Eröffnungsspiel und Captain Frei verloren
publiziert: Sonntag, 8. Jun 2008 / 00:00 Uhr

Bitterer hätte der EURO-Auftakt für die Schweiz nicht enden können. Sie verlor nach überlegen geführtem Spiel gegen Tschechien 0:1; Vaclav Sverkos entschied die Startpartie (70.). Noch vor dem Seitenwechsel schied Captain und Topskorer Alex Frei mit einer schweren Knieverletzung aus.

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Nach dem Foul von Zdenek Grygera war Freis Reaktion anzumerken, dass er sich ernsthaft verletzt hatte. Weinend verliess er den Platz und humpelte wenig später mit einer dicken Bandage ums linke Knie in die Garderobe. Der Captain hatte bis zu seiner Verletzung mehrere Chancen, das Heimteam in Führung zu bringen.

Schon nach zwei Minuten verzog er nur knapp. In der 20. Minute tauchte er nach einem langen Ball alleine vor Petr Cech auf, doch der Chelsea-Keeper schloss seine Beine reaktionsschnell. Und der tschechische Goalie war auch auf dem Posten, als Frei aus rund 30 Metern abzog.

Just als Frei an Krücken zur Ersatzbank zurückgehumpelt war, fiel der Treffer der Tschechen.

Nach einem Corner brachten die Schweizer den Ball nicht entscheidend aus der Gefahrenzone, und als die Situation doch bereinigt schien, köpfelte Grygera den Ball wieder in den Strafraum, wo zwar ein Tscheche im Offside stand -- nicht aber Sverkos. Der Topskorer der tschechischen Liga setzte sich gegen Ludovic Magnin und Stephan Lichtsteiner durch und traf mit dem Aussenrist gegen Diego Benaglio.

Grosse Chancen

Auch ohne Frei kamen die Schweizer zu grossen Chancen. Barnetta drosch eine Flanke von Lichtsteiner weit übers Tor (62.). Hakan Yakin, der für Frei ins Spiel gekommen war, setzte einen Kopfball -- abermals kam die Flanke vom starken Lichtsteiner -- neben das Tor (66.). Und Johan Vonlanthen knallte zehn Minuten vor Schluss den Ball an die Lattenunterkante (80.). Nach einem Schuss Barnettas hatte Cech den Ball nur abprallen lassen.

Vonlanthen: «Ich war etwas überrascht, dass der Ball zu mir kam.» Wie die anderen Schweizer hatte er eben einen Handspenalty reklamiert. Tomas Ujalusi war der Ball nach einem Kopfball an die aufgestreckte Hand gesprungen; Schiedsrichter Roberto Rosetti wertete die Situation jedoch nicht als Vergehen.

Mut der Verzweiflung

In der Schlussphase warfen die Schweizer mit dem Mute der Verzweiflung alles in die Offensive. Sie gestanden dem Gegner kaum Chancen zu, fanden jedoch gegen die nach dem Führungstreffer noch defensiver stehenden Tschechen kein Durchkommen.

Dass Kuhn ausgerechnet das starke Duo auf der rechten Seite vorzeitig vom Feld beorderte und Vonlanthen (für Stephan Lichtsteiner) sowie Eren Derdiyok (für Valon Behrami) in die Partie schickte, brachte keinen Erfolg.

Der FCB-Stürmer stand schon vor der Pause als Remplacent für Frei bereit, doch pfiff Rosetti vor dem Wechsel die erste Halbzeit ab. In der Kabine entschied sich die Schweizer Trainercrew dann um und brachte für den unglücklichen Captain Yakin ins Spiel.

Schweiz - Tschechien 0:1 (0:0)
St.-Jakob-Park. - 39'730 Zuschauer. - SR Rosetti (It). - Tor: 70. Sverkos 0:1.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner (75. Vonlanthen), Müller, Senderos, Magnin; Behrami (83. Derdiyok), Inler, Fernandes, Barnetta; Frei (46. Yakin), Streller.

Tschechien: Cech; Grygera, Ujfalusi, Rozehnal, Jankulovski; Polak, Galasek; Sionko (83. Vlcek), Jarolim (87. Kovac), Plasil; Koller (57. Sverkos).

Bemerkungen: Tschechien ohne Pospech (krank). 42. Frei verletzt ausgeschieden (Knie). -- Verwarnungen: 59. Magnin (Foul), 76. Vonlanthen (Foul), 92. Barnetta (Foul).

(Sascha Rhyner, Basel/Si)

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die schweizer haben super gespielt und sie werden es auch ohne alex frei schaffen.
einer für alle und alle für einen. es geht alles wenn man will. kopf hoch jungs ihr habt es drauf. ihr schafft es viel glück.
 
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