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Fussball: Der Klassiker zum Neustart
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 19:30 Uhr

Die neu geschaffene Super League beginnt mit einem Spitzenspiel und einem Fussball-Klassiker: Basel gegen Zürich steht am Abend im Blickpunkt des Interesses. Der Cupsieger trifft auf den Transfersieger.

Zürich gegen Basel.
Zürich gegen Basel.
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Meister Grasshoppers startet gegen Neuchâtel Xamax, Servette gegen Wil, St. Gallen gegen die Young Boys und Thun gegen Aarau. Alle Spiele der neu gebildeten Zehnerliga beginnen im Sommer gemäss neuer Bestimmung von Swiss Soccer einheitlich um 19.30 Uhr.

Zusammen mit Österreich beginnt die Schweiz wie gewohnt als erste Spitzenliga ihren Meisterschaftsbetrieb. Bis zum 30. November werden 18 Runden gespielt. Die zweite Tranche mit wiederum 18 Partien erfolgt im Frühjahr 2004.

Die unterschiedlichen Ansprüche

Basel und Zürich wurden bisher je neunmal Meister. Beim FCZ liegt der letzte Erfolg allerdings länger zurück (1981) als beim FCB (2002). Vorgaben und Ansprüche sind diese Saison wie das Budget unterschiedlich. Der FCB hat sein starkes und bewährtes Kader bis auf Bernt Haas (England) und Carlos Varela (Aarau) erhalten können, erneut den Titel als Saisonziel vorgegeben und kann mit dem grössten Etat von 30 Millionen Franken am grosszügisten wirtschaften.

Der FCZ hat sein Budget offiziell um 1,8 auf 8,8 Millionen reduziert, seine Mannschaft aber mit zahlreichen Neuzuzügen und Hoffnungsträgern verstärkt. Mit dem neuen Trainer Lucien Favre und den neuen Leistungsträgern Augustine Simo, Artur Petrosjan, Remo Buess und André Muff herrscht auf dem Letzigrund wieder einmal Aufbruchstimmung. Der 3. Platz hinter den beiden Liga-Krösussen GC und Basel scheint auf Grund des aktuellen Kaders möglich. "In dieser Saison müssen wir ein starkes Team formen, damit wir im nächsten Jahr den Titel anvisieren können", erklärte der ehrgeizige Romand Lucien Favre bestimmt.

"Ich finde es gut, dass wir zum Start gleich nach Basel fahren müssen. Zweimal muss jeder Verein ja dahin. Am Mittwochabend wissen wir dann, wie es um uns steht und wie stark wir sind", meinte der neue FCZ-Verantwortliche zur schwierigen Startpartie.

"Wir streben den Startsieg und den Titel an", liess FCB-Trainer Christian Gross keine Zweifel offen. "Im Gegensatz zum letzten Jahr zählt für uns diesmal nur die nationale Meisterschaft. Sie hat absolute Priorität."

29 000 Tickets verkauft

28 974 Karten setzte der FCB bis Freitagmittag für das Start-Spitzenspiel gegen den FCZ ab, 25 000 Saisonkarten sind ohnehin bereits an den Mann oder die Frau gebracht worden. "Der FCZ hat sich geschickt verstärkt. Mit neuen Elementen kommt bestimmt neuer Schwung", meinte Gross, der im Startmatch auf Abwehrchef Murat Yakin (muskuläre Probleme) verzichten muss.

Bei Basel trainiert seit einigen Tagen auch Badile Lubamba mit. Bereits am vergangenen Freitag hat der zweifache Internationale den medizinischen Check beim FCB absolviert, bis Ende Woche hat der 27-jährige rechte Aussenverteidiger Zeit, sich für eine eventuelle Vertragsofferte zu empfehlen. Lubamba, dessen Arbeitsverhältnis bei Troyes per 30. Juni 2003 aufgelöst wurde, könnte den Abgang von Bernt Haas kompensieren. Doch Trainer Gross setzt auch grosse Hoffnungen in Philipp Degen, dem er heute gegen den FCZ von Anfang an vertraut.

FCB gegen FCZ zum 99. Mal

Basel gegen Zürich gilt als Fussball-Klassiker. 98-mal standen sich die beiden Klubs seit 1960 in der Spitzenklasse gegenüber; 37-mal siegte der FCB, 30-mal der FCZ, 31-mal endete das Duell unentschieden. Der letzte FCZ-Sieg im "Joggeli" liegt fast acht Jahre zurück; am 28. Oktober 1995 unterlag Basel den Zürchern nach Toren von Güntensperger, Gambino und Castillo (jetzt GC) mit 0:3. Bei den letzten 12 Gastauftritten kam Zürich nie mehr zum Erfolg.

von Peter Wyrsch

Der 1. Spieltag in der Super League

Basel - Zürich (letzte Saison: 5:3, 4:0 in der Qualifikation; 3:1, 2:1 in der Finalrunde)

Anspielzeit: Mittwoch, 19.30 Uhr. -- SR Leuba.

Abwesenheiten. Basel: Cantaluppi, Streller (beide gesperrt), Murat Yakin und Tum (beide verletzt), Ergic (krank), Hakan Yakin (fraglich, Adduktorenprobleme). Zürich: Nef, Yasar und Stanic (alle verletzt), Dal Santo (nicht spielberechtigt).

Bemerkungen: Basel muss auf Captain Murat Yakin verzichten (Bluterguss im Oberschenkel). Zwyssig und Quennoz werden die Innenverteidigung bilden. Smiljanic rückt auf die linke Aussenposition, da Atouba erst seit drei Tagen wieder beim FCB trainiert. Philipp Degen gelangt von Beginn weg zum Einsatz und ist nach Haas´ Wegzug (momentan?) die Nummer 1 als rechter Verteidiger. Torhüter Zuberbühler kommt zu seinem 300. NLA-Einsatz. Beim FCZ gelangen die Neuzuzüge Simo, Petrosjan, Buess und Muff sicher zum Einsatz. In der Vorsaison hat der FCB gegen den FCZ in vier Spielen das Punktemaximum geholt.

Grasshoppers - Neuchâtel Xamax (4:0, 5:1; 2:2, 1:0)

Anspielzeit: 19.30 Uhr. -- SR Nobs.

Abwesenheiten. GC: Tararache (gesperrt), Eduardo und Jaggy (beide verletzt), Chatruc (fraglich, Fitness?).

Bemerkungen: Der letzte Auswärtserfolg gegen GC gelang den Neuenburgern am 20. Mai 2000 in der Finalrunde (3:1). Von dieser Xamax-Equipe ist nur Zambaz noch dabei. Im letzten Heimspiel glich Baturina für den Meister zu Hause erst in der 91. Minute zum 2:2 aus. Der Mazedonier Mitreski dürfte den gesperrten Tararache ersetzen. Der bei St. Gallen ausgemusterte Gane hat sich in der Vorbereitung für einen Einsatz empfohlen. Neuchâtel Xamax hofft noch auf die Spielberechtigungen für den japanischen Junioren-Internationalen Naoki und den U19-Internationalen Xavier Marguerat.

Servette - Wil (1:1, 2:2; 1:0, 1:1)

Anspielzeit: 19.30 Uhr. -- SR Etter.

Abwesenheiten. Servette: Thurre und Fournier (beide verletzt), Zambrella (gesperrt), Obradovic (fraglich, Knöchelblessur) und Lombardo (fraglich, Trainingsrückstand). Wil: Callà (gesperrt), Dilaver (weilt zu Vertragsverhandlungen in der Türkei), Mordeku (noch ohne Spielbewilligung).

Bemerkungen: Unter dem neuen Trainer Marco Schällibaum unternimmt Servette einen Neubeginn. Mit neuer Moral soll das "Geheimziel" (Platz 4) erreicht werden. Londono bestreitet sein 300. NLA-Spiel. Wil hat im UI-Cup überrascht, Tilburg ausgeschaltet und hofft auf den Zuschlag des potenziellen neuen Investors Belanow aus der Ukraine. Die St. Galler haben gegen die Genfer noch nie gewonnen. Die Spielgenehmigung für ihren brasilianischen Stürmer Rogerio ist eingetroffen. Für den gesperrten Callà könnte Nushi erste Wahl sein.

St. Gallen - Young Boys (2:1, 2:1 in der Qualifikation)

Anspielzeit: 19.30 Uhr. -- SR Rogalla.

Abwesenheiten. St. Gallen: Imhof (mit Kanadas Nationalteam am Gold Cup in den USA), Maric und Marazzi (beide fraglich, Spielbewilligung fehlt). YB: Sermeter (gesperrt), Berisha, Bell und Patrick (alle verletzt).

Bemerkungen: Im Espenmoos kommt es zum 75. Aufeinandertreffen in der Spitzenklasse. Von bisher 33 Heimspielen verloren die Ostschweizer gegen die Berner nur acht, zuletzt am 22. November 1992 (2:4). St. Gallen hat sich unter Trainer Peischl total verändert. Viele neue Gesichter stecken im Kader. Einzig Rückkehrer Zellweger ist ein alt bekanntes. Der Verteidiger kehrt nach 20 Monaten aufs Espenmoos zurück. Neuzuzug Maric (Agno) dürfte Imhofs Part im defensiven Mittelfeld übernehmen, sofern die Spielberechtigung rechtzeitig eintrifft. Bei YB ist die Wahl des Torhüters noch umstritten. Wölfli oder Collaviti -- der neue Trainer Bidu Zaugg hat die Qual der Wahl.

Thun - Aarau (2:0, 0:2)

Anspielzeit: 19.30 Uhr. -- SR Busacca.

Abwesenheiten. Thun: Patrick Baumann (gesperrt). Aarau: Previtali (verletzt), Arnaud Bühler (noch nicht spielberechtigt).

Bemerkungen: In beiden Teams stecken nach kräftigem Umbau viele neue Akteure. Gerber, Dos Santos, Milicevic, Raimondi, Kulaksizoglu, Zanni und vor allem Torhüter Coltorti heissen die neuen Hoffnungsträger bei Thun, Varela, Christ, Gaspoz und Tcheutchoua bei Aarau. Trainer Alain Geiger erwägt auch eine Systemänderung (3-4-3 statt 4-4-2).

(bert/Si)

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