FC Basel nach Kanterniederlage in Porto out
Eine diskussionslose Derniere
publiziert: Dienstag, 10. Mrz 2015 / 22:46 Uhr

Basels Champions-League-Höhenflug ist zu Ende. In Porto erlitt der im Achtelfinal-Rückspiel ausnahmslos chancenlose und teils demaskierte Schweizer Meister eine 0:4-Niederlage.

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In der Aufarbeitung des diskussionslosen Ausscheidens wird beim krassen Aussenseiter der Bezug zur Realität überwiegen. Knapp drei Wochen nach dem 1:1 im St.-Jakob-Park war er empfindlich weit von einer wundersamen Viertelfinal-Qualifikation entfernt. Der von einigen Anhängern erträumte Effort stand in der einseitigen Partie nie ernsthaft zur Debatte, nicht einmal eine Ehrenmeldung in Form eines erträglichen Resultats gestand Porto der mit Abstand besten Schweizer Fussball-Organisation zu.

Spätestens als der mexikanische Olympiasieger Hector Herrera unmittelbar nach der Pause Tomas Vaclik mit einem präzisen Weitschuss ein zweites Mal düpierte, stand keine weitere Basler CL-Sternstunde mehr zur Debatte. Stattdessen bahnte sich in der prickelnden südländischen Atmosphäre eine höchst ungemütliche Fortsetzung an.

Während ein paar Momenten verlor der Gast die Orientierung vollends. Und Porto drosselte das Tempo ganz nach dem Gusto des anspruchsvollen Publikums nicht. Eine energische Reaktion Basels blieb aus, derweil die aufgeputschten Einheimischen nachlegten - wieder mit einer Standardvariante, Vaclik setzte erneut vergeblich zum Hechtsprung an.

In der Folge blieb dem Schweizer Serienmeister nur noch die Rolle des Statisten. Portos Monolog war zu keinem Zeitpunkt mehr einzudämmen. In den letzten Minuten einer lange überzeugenden Kampagne hatte der FCB primär zu leiden. Nach dem 4:0 Aboubakars kamen gar Erinnerungen an den Münchner Absturz vor drei Jahren auf.

Keine Umklammerung in der Startphase

Den Fehler, von Beginn weg nur die eigene Zone abzuschirmen, begingen die Bebbi im Prinzip nicht. Eine Umklammerung wie in weiten Teilen des Hinspiels fand in der Startphase jedenfalls nicht statt. Porto stiess auf mehr Widerstand und stoppte sich vereinzelt mit unpräzisen Pässen selber - zur Erleichterung der über 43'000 Zuschauer allerdings nur temporär.

Aufzuhalten war der Favorit nicht, weil er trotz robuster Gegenwehr früh den gewünschten Vorteil erzwang. Eine kleine Unachtsamkeit Basels genügte bereits, um in Schwierigkeiten zu geraten. Zwei Zuspiele und ein Foul Samuels später zirkelte Yacine Brahimi einen Freistoss am regungslosen FCB-Keeper Vaclik vorbei.

Nicht nur in jener Szene demonstrierte der brillante algerische Künstler, mit fünf CL-Toren neben dem verletzten Topskorer Jackson Martinez die prägende Figur in der Offensive der multinationalen Auswahl Portos, weshalb sich in absehbarer Zeit die erste spanische Garnitur für ihn interessieren dürfte.

Der Tiefpunkt zum Schluss

Im März vor drei Jahren hatte der FCB sich in München auf gleicher Stufe noch krasser vorführen und schonungsloser demütigen lassen. Im Vergleich zu jener 0:7-Demontage fiel der Schlussakt der aktuellen Kampagne nur um Nuancen moderater aus. Der Basler Vorhang fiel im letzten Akt ein weiteres Mal ziemlich rasant.

Es war dennoch kein Abschied, der nun gleich alles überschatten wird. Im 46. CL-Spiel seiner Vereinsgeschichte stemmte sich der FCB während 45 passabel gegen die Gala des wesentlich höher taxierten Kontrahenten, auch wenn er in der entscheidenden Phase unaufhaltsam abtauchte. Dem Vergleich mit dem international reputiertesten und erfolgreichsten Klub Portugals hielt er unter erschwerten Bedingungen nicht mehr stand.

Das unvorteilhafte Ergebnis im zweiten Achtelfinal der Basler CL-Ära belastet die europäische Bilanz von Sousas Auswahl indes nur teilweise. Während Monaten hatte sie überaus positive Schlagzeilen produziert und ein internationales Stehvermögen offenbart, das derzeit kein anderer Schweizer Vertreter auch nur ansatzweise zu bieten hat. Mit Liverpool schalteten die Bebbi einen englischen Giganten aus, der gemäss den Analysten der Wirtschaftsprüfungs-Agentur Deloitte im vergangenen Geschäftsjahr über 383 Millionen Franken umsetzte.

Porto, mit 19 CL-Saisons neben ManU und Real Rekordteilnehmer, war letztlich wie befürchtet mindestens eine Nummer zu gross. Überraschend ist diese bittere Erkenntnis nicht. Der hoch dekorierte frühere Champions-League-Sieger gehört zur erweiterten europäischen Spitze. Der FCP pflegt den Anspruch, jedes Jahr die Knock-out-Phase der Eliteklasse zu erreichen. Sein Umfeld wertet erst eine Viertelfinal-Qualifikation als

Und Portos Hoffnungsträger sind begehrt. Für die Besten der Equipe interessieren sich Barcelona, Real oder die Prominenz der Premier League. Experten gehen davon aus, dass im kommenden Sommer Transferdeals in der Höhe von rund 100 Millionen Franken anstehen - das entspricht ungefähr dem Jahresumsatz Basels.

FC Porto - Basel 4:0 (1:0)
43'108 Zuschauer. - SR Eriksson (Sd). - Tore: 14. Brahimi (Freistoss) 1:0. 47. Herrera 2:0. 56. Casemiro 3:0. 76. Aboubakar 4:0.

Porto: Fabiano; Danilo (22. Martins Indi), Maicon, Marcano, Alex Sandro; Herrera, Casemiro, Evandro (79. Quaresma); Tello, Aboubakar, Brahimi (74. Ruben Neves).

Basel: Vaclik; Xhaka, Schär (58. Embolo), Samuel, Safari; Frei (63. Kakitani), Elneny; Gonzalez, Zuffi, Gashi (77. Callà); Streller.

Bemerkungen: Porto ohne Martinez (verletzt), FCB ohne Suchy (gesperrt), Delgado (krank) und Ivanov (rekonvaleszent). 19. Danilo nach einem schweren Zusammenstoss mit Fabiano verletzt ausgeschieden. 92. Gelb-rote Karte gegen Samuel (Unsportlichkeit). Verwarnungen: 30. Gashi (Foul), 38. Gonzalez (Foul), 49. Samuel (Foul), 55. Marcano (Foul), 55. Safari (Unsportlichkeit).

(fest/Si)

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