Maradonas Abschied - «Die letzte Fiesta geniessen»
Diego Armando Maradona nimmt Abschied
publiziert: Freitag, 9. Nov 2001 / 14:33 Uhr

Buenos Aires - «Fussballgott» oder «Skandalnudel» -- zwischen diesen Extremen bewegte sich die Karriere des Diego Armando Maradona stets. Am Samstag zieht der 41-jährige Argentinier vier Jahre nach seinem letzten Wettbewerbsspiel den Schlussstrich.

Der Captain der Weltmeistermannschaft von 1986 tritt am Samstag in Buenos Aires zu seinem Abschiedsspiel an. «Wenn es erlaubt wäre, würde ich 100 Minuten spielen. Abgesehen vom Hunger bin ich gut drauf und bereit, diese letzte Fiesta zu geniessen», sagte «Dieguito» mit bekanntem Selbstbewusstsein. Physisch soll sich der 91-fache Internationale, der nach einer Knieoperation vor einem Monat zehn Kilo abgespeckt hat, vor dem Abschiedsspiel in guter Verfassung präsentieren.

Maradonas Laufbahn war gekennzeichnet von Triumphen auf den Spielfeldern, aber auch von Exzessen und Kontakten zum kriminellen Milieu. Im Januar 2000 unterzog er sich einer Kokain-Entziehungskur in Kuba. Nach wie vor lässt er kaum ein Fettnäpfchen aus. So präsentierte er sich an der Feier anlässlich seines 41. Geburtstags mit einer «Osama-bin-Laden-Maske» und einem Maschinengewehr aus Plastic.

Ewiger König der Massen

Am Samstag werden über 40 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion von Buenos Aires einen letzten Orkan der Begeisterung für ihren «Dieguito» entfachen, wenn im Abschiedsspiel des einstigen Mittelfeld-Genies Argentiniens Nationalmannschaft und ein All-Star- Team (mit Romario, Matthäus, Stojtschkow, Cantona, usw.) aufeinandertreffen. Auf der Ehrentribüne wollen Kubas Staatspräsident Fidel Castro, Pelé, FIFA-Präsident Joseph Blatter und dessen Vorgänger João Havelange das Spektakel verfolgen.

Dort, wo der letzte Vorhang fällt, gab das fünfte von acht Kindern eines Fabrikarbeiters vor 25 Jahren -- zehn Tage vor seinem 16. Geburtstag -- mit den Argentinos Juniors das Profidebüt in der argentinischen Eliteliga.

Aufstieg und Fall

Nur ein Jahr später folgte das erste Länderspiel. 1979 wurde Maradona Junioren-Weltmeister. 1982 wechselte er für rund 15 Millionen Franken zum FC Barcelona. Mit dem Gewinn der WM 1986 in Mexiko feierte Maradona seinen grössten Erfolg, nachdem er sein Team zuvor gegen England durch das berühmte Tor mit der «Hand Gottes» im Wettbewerb gehalten hatte. Die Niederlage im WM-Final vier Jahre später in Rom gegen Deutschland bezeichnete Maradona als seine «bitterste Stunde».

Auch jenseits des Fussballplatzes stand Maradona immer wieder in den Schlagzeilen. Bereits 1980 wurde er von einem Gericht in Argentinien wegen Körperverletzung zu einem halben Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Während seiner Zeit mit der SSC Napoli in den Achtzigerjahren wurden dem Südamerikaner Kontakte zur Camorra, der neapolitanischen Mafia, nachgesagt. 1991 folgten erste Drogenskandale, dann Untersuchungen wegen Steuerhinterziehung und sogar eine Attacke mit einer Schrotflinte auf Journalisten.

Das spektakuläre Comeback an der WM 1994 in den USA wurde nach einer positiven Dopingprobe jäh beendet. Seine eigene Zukunft sieht Maradona, der wegen starken Herzrhythmusstörungen und einem Autounfall nur knapp dem Tod entging, trotz seiner Eskapaden nach wie vor im Fussball. «Hoffentlich geschieht ein Wunder», antwortete er auf die Frage nach einem Trainervertrag. Den Stellenwert, den er noch immer geniesst, verdeutlicht die Tatsache, dass in Argentiniens Nationalmannschaft «Maradonas» Trikot mit der Nummer 10 nicht mehr vergeben wird.

(kil/sda)

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