BSC Young BoysFC BaselFC LuganoFC LuzernFC SionFC St.GallenFC ThunFC VaduzFC ZürichGrasshopper-Club Zürich
28. Runde
Der FC Lugano muss die Wende finden
publiziert: Sonntag, 17. Apr 2016 / 09:42 Uhr
Die Position von Luganos Trainer Zdenek Zeman ist (noch) aussergewöhnlich unantastbar.
Die Position von Luganos Trainer Zdenek Zeman ist (noch) aussergewöhnlich unantastbar.

Nach drei schweren Niederlagen muss Lugano in der Super League Gegensteuer geben, um im Abstiegskampf nicht auch noch Vaduz davonziehen zu lassen. Die Tessiner empfangen am Sonntag den FC Thun.

In der sehr schwierigen Zeit, in der er drin steckt, empfängt der FC Lugano am Sonntag um 13.45 Uhr ausgerechnet einen Gegner, gegen den er die drei bisherigen Duelle der Saison alle verloren hat, wenn auch jedes Mal mit nur einem Tor Unterschied.

Nach drei Niederlagen in Folge mit einem beschämenden Torverhältnis - in diese Fall 1:17 - wird die Position des Trainers oft und gern hinterfragt. Der FC Lugano könnte ein Sonderfall sein. Präsident Angelo Renzetti hat eine besondere Nähe zu Trainer Zdenek Zeman. Renzetti ist nicht nur Präsident, er ist auch der hauptsächliche Geldgeber und de facto der Sportchef. Er gehört zu Zemans Bewunderern. Es wird möglicherweise noch ein paar Niederlagen mehr brauchen, bis die Stimmung umschlägt.

Die drei brutal hohen Niederlagen gegen Sion (0:6), bei den Young Boys (0:7) und gegen Basel (1:4) sind mehr als nur Alarmsignale, sie sind eine sportliche Katastrophe. Jetzt lässt sich werweissen, ob die schwere Baisse des Aufsteigers in der Meisterschaft mit dem überraschenden Vorstoss in den Cupfinal zu tun hat. Tatsächlich haben die Ticinesi nach dem Sieg im Halbfinal in Luzern vier von fünf Meisterschaftsspielen verloren, so mit 1:2 auch die «Revanche» in Luzern. Die Ausnahme war der 1:0-Sieg bei GC in einer Partie, in der die Zürcher so schwach spielten wie sonst kaum jemals.

Mit den Gedanken im Cupfinal?

Die genannten letzten drei Spiele waren aus der Sicht Luganos auch deshalb erschreckend, weil die Gegner jeweils schon in der Pause 3:0 (Sion), respektive zweimal 4:0 (YB, Basel) führten. Das können Hinweise darauf sein, dass die Luganesi diese Partien fahrig und ohne jede Konzentration angefangen haben. Sind die Spieler - im Unterbewusstsein - mit ihren Gedanken schon am Cupfinal in Zürich gegen den FCZ? Wenn dies so wäre, müssten sie sich am Ende der Saison möglicherweise schwere Vorwürfe gefallen lassen. Besonders dann, wenn sie gänzlich mit leeren Händen dastünden - als Absteiger in die Challenge League und als Verlierer des Cupfinals.

Luganos Leistungen in den letzten drei Spielen waren so schwach, dass man sich auch fragen muss, ob der lange Jahre in der italienischen Serie A erprobte Trainer Zdenek Zeman noch genügend Einfluss auf die Mannschaft hat. Als zuletzt ein Tor um das andere gegen den FCL fiel, wirkte der 68-jährige Tscheche am Spielfeldrand teilnahmslos; sein Engagement schien kaum grösser zu sein als das der Mannschaft. Allerdings machte Zeman sehr oft schon zu seinen Zeiten in Italien einen apathischen Eindruck, selbst wenn seine Mannschaften gut spielten und siegten.

Zeman gibt Fehler zu

Zdenek Zeman nimmt einen grossen Teil der Verantwortung für die bitteren Niederlagen auf sich. «Nachdem wir in den Cupfinal gekommen waren und auch gegen die Grasshoppers gewonnen hatten, wollten wir unser Spielsystem etwas verändern. Wir versuchten, auch selber ein Spiel zu bestimmen.» Die Übung ist gründlich gescheitert, «Dafür ist unser Kader einfach nicht stark genug», räumt Zeman ein. Deshalb verordnet der Trainer seinen Spielern schon für den Match gegen Thun eine Taktik, mit der sie wieder vermehrt auf die Aktionen des Gegners reagieren sollen. Trotz der drei Niederlagen gegen Thun in dieser Saison bleibt Zeman zuversichtlich: «In allen drei Spielen waren wir nahe daran, Punkte zu gewinnen.»

Lugano - Thun (bisherige Resultate der Saison 2015/16:: 2:3, 1:2, 1:2)
Sonntag, 13.45 Uhr. - SR Jancevski. - Absenzen: Veseli (gesperrt) und Padalino (verletzt); Wieser, Wittwer, Sutter, Peyretti (alle verletzt) und Ferreira (krank). Fraglich: -; Hediger, Schindelholz, Munsy. - Statistik: Nach drei Niederlagen mit dem ungewöhnlichen Gesamtskore von 1:17 muss Lugano ausgerechnet gegen eine Mannschaft zum Punkten zurückfinden, gegen die sie in dieser Saison dreimal verloren hat. Lugano gegen Thun ist ein Duell ohne jede Tradition. Nach den bis dorthin einzigen zwei, von Lugano im Frühling 2000 gewonnenen Partien in der damaligen Auf-/Abstiegsrunde spielten die beiden Klubs über 15 Jahre lang nicht mehr gegeneinander. Thun beendete zuletzt eine Serie von vier Unentschieden ab Ende Februar mit einem Heimsieg gegen GC und einer Auswärtsniederlage in Sitten. Thuns Trainer Jeff Saibene sagt, er habe von einem solchen Malheur wie dem des FC Lugano mit drei so happigen Niederlagen noch nie gehört. Genau deshalb schätzt der Luxemburger die Aufgabe im Tessin als besonders heikel ein.

Young Boys - Vaduz (4:0, 1:1, 1:1)
Sonntag, 13.45 Uhr. - SR Bieri. - Absenzen: Benito, Wüthrich, Seferi (alle verletzt) und Zakaria (krank); Ciccone (gesperrt), Fekete, Kamber, Schürpf und Hasler (alle verletzt). Fraglich: Von Bergen, Vilotic; - . - Statistik: Die Young Boys haben zu einer Konstanz gefunden, die sie schon im Herbst hätten zeigen müssen, um dem Titelfavoriten Basel über die ganze Saison ernsthaft die Stirn bieten zu können. In diesem Kalenderjahr begannen die Berner mit zwei Unentschieden, bevor sie sechs der letzten sieben Spiele gewannen und an den Grasshoppers, den Rivalen um Platz 2, vorbeizogen. Die aktuelle Form, aber auch das 4:0 in Bern im Hinspiel, deuten auf einen neuerlichen Sieg der Young Boys gegen Vaduz hin. Die Liechtensteiner reisen nach dem 3:0-Heimsieg gegen St. Gallen mit einer guten Moral nach Bern.

St. Gallen - Basel (1:2, 2:1, 2:4)
Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Erlachner. - Absenzen: Mutsch (gesperrt), Tafer, Dziwniel und Lässer (alle verletzt); Janko, Hoegh, Akanji, Degen und Sporar (alle verletzt). Fraglich: Bunjaku, Thrier; - . - Statistik: Bevor Basel Ende November eine eindrucksvolle, heute noch anhaltende Serie der Ungeschlagenheit mit neun Siegen und zwei Niederlagen in Angriff nahm, war St. Gallen die letzte Mannschaft, die (mit einem 2:1 zu Hause) gegen die Basler gewinnen konnte. Es war damals auch das Ende einer Basler Minikrise mit zwei Niederlagen (GC, St. Gallen) nacheinander. Daneben war es in dieser Saison nur noch YB vorbehalten, dem FCB drei Punkte abzunehmen. Sollten die Ostschweizer dies am Sonntag zum zweiten Mal schaffen, wäre es nach vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen Balsam auf ihre Seele. St. Gallen ist immerhin die einzige Mannschaft, die in den Vergleichen mit Basel seit Beginn der Saison 2014/15 keine Negativbilanz aufweist. Beide gewannen dreimal, ein weiteres Spiel brachte ein Remis.

(bert/Si)

GC muss wohl für den Rest der Saison ohne Abwehrspieler Nathan auskommen.
GC muss wohl für den Rest der Saison ohne Abwehrspieler Nathan auskommen.
Meniskusverletzung  GC muss für den Saisonendspurt auf Abwehrspieler Nathan verzichten. Immerhin haben sich die Befürchtungen eines Kreuzbandrisses nicht bestätigt. mehr lesen 
FCSG-Coach  Der FC St. Gallen hat mit seinem Rekurs gegen die Spielsperre von Trainer Peter Zeidler teilweise Erfolg. mehr lesen  
Peter Zeidler kann beim FC St. Gallen weiterhin an der Seitenlinie stehen.
Der FC Sion kann auch die nächsten beiden Jahre auf die Dienste von Goalie Kevin Fickentscher zählen.
Goalie bleibt  Sion-Goalie Kevin Fickentscher hält den Wallisern die Treue und verlängert seinen Vertrag um zwei Jahre. mehr lesen  
Trainer kehrt zurück  Uli Forte ist zurück bei GC. Auf einer ... mehr lesen
Uli Forte ist neuer (alter) GC-Trainer.
Titel Forum Teaser
  • kurol aus Wiesendangen 4
    Das Richtige tun Hatten wir schon, talentierte Spieler wechselten zu Bayern und ... Mi, 01.06.16 12:01
  • LinusLuchs aus Basel 137
    So so, Breel Embolo bereitet sich also auf den Cupfinal vor, steht am Schluss ... Do, 04.06.15 21:02
  • LinusLuchs aus Basel 137
    Holland macht es vor Seit 2009 bleibt bei Spielen von Feyenoord Rotterdam gegen Ajax ... Di, 14.04.15 11:29
  • Bodensee aus Arbon 2
    Petar Aleksandrov Grüezi Finde das eine sehr gute Verpflichtung . Für die Stürmer eine ... Fr, 01.08.14 02:58
  • Bodensee aus Arbon 2
    Nater Grüezi Wenn gleichwertiger Ersatz da ist , ist es tragbar . Aber war ... Fr, 01.08.14 02:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unglaublich... dieses Gericht, das sogar arbeitende Steuern zahlende CH-Bürger auf das ... Do, 10.07.14 13:01
  • MatthiasStark aus Gossau 3
    Gewagt Murat Yakin hat in Basel, wie schon in Luzern, einen super Job gemacht. ... Di, 20.05.14 09:24
  • CaptKirk aus Zürich 1
    Indiskutable SR-Leistung Die Leistung von SR Hänni war - nicht zum ersten mal - absolut ... Mo, 24.03.14 11:23
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
News
     
Fussballschuhe sind Hightech-Produkte
Publinews Gute Fussballschuhe sind ein Must-Have für jeden Fussballer  Die Fussballschuhe sind unerlässlich zum Fussballspielen. Jeder Spieler braucht gute Fussballschuhe, trotzdem ... mehr lesen
Schweizer Flagge, Fussball
Publinews Fussballvereine unter Erfolgsdruck  Fussball ist ein Mannschaftssport mit einer grossen Fangemeinde - das ist allgemein bekannt. Seit nunmehr über 100 Jahren erfreut er sich einer beständigen ... mehr lesen
Grenzenlose Liebe und Treue für nicht irgendeinen Fussballverein, sondern den natürlich besten Klub der Welt.
Publinews Fan-Utensilien  Trikot, Schal und Fahne - Die Zeiten scheinen sich wohl nie zu ändern, in denen nicht das klassische Fanartikel-Trio eine ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 7°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 11°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 15°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 11°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 14°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 15°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 11°C 13°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten