Champions League
Eine Gala zur rechten Zeit
publiziert: Dienstag, 12. Mrz 2013 / 22:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Mrz 2013 / 23:59 Uhr
Lionel Messi in einem Wald von Beinen: Trotzdem schiesst er das Tor zum 1:0.
Lionel Messi in einem Wald von Beinen: Trotzdem schiesst er das Tor zum 1:0.

Der FC Barcelona zog trotz 0:2-Handicap aus dem Hinspiel in die Viertelfinals der Champions League ein. Der Titelfavorit setzte sich vor eigenem Anhang und nach einem begeisternden Auftritt mit 4:0 gegen die AC Milan durch.

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Der FC Barcelona zeigte wieder einmal, weshalb er eine Ausnahmemannschaft ist. Die Katalanen schafften es Ballsicherheit, Aggressivität und Zielstrebigkeit zu vereinen - und sie konnten sich auf ihren Ausnahmespieler Lionel Messi verlassen. Der Argentinier brachte sein Team nach fünf Minuten in Führung und doppelte sechs Minuten vor der Pause nach. Den dritten Treffer steuerte David Villa nach einem exzellenten Zuspiel von Xavi bei.

Nach 55 Minuten hatte Barça den Fehltritt in Mailand bereits mehr als wettgemacht. Daraufhin kontrollierte es die Partie gegen einen nun selbstredend offensiveren Gegner mehr oder weniger ohne Probleme. Die AC Milan, die sich mit einem Tor wieder in die Poleposition gebracht hätte, kam aber trotz der Alles-oder-Nichts-Taktik dem rettenden Auswärtstreffer nur selten nahe. In der 82. Minute konnte der eingewechselte Robinho aus guter Position schiessen. Sein Abschluss wurde aber geblockt. Das Schlusswort gehörte so sinnigerweise den Spaniern. Jordi Alba schoss nach einem Konter das 4:0.

Der FC Barcelona benötigte keine Anlaufzeit für seinen Sturmlauf. Dass die Spanier den Ball mehrheitlich in ihren Reihen haben, ist nicht nur im heimischen Camp Nou Fussballgesetz. 66 Prozent Ballbesitz wie gestern Abend ist keine Seltenheit, doch was die Mehrheit der 98'000 Zuschauer im Stadion erfreute, war die Zielstrebigkeit, mit welcher der Leader der spanischen Meisterschaft agierte. Die Gemütlichkeit aus dem Hinspiel hatte Barça abgelegt. Es war keine monotone Dominanz, die Pässe wurden geschlagen, um etwas zu bewirken. Bei Ballverlust betrieb die Mannschaft von Jordi Roura, der auch gestern den kranken Tito Vilanova als Chefcoach vertrat, ein aufwendiges Pressing.

Messi im Mittelpunkt

Mit diesem entschlossenen Auftreten schaffte der FC Barcelona, was ihm in Mailand so gut wie nie gelungen war: Er spielte die Defensive der Rossoneri immer wieder aus, kam zu diversen gefährlichen Abschlüssen. Meistens war Messi im Mittelpunkt. Der Argentinier, im Hinspiel noch nahezu wirkungslos, rieb sich nicht im Mittelfeld auf, sondern lauerte rund um den gegnerischen Strafraum auf die Bälle. Nach fünf Minuten ermöglichte ein Doppelpass mit Xavi, den Abschluss von der Strafraumgrenze. Mit einem wunderschönen Schlenzer überwand er Milans Keeper Christian Abbiati ein erstes Mal. In der 39. Minute sorgte er mit einem Flachschuss für den nächsten Coup. Es war der 51. Treffer des Weltfussballers in dieser Saison für Barcelona und der 58. in der Champions League.

Der Druck auf das Tor von Milan wurde konstant hoch gehalten. Angetrieben vom starken Xavi kontrollierte der FC Barcelona das Mittelfeld. Alle Stärken des technisch überragenden Ensembles kamen zur Geltung, auch weil jeder Spieler in kämpferischer Hinsicht das Maximum gab. Barcelona machte den entschlosseneren und sebstbewussteren Eindruck. Da fiel nicht weiter ins Gewicht, dass die Verteidigung einige Aussetzer hatte, die ohne Konsequenzen blieben.

Milan konnte nicht mehr in gleichem Mass dagegenhalten wie im Hinspiel. Die Italiener standen kompakt, verteidigten bis lange Zeit mit acht, neun Feldspielern. Aber zu selten konnte die Passmaschinerie der Spanier gestoppt und der Verteidigung eine Verschnaufpause ermöglicht werden. In der Vorwärtsbewegung leisteten sie sich zu viele Ballverluste, etwa unmittelbar vor dem 0:2, als Captain Massimo Ambrosini in der eigenen Platzhälfte gestoppt wurde, und prompt den schnellen Gegenangriff ermöglichte.

Schwung durch frühes Gegentor

Nichts verlief im Sinne der Gastgeber. Das frühe Gegentor verlieh dem FC Barcelona Flügel, während Milan ab diesem Moment schon fast ohne Sicherheitsnetz agierte. Etwas gar früh war ein Teil des Vorteils verspielt und die Überlegenheit von Messi und Co. war derart, dass ein positiver Ausgang wohl selbst für die Spieler des siebenfachen Champions-League-Sieger schwer vorstellbar war. Es hätte eine gute Portion Glück oder Effizienz gebraucht, um aus diesem Duell als Sieger hervorzugehen. Die beste Möglichkeit auf einen Treffer vergab M'Baye Niang, der Ersatz für den verletzten Giampaolo Pazzini in der Sturmspitze, Sekunden vor dem 0:2. Der französische Teenager lief alleine Richtung gegnerisches Tor, sah seinen Schuss aber vom Pfosten abprallen.

Wie im letzten Jahr scheiterte Milan damit an Barcelona. Es war aber gestern eine Pleite, die deutlich mehr schmerzte, weil die Ausgangslage vor dem Gang ins Camp Nou nahezu perfekt gewesen war, und sie weckte Erinnerungen an ein anderes Auswärtsspiel in Spanien. 2004 war Milan nach einem 4:1-Heimsieg im Viertelfinal noch an La Coruña gescheitert. Auch damals hatten die Italiener auswärts 0:4 verloren.

FC Barcelona - AC Milan 4:0 (2:0)
Camp Nou. - 98'000 Zuschauer. - SR Kassai (Un). - Tore: 5. Messi 1:0. 39. Messi 2:0. 55. Villa 3:0. 92. Jordi Alba 4:0.

Barcelona: Victor Valdes; Dani Alves, Piqué, Mascherano (77. Puyol), Jordi Alba; Busquets; Xavi, Iniesta; Pedro (83. Adriano), Messi, Villa (74. Sanchez).

Milan: Abbiati; Abate, Mexès, Zapata, Constant; Montolivo, Ambrosini (60. Muntari), Flamini (74. Bojan); Boateng, El Shaarawy; Niang (60. Robinho).

Bemerkungen: Barcelona ohne Bartra (verletzt). Milan ohne Balotelli, Pazzini, De Jong (beide verletzt). 13. Abbiati lenkt Schuss von Iniesta an die Latte. 38. Niang trifft den Pfosten. Verwarnungen: 22. Boateng (Foul). 41. Pedro (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 45. Flamini (Foul). 54. Mexès (Foul).

(fest/Si)

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