EURO 2008: Trainerportraits der Gruppe A
publiziert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 09:47 Uhr

Die Trainer der EM-Teilnehmer im Überblick. In der Gruppe A spielen die Schweiz (mit Köbi Kuhn), Portugal (mit Luiz Felipe Scolari), Tschechien (mit Karel Brückner) und die Türkei (mit Fatih Terim).

Wird einer dieser Trainer am Ende des Turniers die begehrte Trophäe in den Händen halten?
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Jakob «Köbi» Kuhn: Höhepunkt und Derniere

Köbi Kuhn stieg 2001 vom U21-Trainer zum Nationalcoach auf. Der Zürcher führte die Schweiz zunächst 2004 zur EM und 2006 zur WM. Nach den diversen Auszeichnung nach dem gelungenen Auftritt in Deutschland im Sommer vor zwei Jahren, unter anderem als «Schweizer des Jahres», musste er in den letzten 24 Monaten einige Kritik einstecken. Das Turnier in der Schweiz und Österreich wird für den 64-Jährigen nicht nur der Höhepunkt, sondern auch die Derniere seiner Karriere als Nationalcoach. Danach übergibt der ehemalige Mittelfeldspieler sein Amt Ottmar Hitzfeld.

Jakob «Köbi» Kuhn. - geboren am 12. Oktober 1943 in Zürich. - seit 1965 verheiratet, eine Tochter.

Karriere als Trainer. 1983/84: Zweimal Interimstrainer beim FC Zürich. 1991 bis 1995: Junioren-Trainer beim FC Zürich. 1995: Assistent beim FC Zürich. 1996 bis 2001: Nachwuchscoach beim Schweizerischen Fussballverband (1998 bis 2001 für U21 zuständig). Seit 2001: Schweizer A-Nationalmannschaft. - Erfolge: Teilnahme WM 2004 und Qualifikation für WM-Achtelfinal 2006.

Karriere als Spieler (Mittelfeld). Bis 1960: FC Wiedikon. 1960 bis 1977: FC Zürich. - Erfolge: 6mal Schweizer Meister (1963, 1966, 1968, 1974, 1975, 1976). 5mal Schweizer Cupsieger (1966, 1970, 1972, 1973, 1976). 2 Meistercup-Halbfinals (1964, 1977). 64 Länderspiele (WM-Teilnahme 1966), 5 Tore.

Luiz Felipe Scolari: Letzte Chance auf Titel mit Portugal

Seinen bislang grössten Erfolg feierte Luiz Felipe Scolari 2002, als er sein Heimatland Brasilien damals überraschend zum WM-Titel führte. Kurz nach dem Titelgewinn legte er sein Nerven strapazierendes Amt ab und heuerte in Portugal an. Auch dort arbeitet der italienisch-brasilianische Doppelbürger erfolgreich: 2004 stand er bei der Heim-EM im Final und 2006 führte er sein Team bis in den WM-Halbfinal. Vor seiner Berufung zum brasilianischen Nationalcoach 2001 hatte der ehemalige Verteidiger Scolari bereits auf Klubebene reüssiert, unter anderem mit zwei Siegen bei der «Copa Libertadores», dem südamerikanischen Pendant zur Champions League. Nach der EM tritt Scolari zurück.

Luiz Felipe Scolari. - geboren am 9. November 1948 in Passo Fundo (Br).

Karriere als Trainer. Die wichtigsten Stationen. 1982: Erstes Traineramt beim Provinzklub CS Alagoano. 1987: Gremio Porto Alegre. 1988: Goias. 1988 bis 1993: diverse Engaments im Nahen Osten. 1993 bis 1996: Gremio Porto Alegre. 1997: Jubilo Iwata (Jap). 1997 bis 2000: SE Palmeiras. 2000 bis 2001 Cruzeiro. 2001 bis 2002: Brasilien. Seit 2003: Portugal. - Erfolge: Weltmeister 2002 mit Brasilien. WM-Halbfinalist 2006 und EM-Finalist 2004 (mit Portugal). 2mal Sieger Copa Libertadores (1995 und 1999). Brasilianischer Meister 1996 mit Gremio Porto Alegre. 3mal brasilianischer Cupsieger (1991, 1994 und 1998). Trainer des Jahres in Südamerika (1999 und 2002).

Karriere als Spieler (Verteidiger). Bis 1982 in Brasilien aktiv bei Caxias do Sul, Juventude, Novo Hamburgo und Alagoano.

Karel Brückner: Erfolgreicher Häuptling

Nach fast einem Jahrzehnt im Dienst des tschechischen Fussballs tritt Karel Brückner nach der EM zurück. Der 68-Jährige mit seinen markanten Gesichtszügen und den weissen Haaren betreute bis 2001 die U21-Nationalmannschaft, die ein Jahr darauf in der Schweiz den EM-Titel holte. Aus dem Reservoir der damaligen Junioren-Europameister schöpft Brückner noch heute. Seit er die A-Nationalmannschaft betreut, verpasste Tschechien keine Endrunde mehr und stand 2004 im EM-Halbfinal. 2006 qualifizierte sich Tschechien erstmals nach 16 Jahren für eine WM. Das Out in der Gruppenphase tat der Popularität von Brückner, der den Übernamen «Kleki Petra» (nach dem Apachenführer in den Romanen von Karl May) bekommen hat, keinen Abbruch.

Karel Brückner. - geboren am 13. November 1939 in Olmütz.

Karriere als Trainer. 1973 bis 1977: Sigma Olomouc. 1978/79: Prostejov. 1979/80: Brno. 1981/82: Sigma Olomouc. 1985 bis 1987: Sigma Olomouc. 1988/89: Zilina. 1989 bis 1991: Banik Ostrava. 1992 bis 1994: Sigma Olomouc. 1994/95: Petra Drnovice. 1995/96: Inter Bratislava (Slk). 1997/98: Sigma Olomouc. 1998 bis 2001: U21-Team von Tschechien. Seit 2001: Tschechien. - Erfolge: EM-Halbfinal 2004. WM-Teilnahme 2006. 1996 slowakischer Cupsieger mit Inter Bratislava.

Karriere als Spieler. Von 1957 bis 1973 für Sigma Olomouc und Banik Ostrava in der 2. tschechoslowakischen Liga Spiele bestritten.

Fatih Terim: Mann für die Meilensteine

Kein anderer Name steht im türkischen Fussball so sehr für Erfolg wie Fatih Terim. Der 54-Jährige übernahm 1993 ein erstes Mal die Nationalmannschaft und schaffte gleich die Qualifikation für die EM 1996. Zuvor hatten die Türken seit 1954 an keiner Endrunde teilgenommen. 2000 sorgte er für einen weiteren Meilenstein im türkischen Fussball, als er Galatasaray Istanbul zum ersten türkischen UEFA-Cup-Sieg führte. Weniger erfolgreich waren seine Amtszeiten in Italien bei der Fiorentina und der SC Milan. Seit 2005 ist Terim, der mit 51 Länderspielen lange Zeit Rekordinternationaler war, wieder Nationalcoach. Nach dem Verpassen der WM 2006 im Playoff gegen die Schweiz und den folgenden Tumulten brachte er die Türken wieder auf den Erfolgsweg.

Faith Terim. - geboren am 4. September 1953 in Adana.

Karriere als Trainer. 1987 bis 1989: Ankaragücü. 1989/1990: Göztepe Izmir. 1990 bis 1993: U21 der Türkei. 1993 bis 1996: Türkei. 1996 bis 2000: Galatasaray Istanbul. 2000/01: Fiorentina (It). 2001: Milan. 2002 bis 2004: Galatasaray Istanbul. Seit 2005: Türkei. - Erfolge: EM-Teilnahme 1996. UEFA-Cup-Sieger 2000. 4mal türkischer Meister (1997, 1998, 1999 und 2000). 2mal türkischer Cupsieger (1999 und 2000).

Karriere als Spieler (Verteidiger). 1969 bis 1974: Adanademirspor. 1974 bis 1985: Galatasaray Istanbul. - Erfolge: 3mal türkischer Cupsieger (1976, 1982 und 1985). 51 Länderspiele (davon 31 als Captain) für die Türkei.

(rr/Si)

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