Die Superstars der WM - Benaglio unsere Nummer eins
publiziert: Donnerstag, 8. Jul 2010 / 08:10 Uhr
Barça will Deutschlands Juwel Mesut Özil verpflichten.
Barça will Deutschlands Juwel Mesut Özil verpflichten.

Top oder Flop, Aufsteiger oder Absteiger -- bei der WM in Südafrika geht es nicht nur um den Titel für das beste Team, sondern auch um Gewinner und Verlierer an der Spielerbörse. Ein Millionengeschäft ist es vor allem für die involvierten Berater.

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Die gut informierte italienische Tageszeitung «Gazzetta dello Sport» hat ihre Ranglisten schon vor den beiden Halbfinals in der Ausgabe vom Mittwoch publiziert. Jenem Team, das seiner Reputation respektive seinem geschätzten Marktwert gerecht wurde, gehören fünf Deutsche (u.a. Schweinsteiger, Müller, Klose), drei Uruguayer, zwei Holländer (Sneijder, Robben) und ein Spanier (Villa) an.

Die Flop-Elf ist mit vorzeitig gescheiterten Spielern wie John Terry, Fabio Cannavaro, Kakà, Lionel Messi oder Wayne Rooney hochkarätig besetzt. Die Aufsteiger und Entdeckungen dieser Endrunde finden sich in der «Boom 11».

Barça jagt Luis Suarez

Der wertvollste Rohdiamant in den Augen der italienischen Fussball-Fachleute ist Luis Suarez: Der Wert des Stürmers aus Uruguay soll sich während den vier WM-Wochen in Südafrika von 20 auf 30 Millionen Euro gesteigert haben. Dem Vernehmen nach buhlt bereits der FC Barcelona um den 23-jährigen Stürmer von Ajax Amsterdam.

Zu den grossen WM-Entdeckungen gezählt werden auch die jungen Deutschen Mesut Özil (Werder Bremen), Manuel Neuer (Schalke 04) und Thomas Müller (Bayern München), der Holländer Gregory van der Wiel (Ajax Amsterdam) und der Japaner Keisuke Honda von ZSKA Moskau. Sie alle sollen laut der «Gazzetta dello Sport» nicht mehr unter 15 Millionen Euro zu haben sein.

Barça hat DFB-Duo im Visier

Ob diese Juwele dank ihren beeindruckenden Leistungen in Südafrika nach der WM durch ihre Klubs aber auch in klingende Münze verwandelt werden, ist ein anderes Thema. Franco Moretti von der International Football Management GmbH in Winterthur relativiert: «Die Transferwerte sind das eine, ob es dann aber auch zu einem Wechsel zu diesem Preis kommt, ist das andere. Da spielen die verschiedensten Faktoren eine Rolle. Die Position des betreffenden Spielers ist ebenso wichtig wie die aktuelle Vertragsdauer oder die Nationalität.»

Gebuhlt und angeboten wird schon länger, das Transferkarussell wird jedoch erst nach der WM so richtig zu drehen beginnen, wenn alle Spieler und Berater wieder zurück in der Heimat sind. Insbesondere die deutschen Klubs werden diesen Sommer Mühe haben, ihre jungen WM-Stars behalten zu können. Özil und Captain Philipp Lahm sollen auf Barcelonas Einkaufsliste figurieren, an Sami Khedira soll Chelsea heftiges Interesse bekunden. Und gleich sämtliche europäischen Topklubs scheinen den MVP-Kandidaten Bastian Schweinsteiger nächste Saison in ihren Reihen haben zu wollen.

Erinnerungen an 1990

In Deutschland kommen bereits Erinnerungen an den letzten Titelgewinn 1990 auf, als Thomas Hässler, Jürgen Kohler und Stefan Reuter nach dem WM-Triumph gleich im Gastgeberland Italien blieben. Bundestrainer Jogi Löw würde es sehr begrüssen, wenn der eine oder andere Nationalspieler demnächst sein Geld im Ausland verdienen würde.

«Das wäre gut für die Entwicklung und würde den Horizont erweitern.» Diametral anders sieht dies Bayern Münchens Präsident Uli Hoeness: «Wenn ich bei Bayern bin, spiele ich schon bei einem der grössten Klubs. Für einen Wechsel gäbe es da nur noch das Argument einer anderen Kultur und einer anderen Sprache. Aber das können sie auch hier im Goethe-Institut lernen.»

Benaglio die Nummer 1

Aus dem Schweizer WM-Kader darf sich wohl einzig Goalie Diego Benaglio Hoffnung auf eine Wertsteigerung machen. Auf der deutschen Homepage «transfermarkt.de» wird der Wolfsburg-Goalie aber noch immer gleich hoch wie sein Nationalmannschafts-Kollege Tranquillo Barnetta gehandelt. Beide sollen vor der WM 10 Millionen Euro wert gewesen sein. «Benaglios Wert wird an der WM nicht markant gestiegen sein», glaubt Berater Moretti. «Man wusste ja schon vorher um seine Klasse.»

Da haben es junge und noch weniger bekannte Spieler, die urplötzlich ins Rampenlicht rücken, einfacher. Nur schon das WM-Aufgebot an sich und ein Kürzest-Einsatz in Südafrika können die Aufmerksamkeit verschiedener Vereine und Spielerberater wecken. Xherdan Shaqiri vom FC Basel beispielsweise ist unmittelbar nach der Rückkehr aus Johannesburg bereits von Verantwortlichen des Hamburger SV umgarnt worden. Und es wird nicht bei dem einen Angebot aus der Bundesliga bleiben, wenn sich der Shooting Star der letzten ASL-Saison weiterhin so rasant entwickelt.

(René Baumann/Si)

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