Europa-League-Sieger 2011
Falcao köpft Porto ins Glück
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2011 / 22:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 27. Jun 2011 / 11:12 Uhr

Ein Tor von Topskorer Falcao kurz vor der Pause sicherte dem FC Porto den vierten grossen internationalen Titel der Vereinsgeschichte. Der Meister aus Portugal setzte sich im Final der Europa League in Dublin gegen Ligakonkurrent Sporting Braga ungefährdet 1:0 durch.

4 Meldungen im Zusammenhang
Mit dem Triumph in Dublin krönte der grosse Favorit FC Porto eine überragende Saison. Die «Dragões» beendeten die heimische Liga ungeschlagen und mit 84 von 90 möglichen Punkten. In der Europa League dominierte das Team in teilweise grandiosem Stil und erzielte allein in den Viertel- und Halbfinals 16 Tore. Trainer André Villas Boas, der Baumeister des Erfolges, setzte dabei einen Rekord. Mit 33 Jahren ist er, der zwischen 2002 und 2009 als Scout und Beobachter für José Mourinho arbeitete, der jüngste Coach, der einen europäischen Titel holte.

Aus einer Gruppe mit international weitgehend unbekannten Spielern ragt der smarte Trainer heraus. In seinem ersten Jahr als Trainer bei einem Spitzenklub bescherte er dem FC Porto den vierten grossen internationalen Titel nach zwei Triumphen im Meistercup (1987) und in der Champions League (2004) sowie dem Gewinn des UEFA-Cup (2003).

«Tormaschine» Falcao

Während Villas Boas an der Seitenlinie dirigierte, waren auf dem Rasen die Scheinwerfer vor allem auf Portos Kolumbier Falcao gerichtet. Der Topskorer aus Kolumbien schoss auf dem Weg in den Final der Europa League 16 Tore. Er war in der europäischen Saison häufiger erfolgreich als das gesamte Team von Sporting Braga (11). Es war daher nur logisch, dass der Südamerikaner auch in Dublin am Ursprung von Portos Sieg stand. Kurz vor der Pause lenkte er eine präzise Flanke von Mittelfeldspieler Guarin mit dem Kopf ins Tor. Dem Treffer war ein haarsträubender Fehlpass von Bragas Verteidiger Alberto Rodriguez vorangegangen.

Es brauchte diesen folgenschweren Aussetzer von Rodriguez, um das Resultat aus dem Gleichgewicht zu kippen. Um das Spiel von den taktischen Fesseln zu lösen. 45 Minuten lang rannte der FC Porto gegen eine Wand an. Braga trat zwar nominell mit drei Stürmern an, doch bei gegnerischem Ballbesitz - und das war fast immer der Fall - zogen sich sogleich acht Feldspieler des Aussenseiters hinter den Ball zurück. Und weil der FC Porto den Final gemächlich anging, entwickelte sich während der gesamten ersten Halbzeit kein flüssiges Spiel. Die lusitanische Fussballkunst war bestenfalls schemenhaft wahrzunehmen. Einzig Portos Stürmer Hulk deutete mit einzelnen Dribblings an, wozu gerade der Favorit eigentlich fähig wäre.

Zittern bis zum Schluss

Das zähe Ringen zog sich bis zum Ende hin. Porto löste, anders als zuvor in vielen Partien des Wettbewerbs, die Handbremse nicht. Braga wurde nach der Pause zwar mutiger und griff den Gegner weiter vorne an. Doch nachhaltig unter Druck setzen konnte der Aussenseiter den FC Porto nicht. Die beste Chance zum Ausgleich vergab der eingewechselte Mossoro kurz nach der Pause. Er verzog seinen Schuss aus günstiger Position jedoch.

Der FC Porto musste nicht um den Sieg fürchten. Die Abwehr um den viel umworbenen Rolando und Otamendi hatte das Geschehen jederzeit im Griff. Braga schien nicht an den Coup zu glauben. Der Rückstand von 38 Punkten auf Porto in der Liga hatte offenbar eine Blockade bewirkt, die auch die überraschenden Siege im Europacup gegen den FC Sevilla, Arsenal, Liverpool und Benfica Lissabon nicht hatten lösen können.

FC Porto - Sporting Braga 1:0 (1:0)
Aviva Stadium, Dublin. - 45'300 Zuschauer. - SR Velasco Carballo (Sp). - Tor: 44. Falcao 1:0.

FC Porto: Helton; Sapunaru, Rolando, Otamendi, Alvaro Pereira; Guarin (73. Belluschi), Fernando, João Moutinho; Hulk, Falcao, Varela (79. James Rodriguez).

Sporting Braga: Artur; Miguel Garcia, Paulão, Alberto Rodriguez (46. Kaka), Silvio; Custodio, Vandinho; Hugo Viana (46. Mossoro); Alan, Lima (66. Meyong), Paulo Cesar.

Bemerkungen: Porto ohne Fucile (verletzt), Braga ohne Ukra (verletzt). Verwarnungen: 24. Hugo Viana (Foul). 30. Silvio (Foul). 49. Sapunaru (Foul). 55. Miguel Garcia (Foul). 59. Mossoro (Reklamieren). 80. Kaka (Foul). 90. Helton (Spielverzögerung).

(pad/Si)

Kommentieren Sie jetzt diese fussball.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der Barfüsserplatz war gestern fest in Liverpooler Hand.
Der Barfüsserplatz war gestern fest in Liverpooler Hand.
Alles was bleibt sind Tonnen von Müll  Basel - Rund 8000 Fussballfans verfolgten das Europa League-Finalspiel am Mittwochabend in Basel gratis vor zwei Grossleinwänden auf dem Markt- und dem Claraplatz. Nach dem Match sammelte die Stadtreinigung 16 Tonnen Müll ein. mehr lesen 
Basel sieht rot  Basel - Die Basler Innerstadt hat sich am Mittwoch nach und nach in ein rotes Festgelände verwandelt: ... mehr lesen  
Schon am Morgen erschallten Fangesänge vom Hotelbalkon, und die Strassencafés füllten sich bereits vor Mittag deutlich.
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge und zum insgesamt fünften Mal die Europa League. Die Spanier setzen sich im Final im ... mehr lesen  
Basel sieht rot  Basel - Die Basler Innerstadt hat sich am Mittwoch nach und nach in ein rotes Festgelände verwandelt: Fans der Fussballclubs Sevilla und Liverpool - beide in rot - feierten vor und während des Europa League-Finals in Basel auf den Strassen. mehr lesen  
FUSSBALL: OFT GELESEN
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
News
     
Fussballschuhe sind Hightech-Produkte
Publinews Gute Fussballschuhe sind ein Must-Have für jeden Fussballer  Die Fussballschuhe sind unerlässlich zum Fussballspielen. Jeder Spieler braucht gute Fussballschuhe, trotzdem ... mehr lesen
Schweizer Flagge, Fussball
Publinews Fussballvereine unter Erfolgsdruck  Fussball ist ein Mannschaftssport mit einer grossen Fangemeinde - das ist allgemein bekannt. Seit nunmehr über 100 Jahren erfreut er sich einer beständigen ... mehr lesen
Grenzenlose Liebe und Treue für nicht irgendeinen Fussballverein, sondern den natürlich besten Klub der Welt.
Publinews Fan-Utensilien  Trikot, Schal und Fahne - Die Zeiten scheinen sich wohl nie zu ändern, in denen nicht das klassische Fanartikel-Trio eine ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Basel 7°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
St. Gallen 8°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Bern 7°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Luzern 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten