FIFA-Kongress
Blatter fordert Fussball-Welt zum Teamgeist auf
publiziert: Freitag, 29. Mai 2015 / 11:56 Uhr
'Die Ereignisse vom Mittwoch haben einen echten Sturm ausgelöst', so Blatter.
'Die Ereignisse vom Mittwoch haben einen echten Sturm ausgelöst', so Blatter.

FIFA-Präsident Joseph Blatter forderte bei seiner Rede vor dem FIFA-Kongress im Zürcher Hallenstadion die Fussball-Welt zum Teamgeist auf. «Wir müssen die Probleme gemeinsam anpacken.»

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Die Wiederwahl Blatters scheint nicht gefährdet, doch das Ergebnis könnte knapp ausfallen. Der neuste Korruptionsskandal mit der Verhaftung von sieben FIFA-Funktionären wirft dunkle Schatten auf den Fussball, auf die FIFA - und damit auch auf Präsident Joseph Blatter. «Die Ereignisse vom Mittwoch haben einen echten Sturm ausgelöst», sagte er. Bei seiner Eröffnungsrede vor den Vertretern der 209 FIFA-Mitgliedsverbände wirkte der 79-jährige Walliser allerdings nicht resigniert oder gar geknickt. Blatter sieht sich nicht als Problem, sondern als Lösung des Problems. Das bekräftigte er ein weiteres Mal: «Machen wir uns an die Arbeit, bleiben wir konzentriert, keine langwierigen Diskussionen, gehen wir nach vorne, suchen wir die Lösung», so Blatter.

Dabei rief er die Fussballwelt zum Teamgeist auf. Die Probleme sollten gemeinsam angepackt werden. Und Blatter nahm den Kongress in die Verantwortung. «Die FIFA ist ein Unternehmen. Und Sie sind die Aktionäre und damit die Besitzer dieses Unternehmens», rief er den Kongressteilnehmern zu. Damit liess Blatter keinen Zweifel aufkommen: Er übernimmt nicht die Verantwortung für die neusten Korruptionsfälle, welche hochrangige FIFA-Funktionäre betreffen. Zwei davon gehörten sogar zum Exekutivkomitee des Weltverbandes und demzufolge zur Fussball-Regierung.

Doch Blatter rief in Erinnerung: «Die FIFA ist eine Pyramide. Die Entscheide werden auch an der Basis gefällt. In den Verbänden und dann in den Konföderationen.» Zum Verständnis: Blatter ist ein Premier, der seine Minister nicht selber bestimmt. Wer im Exekutivkomitee Einsitz nimmt, bestimmen die Konföderationen selbst.

Wie viele Vertreter Blatter dennoch in die Verantwortung nehmen wollen, wird sich bei der Wahl des Präsidenten am späten Nachmittag zeigen. Den neusten Gerüchten zufolge, könnte das Wahlergebnis knapper ausfallen als angenommen. Dennoch dürfte es Blatters Gegenkandidaten Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien kaum gelingen, 105 Stimmen zu bekommen.

Aber es könnte sein, dass Blatter im ersten Wahlgang keine Zweidrittelmehrheit erreicht und in einen zweiten Wahlgang muss. Denn die Pro-Blatter-Koalition bröckelt. Die Verbände der USA, Australiens und Neuseelands haben zum Beispiel angekündigt, dass sie nicht für Blatter stimmen werden. Das bedeutet, dass auch die Konföderationen von Nord-/Mittelamerika und Karibik sowie von Ozeanien nicht mehr geschlossen hinter Blatter stehen.

(jbo/Si)

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Erinnern wir uns kurz an Sepp Blatters Vorgänger: João Havelange. Er führte die FIFA 24 Jahre lang mit eiserner Hand. Sein Vater war belgischer Waffenhändler. Klein João hat also von der Wiege an gelernt, dass das Geschäft nichts mit Ethik zu tun hat. Und siehe da: Nach seiner Amtszeit kam heraus, dass er als FIFA-Präsident jahrelang Schmiergelder in Millionenhöhe kassiert hatte.

Als Blatter die FIFA 1998 von ihm übernahm, war sie bereits durch und durch korrupt. Er hatte nun gut 16 Jahre lang Zeit, dieses Mafiasystem zu säubern. Um der Welt ein wenig Sand in die Augen zu streuen, wurde 2006 die Ethikkommission gegründet. Ein praktisch wirkungsloses Gremium, wie die öffentlich gewordenen Korruptionsfälle der letzten Jahre beweisen – bis und mit den Verhaftungen in Zürich von dieser Woche.

Nun steht der Pate vor seine „FIFA-Familie“, wie er sie gerne nennt, und sagt: "Ich akzeptiere es, dass ich Verantwortung trage, aber ich möchte diese Verantwortung mit dem Kongress teilen."

Und ja, genau so ist es. Die „FIFA-Familie“ wählt zum fünften Mal einen Mann, der 16 Jahre lang gezeigt hat, dass er die Korruption im System FIFA nicht ernsthaft bekämpfen will. Der Kongress wählt somit ein weiteres Mal die Korruption, trägt dafür die Verantwortung und teilt sie mit ihrem Präsidenten.
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