EURO 08: Ständerat gegen Kreditaufstockung
publiziert: Mittwoch, 7. Jun 2006 / 12:25 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Jun 2006 / 13:53 Uhr

Bern - Der Ständerat hat es abgelehnt, sich mit weiteren 10,5 Mio. Franken an den Sicherheitskosten der Austragungsstädte zu beteiligen.

Der Ständerat hat die zusätzlichen Kosten für die Sicherheit abgelehnt.
Der Ständerat hat die zusätzlichen Kosten für die Sicherheit abgelehnt.
5 Meldungen im Zusammenhang
Der Bund soll für die EURO 08 nicht noch tiefer in die Tasche greifen müssen.

Der Nationalrat hatte im März den Bundesbeitrag von 72 Mio. auf 82,5 Mio. Franken aufgestockt. Mit den zusätzlichen Bundesmillionen sollten die Städte Bern, Basel, Zürich und Genf bei den Kosten für die Sicherheit unterstützt werden.

Damit war die kleine Kammer nicht einverstanden. Mit 22 zu 17 Stimmen lehnte sie einen Minderheitsantrag ihrer Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur (WBK) ab. Es gehe nicht darum, ob die Sicherheit gewährleistet werden solle oder nicht, sondern wer dafür aufzukommen habe, sagte Peter Bieri (CVP/ZG).

25,2 Mio. Franken für Sicherheit

Nach dem Willen des Ständerats bezahlt der Bund damit 25,2 Mio. Franken an die Sicherheit. Einstimmig folgte er zudem einem Antrag der Kommission, wonach die Hälfte in den beteiligten Departementen VBS, EFD und EJPD zu kompensieren ist. Der Nationalrat wollte nur das VBS die 10 Mio. Franken für den Assistenzdienst der Armee intern ausgleichen lassen.

Die übrigen Bundesbeiträge waren unbestritten: 10,8 Mio. Franken für die Stadien, 7 Mio. für die Projektleitung, 4 Mio. für Kombitickets, 5 Mio. für Breitensport und Anlässe sowie je 10 Mio. Franken für Landeswerbung und eine Reserve. In der Gesamtabstimmung segnete der Ständerat die Vorlage mit 31 zu 1 Stimmen ab.

Gesamtkosten unbestritten

Damit würde der Bund 72 Mio. Franken der Kosten tragen, 28,7 Mio. entfielen auf die Kantone und 81,3 Mio. Franken auf die Austragungsorte. Wurde über diese Aufteilung noch debattiert, liess sich an den Gesamtkosten von 182 Mio. Franken für die öffentliche Hand nicht mehr rütteln.

Mehrere Rednerinnen und Redner nutzten aber die Eintretensdebatte, um ihrem Unmut über die Aufteilung der Kosten mit dem Europäischen Fussballverband UEFA Luft zu machen. Hansruedi Stadler (CVP/UR) etwa hatte den Eindruck, dass «die Gewinne in die Taschen Privater wandern, die Kosten aber beim Bund hängenbleiben».

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
EURO 2008 Bern - Der Bund soll die Städte Zürich, Bern, Basel und Genf bei der ... mehr lesen
Der Kostenverteiler sei laut Peter Bieri mit den Kantonen ausgehandelt worden.
Es sei laut FDP und SP wichtig, die Sicherheit an der Euro 08 zu garantieren.
EURO 2008 Bern - Der Nationalrat will, dass der Bund die Spielorte der EURO 08 bei allfälligen ... mehr lesen
Der Kostenbeitrag der Städte übersteige laut Anita Fetz deutlich deren Anteil an der Wertschöpfung.
EURO 2008 Bern - Die Austragungstädte sollen die ... mehr lesen
EURO 2008 Bern - Der Bund soll 82,5 Millionen ... mehr lesen
Die Schweiz müsse laut Samuel Schmid ihre Chance nutzen und nicht die Krone Österreich überlassen.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 19°C 36°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 21°C 37°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 22°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 19°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 19°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 20°C 35°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 24°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten