Leverkusens Wunder bleibt aus
Chelsea hält dem Druck stand - Giroud schiesst Piräus ab
publiziert: Mittwoch, 9. Dez 2015 / 23:16 Uhr
Arsenals Olivier Giroud machts im Alleingang und wird gebührend gefeiert.
Arsenals Olivier Giroud machts im Alleingang und wird gebührend gefeiert.

José Mourinho führt Chelsea mit dem 2:0 gegen Porto in die Achtelfinals der Champions League. Mit Arsenal und dem 3:0 bei Olympiakos Piräus erreicht ein dritter englischer Vertreter die K.o.-Phase.

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Der Druck auf José Mourinho war nach dem blamablen 0:1 gegen Bournemouth spürbar angestiegen. Ein frühzeitiges Scheitern auf der europäischen Glamour-Bühne würde der russische Klubeigner Roman Abramowitsch kaum mehr tolerieren, spekulierten die englischen Journalisten.

Doch mit den «Blues» ist in der Champions League offenbar auch in der schwierigsten Premier-League-Phase seit dem Einstieg des Milliardärs Roman Abramowitsch weiterhin zu rechnen. Im Duell mit dem FC Porto, den Mourinho 2004 an die internationale Spitze geführt hatte, blendeten die Londoner ihre Krise erstaunlich gut aus. Sie kontrollierten den Viertelfinalisten des vergangenen Frühlings nahezu problemlos. Nach Willians 2:0 (52.) konnte es sich Mourinhos routinierte Auswahl gar frühzeitig leisten, den Aufwand markant zu drosseln.

Roma profitiert von Leverkusens Remis

Der AS Roma, in der Serie A seit geraumer Zeit stagnierend, genügte ein glanzloses 0:0 gegen den weissrussischen Meister Bate Borissow zum ersten internationalen Exploit seit bald fünf Jahren. Die Italiener profitierten vom fünften sieglosen Spiel Leverkusens (1:1 gegen Barcelona). Obschon Barcelonas Coach Luis Enrique im Vergleich zum letzten Spiel in der Primera Division das Gros seiner Stammbesetzung schonte, verschafften sich die Katalanen in Leverkusen den ersten Vorteil. Lionel Messi, lange verletzt und auf dem Weg zurück zur alten Stärke, verwertete einen Traumpass von Ivan Rakitic.

Mehr als den zwölften Saisontreffer von Javier Hernandez hatte die Werkself gegen die B-Auswahl des Titelhalters nicht zu bieten. Topskorer Admir Mehmedi bemühte sich ebenso vergeblich wie der Rest der teuren Equipe, der eine Grundsatzdebatte bevorstehen dürfte.

Überragender Giroud rettet Arsenal vor dem Out 

Im Karaiskakis hatte Piräus in jüngerer Vergangenheit diverse Gala-Auftritte inszeniert und Vereine mit klingenden Namen besiegt - in der letzten Saison beispielsweise Atlético und Juventus. Und bis zum 0:4 in München bewegte sich Olympiakos gar temporär auf Augenhöhe mit dem FC Bayern. Nun resultierte für das Team des Schweizers Pajtim Kasami ausgerechnet am letzten Spieltag in der «Finalissima» gegen Arsenal (0:3) der entscheidende Kollaps.

Olivier Giroud, der stabile und wuchtige Franzose, war vom Dominator und Rekordhalter des griechischen Fussballs nicht zu stoppen. Mit seiner Triplette ersparte er Arsène Wenger ungemütliche Analysen und das erstmalige Out in der Gruppenphase seit 1999. Spätestens mit seinem souverän verwerteten Handspenalty (67.) beseitigte der Solo-Unterhalter jegliche Diskussionen.

Der FC Bayern (2:0 gegen Dinamo) zelebrierte nach der frühzeitigen Sicherung des Achtelfinal-Platzes in Zagreb mit diversen Debütanten in der Startformation eine problemlose Ehrenrunde. Robert Lewandowski markierte im sechsten Europacup-Einsatz der Saison seine Treffer sechs und sieben. Die Bilanz nach dem Vorprogramm ist vielversprechend: fünf Siege und 19:3 Tore.

Gent-Coup schockt Zenit

Für die bisher grösste Überraschung der aktuellen Kampagne sorgte der KAA Gent - im Sog des abermals verblüffenden Tessiners Danijel Milicevic, der beim 2:1 gegen Zenit seinen dritten Champions-League-Treffer markierte. Dem ersten Meistertitel der Klubgeschichte liess das Team von Trainer Hein Vanhaezebrouck eine weitere bedeutende Premiere folgen. Der krasse Aussenseiter stoppte das während fünf Runden makellose St. Petersburg und qualifizierte sich als erste belgische Equipe seit dem RSC Anderlecht vor 15 Jahren für die Top 16.

Mit einer ersten 0:2-Ernüchterung gegen Lyon endete Gary Nevilles Einstand als Trainer von Valencia. Die frühere Ikone von ManU musste machtlos mitansehen, wie sich seine teilweise ratlose von der Nummer 5 Frankreichs regelrecht demütigen lassen musste. Anders ist die missratene Darbietung im Mestalla nicht zu interpretieren.

Gruppe E
Resultate: Leverkusen - FC Barcelona 1:1 (1:1). AS Roma - BATE Borissow 0:0.

Rangliste: 1. FC Barcelona 6/14 (15:4). 2. AS Roma 6/6 (11:16). 3. Bayer Leverkusen 6/6 (13:12). 4. BATE Borissow 6/5 (5:12).

Gruppe F
Resultate: Olympiakos Piräus - Arsenal 0:3 (0:1). Dinamo Zagreb - Bayern München 0:2 (0:0).

Rangliste: 1. Bayern München 6/15 (19:3). 2. Arsenal 6/9 (12:10). 3. Olympiakos Piräus 6/9 (6:13). 4. Dinamo Zagreb 6/3 (3:14).

Gruppe G
Resultate: Chelsea - Porto 2:0 (1:0). Dynamo Kiew - Maccabi Tel-Aviv 1:0 (1:0). - SR Kuipers (Ho). - Tor: 16. Garmasch 1:0.

Rangliste: 1. Chelsea 6/13 (13:3). 2. Dynamo Kiew 6/11 (8:4). 3. FC Porto 6/10 (9:8). 4. Maccabi Tel Aviv 6/0 (1:16).

Gruppe H
Resultate: Gent - Zenit St. Petersburg 2:1 (1:0). Valencia - Lyon 0:2 (0:1).

Rangliste: 1. Zenit St. Petersburg 6/15 (13:6). 2. Gent 6/10 (8:7). 3. Valencia 6/6 (5:9). 4. Lyon 6/4 (5:9).

Die Gruppensieger und Gruppenzweiten in den Achtelfinals, die Gruppendritten in der Europa League, die Gruppenvierten ausgeschieden.

(bg/Si)

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