrale Bayern-Machtdemonstration nach dem Rückstand (Martin Harnik/27.) mit sechs Treffern innerhalb von 19 Minuten in der 32. Minuten einleitete und später noch ein zweites Tor nachlegte. Oder Toni Kroos, ein weiterer Konkurrent von Shaqiri im Kampf um einen Stammplatz, der das vorentscheidende 2:1 mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern unter die Latte erzielte. Oder der Spanier Javi Martinez, der zwar noch später eintrat als Shaqiri, aber nach dem langwierigen Hin und Her um seinen Rekordtransfer von Athletic Bilbao von den Fans wie ein Held gefeiert worden war, noch ehe er überhaupt eine Minute für die Bayern spielte.

Während Shaqiri bei der Münchner Showtime zwar etwas abseits war, aber immerhin zu einem Sieg kam, wurden andere Schweizer Internationale in der 2. Runde mit ihren Teams regelrecht abgewatscht. So wie Eren Derdiyok, der mit Hoffenheim zuhause gegen Aufsteiger Eintracht Frankfurt 0:4 unterlag, in drei Pflichtspielen noch kein Tor erzielte und alle Spiele verlor. Oder wie Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez, die mit Wolfsburg im Derby gegen Hannover ebenfalls vier Tore kassierten. Während Rodriguez beim letzten Gegentor zu wenig energisch verteidigte, verhinderte Benaglio in den Schlussminuten mit zwei Paraden immerhin eine sogar noch höhere Niederlage.

Pimin Schwegler mit Höhenflug

So avancierten am Wochenende aus Schweizer Sicht mit Hannovers Verteidiger Mario Eggimann und Frankfurts Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler ausgerechnet zwei Spieler zu Siegern, die nicht im Aufgebot der Nationalmannschaft figurieren. Vor allem der Höhenflug von Pirmin Schwegler als Captain mit dem Aufsteiger sorgte für dicke Schlagzeilen. Der Innerschweizer krönte in Hoffenheim seine tolle Leistung mit dem Traumtor aus 25 Metern zum 2:0.

Nach dem 4:0 ist Frankfurt so gut in die 1. Bundesliga gestartet wie seit 1999/2000 nicht mehr. Trainer Armin Veh meinte daher im Spass: "Ich wäre schon enttäuscht, wenn wir jetzt nicht Meister würden." Sein Captain hat zumindest keine Angst, dass das Team nun abhebt. Schwegler: "Ich kenne den Charakter der Mannschaft und ich weiss ganz genau, dass wir uns nicht auf diesem Start ausruhen. Wir wissen ganz genau, dass die zwei Leistungen nur durch harte Arbeit gekommen sind." Nach der Länderspielpause haben Schwegler und Frankfurt Aussicht auf weitere Punkte. Als Gast kommt der Hamburger SV - und der steht ebenso schlecht da wie Hoffenheim: ausgeschieden im Cup und zweimal besiegt in der Bundesliga.

Bayern München - VfB Stuttgart 6:1 (3:1)
71'000 Zuschauer (ausverkauft). - Tore: 25. Harnik 0:1. 32. Müller 1:1. 33. Kroos 2:1. 43. Luiz Gustavo 3:1. 47. Mandzukic 4:1. 49. Müller 5:1. 51. Schweinsteiger 6:1. - Bemerkung: Bayern München mit Shaqiri (ab 73.). 74. Rote Karte gegen Ibisevic (Stuttgart) wegen einer Tätlichkeit.

Rangliste:
1. Bayern München 6. 2. Eintracht Frankfurt 6. 3. Hannover 96 4. 4. Schalke 04 4. 5. Fortuna Düsseldorf 4. 6. Borussia Dortmund 4. 7. Nürnberg 4. 8. Borussia Mönchengladbach 4. 9. Bayer Leverkusen 3. 9. Werder Bremen 3. 11. Greuther Fürth 3. 12. Wolfsburg 3. 13. Mainz 1. 14. SC Freiburg 1. 15. Hamburger SV 0. 16. Augsburg 0. 17. Hoffenheim 0. 18. VfB Stuttgart 0.

 

(fest/Si)

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