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Vertrag trotz unerreichten Ziele verlängert
Fredy Bickel bleibt YB-Sportchef
publiziert: Mittwoch, 13. Jan 2016 / 15:09 Uhr
Fredy Bickel will mit YB auf das Fundament aufbauen.
Fredy Bickel will mit YB auf das Fundament aufbauen.

Fredy Bickel erreicht als Sportchef die gesteckten Ziele mit den Young Boys nicht. Trotzdem wird sein Vertrag verlängert. Ein Ablaufdatum hat die erneuerte Zusammenarbeit nicht.

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Als Fredy Bickel im Spätherbst 2012 als Sportchef vom FC Zürich zu den Young Boys wechselte, war er sich sicher: «Spätestens 2016 wird YB einen Titel gewonnen haben.» Das Ziel war hochgesteckt für einen notorisch erfolglosen Verein wie die Young Boys. Der letzte Titel (Cupsieg) lag zu diesem Zeitpunkt ein Vierteljahrhundert zurück (1987).

Nun ist Bickels Frist abgelaufen - und YB wird 2016 keinen Titel gewonnen haben. In dieser Saison sind die Berner im Cup in den Achtelfinals ausgeschieden, im Europacup gleich zweimal in der Qualifikation (Champions League) beziehungsweise in den Playoffs (Europa League) gescheitert und in der Super League gegen den Leader FC Basel chancenlos und mit 15 Punkten Rückstand im Hintertreffen.

Viele Trainerwechsel

Sportlich sei nicht alles gut gelaufen in den letzten drei Jahren, gab denn auch Holding-Chef Hanspeter Kienberger zu. Dennoch ist er überzeugt, «dass wir uns auf einem guten Weg befinden.» Unter Bickel hat YB in etwas mehr als drei Jahren vier Trainer beschäftigt. Auf Martin Rueda folgte Bernard Challandes, dann holte Bickel von den Grasshoppers Uli Forte, der im vergangenen Spätsommer durch den Österreicher Adi Hütter ersetzt wurde. Wenigstens auf dem Posten des Sportchefs also wollen die Young Boys Kontinuität haben.

Ohnehin wehren sie sich in Bern dagegen, alles nur an (nicht) gewonnenen Titeln zu messen. Es sind denn wohl auch vor allem die weichen Faktoren, welche für eine weitere Zusammenarbeit mit Bickel gesprochen haben. «Fredy Bickel hat dafür gesorgt, dass die Strategie, eigene Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft einzubauen, konsequent umgesetzt wurde», sagte YB-Präsident Werner Müller.

Seit Bickels Ankunft in Bern haben sich Spieler wie Yvon Mvogo, Gregory Wüthrich, Florent Hadergjonaj, Leonardo Bertone oder Michael Frey (aktuell bei Lille) vom Nachwuchs- zum Stammspieler in der Super League entwickelt. Auch deshalb sagte Bickel nach der Vertragsverlängerung: «Wir haben ein Fundament gelegt, auf dem sich aufbauen lässt.»

(bg/Si)

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