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Die Resignation des FC Zürich
publiziert: Montag, 10. Mrz 2008 / 00:00 Uhr

Der FC Zürich hat sich mit einer Niederlage in Bern zwar noch nicht mathematisch, aber theoretisch aus dem Meisterrennen verabschiedet. Gegen die Young Boys verlor der Titelverteidiger nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit 0:3.

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Schon nach einer guten halben Stunde waren die Verhältnisse im zur Hälfte gefüllten Stade de Suisse klar: Die Young Boys führten dank einer Doublette innerhalb von zwölf Minuten 2:0 und liefen selbst in der zweiten Halbzeit, als sie mit angezogener Handbremse agierten, nicht Gefahr, den Vorsprung noch zu verspielen.

Zu kompliziert in der Vorwärtsbewegung, zu unsicher in der Defensive agierte der Meister, der seinen Titel nach der Niederlage im «Sechs-Punkte-Spiel» (YB-Trainer Martin Andermatt) wohl wird abtreten müssen.

Yakin überraschend von Beginn an

YB lenkte die Partie nach 20 Minuten und der ersten Standardsituation in die gewünschten Bahnen. Der aufgerückte Innenverteidiger Saif Ghezal verwertete den Freistoss von Hakan Yakin, der nach einer intensiven Woche mit der medizinischen Abteilung überraschend von Beginn weg spielte, per Kopfball zum 1:0.

Es war der erste Treffer des in der Winterpause gekommenen Tunesiers im vierten Einsatz. «Es ändert zwar nichts mehr, aber der Freistoss war ein klares Geschenk des Schiedsrichters», fand FCZ-Trainer Bernard Challandes. Alain Rochat hatte in der Tat eher den Ball gespielt als ein Foul begangen.

Reaktion fiel wenig «leidenschaftlich» aus

Zwölf Minuten später schlugen die Young Boys so zu, wie man es sich ansonsten aus den stärksten Zeiten des FCZ gewöhnt war. Nach einer schnellen Kombination über diverse Stationen passte Mario Raimondi auf Xavier Hochstrasser zurück, der starke Romand traf aus rund 25 Metern platziert.

Die Zürcher Reaktion kam, fiel aber nicht so «leidenschaftlich» aus, wie sie sich Challandes gewünscht hätte. Der Weitschuss von Silvan Aegerters (37.) verfehlte das Ziel nur knapp, ebenso wie Marco Schönbächlers Solo in der Startphase (Lattenschuss) ungekrönt blieb.

YB ohne Probleme und mit Herz

YB verwaltete den komfortablen Vorsprung recht geschickt, lauerte auf Konter und musste den stärker, aber nicht dominant werdenden Zürchern einige Torchancen zugestehen. Erwähnenswerte Aktionen waren jene von Rochat (Freistoss/60.) und des eingewechselten Emra Tahirovic (76./89.). Dass der FCZ letztlich mit der klarsten Niederlage seit fast drei Jahren (1:5 in Thun am 27. April 2005) die Heimreise antreten musste, hatte er Thomas Häberli zu «verdanken».

Der YB-Stürmer, zuvor nicht so stark aufgefallen wie im bisherigen Saisonverlauf, erzielte kurz vor Schluss seinen 14. Treffer im laufenden Championat, womit er zum führenden Teamkollegen Hakan Yakin aufschloss. Häberli brauchte die flache Hereingabe von Gilles Yapi nur noch über die Linie zu befördern.

«Vom Ziel besessen sein»

«Wichtig war neben dem Sieg auch, dass wir zu Null spielten», sagte Trainer Andermatt hinterher. Eine Ansage an Leader Basel liess sich der Zuger trotz dem zwölften Heimspiel der Saison ohne Niederlage nicht entlocken. «Man kann den Mund zu voll nehmen. Wir müssen eine Mentalität entwickeln, von unserem Ziel besessen zu sein. Dann stellen sich die Resultate automatisch ein.»

Dass dafür der FCZ nach der vierten Auswärtsniederlage in Serie kein Titelkandidat mehr ist, bejahte Challandes im Gegensatz zu anderen FCZ-Verantwortlichen in jüngster Vergangenheit. «Es fehlt zu viel, damit wir sagen können: Wir werden noch Meister. In der Offensive mangelt es uns an Qualität, um mit unserem Aufbau-Fussball Erfolg zu haben.»

Der Westschweizer vermisste in seiner Mannschaft jene Komponenten, für die er den Gegner vom Sonntag bewunderte. «YB spielte mit Herz, war effizienz, ging dahin, wo es weh tut. Wir spielten Schönwetterfussball.» In trüben Zeiten, wie sie der Meister seit Wochen durchmacht, eine denkbar schlechte Idee.

(Stefan Baumgartner /Si)

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