EURO 2008: Trainerportraits der Gruppe D
publiziert: Dienstag, 27. Mai 2008 / 13:40 Uhr

Die Trainer der EM-Teilnehmer im Überblick. In der Gruppe D spielen Griechenland (mit Otto Rehhagel), Russland (mit Guus Hiddink), Schweden (mit Lars Lagerbäck) und Spanien (mit Luis Aragones).

Kann Otto Rehhagel den Titel verteidigen?
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Otto Rehhagel: Deutscher König der Griechen

Der jetzige, neue Status der griechischen Nationalmannschaft ist unzertrennlich mit dem Namen Otto Rehhagel verbunden. Der 1938 in Essen geboren Deutsche führte Griechenland 2004 völlig überraschend zum EM-Titel und schaffte mit der Mannschaft nach zögerlichem Start auch die Qualifikation für die EURO 2008 souverän. Das Verpassen der WM 2006 tat seiner Popularität in Griechenland keinen Abbruch. Der in Deutschland wegen seiner zahlreichen Erfolge im Klubfussball «König Otto» genannte Rehhagel ist auch in seiner Wahlheimat zum Monarchen avanciert. In der Bundesliga ist er mit 820 Spielen weiterhin mit grossem Abstand Rekordtrainer; in Griechenland ist er mittlerweilen so lange Nationalcoach wie keiner vor ihm. Dabei hatte Rehhagels erstes Engagement als Nationaltrainer 2001 mit einem 1:5 gegen Finnland denkbar schlecht begonnen.

Karriere als Trainer. 1974/75: Kickers Offenbach. 1976: Werder Bremen. 1976 bis 1978: Dortmund. 1978/79: Arminia Bielefeld. 1979/1980: Fortuna Düsseldorf. 1981 bis 1995: Werder Bremen. 1995/1996: Bayern München. 1996 bis 2000: Kaiserslautern. Seit 2001: Griechenland. - Erfolge: Europameister 2004. Europacup-Sieger der Cupsieger 1992. 3mal deutscher Meister (1988, 1993, 1998). 3mal deutscher Cupsieger (1980, 1991, 1994). Grieche das Jahres 2004.

Karriere als Spieler (Verteidiger). 1960 bis 1963: RW Essen. 1963 bis 1966: Hertha Berlin. 1966 bis 1972: Kaiserslautern. - Erfolge: Cupfinalist 1972.

Guus Hiddink: Der Endrunden-Experte

Zum fünften Mal wird Guus Hiddink eine Nationalmannschaft bei einer Endrunde betreuen. Längst geniesst er unter den nationalen Verbänden den Ruf eines Erfolgsgaranten. Der 51-Jährige führte Holland zur EM 1996 und zur WM 1998. 2002 schaffte er mit Südkorea den Halbfinal-Einzug, und 2006 scheiterte er mit Australien im Achtelfinal erst in letzter Minute am späteren Weltmeister Italien. Nun soll er Russland in neue Sphären bringen, den erste Schritt dazu hat er mit der erfolgreichen Qualifikation (in einer Gruppe mit u.a. Kroatien und England) getan. Auch im Klubfussball arbeitete Hiddink erfolgreich, wie ein Meistercup-Sieg und sechs Meisterttitel mit dem PSV Eindhoven beweisen.

Guus Hiddink. - geboren am 8. November 1946 in Varseveld.

Karriere als Trainer. 1987 bis 1990: PSV Eindhoven. 1990/91: Fenerbahce Istanbul (Tür). 1991 bis 1993: Valencia (Sp). 1995 bis 1998: Holland. 1998/99: Real Madrid. 2000: Betis Sevilla. 2001 bis 2002: Südkorea. 2002 bis 2006: PSV Eindhoven. 2006: Australien. Seit 2006: Russland. - Erfolge: WM-Vierter 1998 und 2002. WM-Teilnahme 2006. EM-Teilnahme 1996. Meistercup-Sieger 1988. 6mal holländischer Meister (1988, 1989, 1990, 2003, 2005, 2006). 4mal holländischer Cupsieger (1988, 1989, 1990, 2005).

Karriere als Spieler (Mittelfeld). 1867 bis 1970: De Graafschap. 1970 bis 1972: PSV Eindhoven. 1972 bis 1976: De Graafschap. 1976/77: Washington Diplomates und San José Earthquakes (USA). 1978 bis 1981: Nijmegen. 1981/82: De Graafschap.

Lars Lagerbäck: Vom Aufsteiger zum Dauerbrenner

Lars Lagerbäck ist ein Dauerbrenner unter den Nationalcoaches. Seit 1998 steht der frühere Amateurspieler für die A-Nationalmannschaft an der Seitenlinie, zunächst als Assistent von Tommy Söderberg, dann als gleichgestellter Entscheidungsträger und seit 2004 als alleiniger Nationalcoach. Die Erfolge lassen sich sehen: Schweden verpasste mit Lagerbäck keine Endrunde. Die Turniere selbst verliefen allerdings ohne Höhenflüge. Vor allem der WM-Auftritt vor zwei Jahren mit dem Achtelfinal-Out gegen Gastgeber Deutschland wurde in Schweden nicht goutiert. Auf die Rücktrittsforderungen aus der Öffentlichkeit ging der bald 50-Jährige, der seit 1990 für den schwedischen Verband tätig ist, nicht ein.

Lars Lagerbäck. - geboren am 16. Juli 1948 in Katrineholm.

Karriere als Trainer. 1977 bis 1990: Trainer bie unterklassigen, schwedischen Vereinen. 1990 bis 1995: Juniorencoach beim schwedischen Verband. 1996/97: B-Nationalmannschaft von schweden. Seit 1998: Schweden (zunächst als Assistent, ab 2000 als Nationalcoach). - Erfolge: EM-Teilnahme 2000 und 2004. WM-Teilnahme 2002 und 2006. - Als Spieler kam Lagerbäck zu Einsätzen in der dritthöchsten schwedischen Liga.

Luis Aragones: Ein Titel vor dem Abschied?

Wie viele seiner Kollegen ist Luis Aragones nicht unumstritten. Der gebürtige Madrilene geriet seit seiner Amtsübernahme 2004 aber nicht in erster Linie wegen enttäuschender Resultate in die Kritik, sondern wegen seines unkontrollierten Mundwerks. Den grössten Aussetzer leistete sich Aragones 2004, als er Frankreichs schwarzhäutigen Stürmer Thierry Henry einen «Scheiss-Neger» nannte. Die Qualifikation für das Turnier in der Schweiz und Österreich schaffte Spanien nach einem mühevollen Start noch sicher. Die erste Endrunden-Teilnahme unter Aragones endete aber vor zwei Jahren für Spanien wie meistens mit einer Enttäuschung: Nach überzeugenden Auftritten in der Gruppenphase scheiterte das hochkarätig besetzte Team bereits im Achtelfinal an Frankreich. Nach der EM-Endrunde wird der als Spieler vor allem für seine Freistösse gefürchtete Aaragones sein Amt ablegen.

Luis Aragones. - geboren am 28. Juli 1938 in Madrid.

Karriere als Trainer. 1974 bis 1980: Atletico Madrid. 1981/82: Betis Sevilla. 1982 bis 1987: Atletico Madrid. 1987/88: FC Barcelona. 1990/91: Espanyol Barcelona. 1991 bis 1993: Atletico Madrid. 1993 bis 1995: FC Sevilla. 1995 bis 1997: Valencia. 1997/98: Betis Sevilla. 1999/2000: Real Oviedo. 2000/01: Mallorca. 2002/03: Atletico Madrid. 2003/04: Mallorca. Seit 2004: Spanien. - Erfolge: WM-Teilnahme 2006. Spanischer Meister 1977. 4mal spanischer Cupsieger (1976, 1985, 1988, 1992). Weltcup-Sieger 1974.

Karriere als Spieler (Stürmer). 1957/58: Getafe. 1958/59: Huelva. 1959/60: Hercules. 1960: Real Madrid Castilla. 1960/61: Real Oviedo. 1961 bis 1964: Betis Sevilla. 1964 bis 1974: Atletico Madrid. - Erfolge: Meistercup-Finalist 1974. 3mal spanischer Meister (1966, 1970, 1973). 2mal spanischer Cupsieger (1965, 1972). Torschützenkönig in Spanien 1969. 11 Länderspiele (3 Tore).

(rr/Si)

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