EURO 2008: Trainerportraits der Gruppe B
publiziert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 11:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 11:31 Uhr

Die Trainer der EM-Teilnehmer im Überblick. In der Gruppe B spielen Österreich (mit Josef Hickersberger), Deutschland (mit Joachim Löw), Kroatien (mit Slaven Bilic) und Polen (mit Leo Beenhakker).

Die Deutschen mit Joachim Löw gelten als Favoriten - oder werden sie bereits in der Gruppenphase stolpern?
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Josef Hickersberger: Der zweite Versuch

Josef Hickersberger startete Anfang 2006 seine zweite Amtszeit als österreichischer Nationalcoach. Mit 4 Niederlagen und einem Remis verlief die Anfangsphase so schlecht wie bei keinem seiner Vorgänger. Die Rufe nach seinem Rauswurf waren sehr laut geworden, bevor sich die Mannschaft in den letzten Monaten ein wenig fing. Hickersberger, der 1978 zur noch heute in Österreich verehrten WM-Mannschaft gehörte, verbindet eine seltsame Beziehung mit dem Nationalteam. Als jüngster Nationalcoach Österreichs und ohne bedeutende Trainererfahrung schaffte er die Qualifikation für die WM 1990, musste aber kurz darauf wegen der historischen 0:1-Niederlage gegen die Färöer seinen Hut nehmen.

Josef Hickersberger. - geboren am 27. April in Amstetten, Niederösterreich.

Karriere als Trainer. 1987: U21-Team von Österreich. 1987 bis 1990: Österreich. 1991: Fortuna Düsseldorf (De). 1993/94: Austria Wien. 1995 bis 1997: Al Ahli (Bahrain). 1996: Bahrain. 1996 bis 2002: Klubtrainer bei diversen Vereinen (Ägypten und Naher Osten). 2002 bis 2005: Rapid Wien. Seit 2006: Österreich. - Erfolge: WM-Teilnahme 1990. 2005 österreichischer Meister. 1994 österreichischer Cupsieger.

Karriere als Spieler (Mittelfeld). 1966 bis 1972: Austria Wien. 1972 bis 1976: Kickers Offenbach (De). 1976 bis 1978: Fortuna Düsseldorf (De). 1978 bis 1980: SSW Innsbruck. 1980 bis 1982: Rapid Wien. 1983/84: Badener AC (De). 1984 bis 1986: UFC Pama. 1986: Forchtenstein. - Erfolge: WM-Teilnahme 1978. 3mal österreichischer Meister (1969, 1970 und 1982). 3mal österreichischer Cupsieger (1967, 1971 und 1979). 39 Länderspiele (WM-Teilnahme 1978), 5 Tore.

Joachim Löw: Aus dem Windschatten von Klinsmann

Für Joachim Löw wird die EM zur Nagelprobe. Der 48-Jährige muss sich erstmals bei einer Endrunde als Chef beweisen, nachdem er vor zwei Jahren bei der WM noch Assistent von Jürgen Klinsmann war. Sein Beitrag zum «Sommermächen 2006» mit dem dritten Platz der Deutschen wurde immer hoch eingeschätzt und war hauptverantwotlich dafür, dass er die Nachfolge von Klinsmann antreten durfte. Sein Leistungsausweis als Spieler ist genauso bescheiden wie derjenige als Klubtrainer (Österreichischer Meister und deutscher Cupsieger). Dennoch ist Löw, der seine Karriere als Coach bei den D-Junioren von Winterthur begann, unumstritten: Er startete mit vier Siegen in sein 2006 angetretenes Amt und schaffte die EM-Qualifikation problemlos.

Joachim Löw. - geboren am 3. Februar 1960 in Schönau im Schwarzwald.

Karriere als Trainer. 1994: Winterthur (D-Junioren). 1994 bis 1995: Frauenfeld (Sz/1. Liga/Spielertrainer). 1995 bis 1996: Stuttgart (Assistent von Rolf Fringer). 1996 bis 1998: Stuttgart (Cheftrainer). 1998/99: Fenerbahce Istanbul. 1999/2000: Karlsruhe. 2001: Adanaspor. 2001/02: Tirol Innsbruck. 2003/04: Austria Wien. 2004 bis 2006: Co-Trainer Deutschland. Seit 2006: Deutschland (Bundestrainer). - Erfolge: WM-Halbfinal 2006. 1997 deutscher Cupsieger. 1998 Finalist Europacup der Cupsieger (Niederlage gegen Chelsea). 2002 österreichischer Meister.

Karriere als Spieler (Stürmer). 1978 bis 1980: SC Freiburg. 1980/81: Stuttgart. 1981/82: Eintracht Frankfurt. 1982 bis 1984: SC Freiburg. 1984/85: Karlsruhe. 1985 bis 1989: SC Freiburg. 1989 bis 1992: FC Schaffhausen. 1992 bis 1994: Winterthur. 1994 bis 1995: Frauenfeld. - 52 Bundesligaspiele (7 Tore) und 252 Einsätze in der 2. Bundesliga (81 Tore).

Slaven Bilic: 98er-Held als Glücksgriff

Es ist noch nicht allzu lange her, da stand Slaven Bilic noch selber auf dem Platz. Erst 2001 beendete der WM-Dritte von 1998 seine Spielerkarriere. Nach zwei Jahren als U21-Nationalcoach konnte er 2006 mit einem Minimum an Trainererfahrung die A-Equipe übernehmen. Bisher ist Bilic, einst ein gefürchteter und kopfballstarker Verteidiger, ein Glücksgriff. Die EM-Qualifikaton schaffte er mit seinem Team um die beiden kroatisch-schweizerischen Doppelbürger Mladen Petric und Ivan Rakitic mit Bravour. Spätestens aber seit den Kroaten das Kunststück gelang, England mit einem Sieg im Wembley aus der EURO zu kicken, ist Bilic´ Trainerkarriere lanciert.

Slaven Bilic. - geboren am 11. September 1968 in Split.

Karriere als Trainer. 2004 bis 2006: U21 von Kroatien. Seit 2006: Kroatien (A-Nationalmannschaft).

Karriere als Spieler. 1987 bis 1993: Hajduk Split. 1993 bis 1996: Karlsruhe (De). 1996/97: West Ham (Eng). 1997 bis 2000: Everton (Eng). 2000/01: Hajduk Split. - Erfolge: WM-Dritter 1998. 2mal kroatischer Meister (1992 und 2001). 1993 kroatischer Cupsieger. 43 Länderspiele mit Kroatien (3 Tore).

Leo Beenhakker: Drei Jahrzehnte Fussballwissen

Leo Beenhakker ist einer der wenigen erfogreichen Coaches, die nie Profispieler waren. Nach Stationen bei kleineren holländischen Vereinen gelang dem heute 64-Jährigen der Druchbruch bei Ajax Amsterdam, wo er 1976 zunächst das berühmte Juniorenzentrum leitete, bevor er zum Chefcoach avancierte. Weitere Stationen seiner eindrücklichen, über drei Jahrzehnte langen Laufbahn waren unter anderem Real Madrid, Feyenoord Rotterdam und die holländische Nationalmannschaft. In der Saison 1992/93 trainierte er auch die Grasshoppers, allerdings ohne Erfolg. Nationalcoach war Beenhakker, der je dreimal spanischer und holländischer Meister war, bereits in Holland (zweimal), Saudi Arabien, Trinidad und Tobago sowie jetzt als erster Ausländer in Polen.

Leo Beenhakker. - geboren am 2. August 1942 in Rotterdam.

Karriere als Trainer. 1979 bis 1981: Ajax Amsterdam. 1981 bis 1984: Real Saragossa (Sp). 1985: Volendam. 1985: Holland. 1986 bis 1989: Real Madrid (Sp). 1989 bis 1991: Ajax Amsterdam. 1990: Holland. 1991/92: Real Madrid (Sp). 1992/93: Grasshoppers (Sz). 1993/94: Saudi Arabien. 1994/95: Club America (Mex). 1995/96: Istanbulspor (Tür). 1996: Chivas Guadalajara (Mex). 1996/97: Vitesse Arnheim. 1997 bis 2000: Feyenoord Rotterdam. 2000 bis 2003: Ajax Amsterdam. 2003/04: Club America. 2004/05: De Graafschap. 2005/06: Trinidad und Tobago. Seit 2006: Polen. - Erfolge: WM-Achtelfinal 1990. WM-Teilnahme 2006. 3mal holländischer Meister (1980, 1990 und 1999). 3mal spanischer Meister (1987, 1988 und 1989). 1989 spanischer Cupsieger. - Beenhakker war nie Profispieler.

(rr/Si)

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