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Fussball: Der Traum von GC ist geplatzt
publiziert: Mittwoch, 27. Aug 2003 / 23:13 Uhr / aktualisiert: Freitag, 29. Aug 2003 / 13:12 Uhr

Der Traum der Grasshoppers von der Champions League wurde trotz turbulenter Schlussphase nicht Realität. Nach dem 1:3 beim AEK Athen im Qualifikationsrückspiel im Panathinaikos-Stadion müssen die Zürcher in den UEFA-Cup.

GCs Alexander Mitreski gegen Athens Mihalis Kapsis. (Bild: Archiv)
GCs Alexander Mitreski gegen Athens Mihalis Kapsis. (Bild: Archiv)
Nach 39 Minuten waren die GC-Hoffnungen genickt. Kopfballtore von Katsouranis (21.), Liberopoulos (25.) und ein Eigentor von Castillo brachten die Grasshoppers frühzeitig in erhebliche Rücklage.

Sie waren bis Richard Nunez´ Anschlusstor in der 68. Minute mit einem gefühlvollen Freistoss aus 25 Metern nie fähig, die punkto Ballsicherheit, Kombinationsspiel und Athletik krass überlegenen Griechen zu fordern, geschweige in Verlegenheit zu bringen oder sich Torchancen zu erarbeiten.

Doch nach Nunez zweitem Europacup-Tor in dieser Saison, der Urugayer steuerte schon das 1:0 im Hinspiel bei, rappelten sich die zuvor enttäuschenden Zürcher doch noch auf.

Zwar wurde Castillo in der 76. Minute nach einem Notbremsefoul an Okkas vom Platz gestellt, aber Neuzugang Liberopoulos verschoss den zu Recht geahndeten Foulpenalty fahrlässig.

Er rundetet damit das Bild ab, das die überheblichen Griechen in der zweiten Halbzeit abgaben, als sie Tempo und Rhythmus dermassen drosselten, dass sie den Schweizer Meister direkt einluden, nochmals ins Spiel zurückzukommen.

Und hätten nicht die eingewechselten Gane, Chatruc und Alfred in der Nachspielzeit knapp verfehlt oder verzogen, die Sensation der Grasshoppers am lauen Abend in Athen wäre sogar mit zehn Spielern möglich gewesen.

Die Grasshoppers sind aber nicht der FC Basel. Generell steckt zu wenig Klasse und Substanz im Team der Zürcher, als dass ein Vorstoss in die Champions League verdient und berechtigt gewesen wäre.

Wenn zudem Leistungsträger wie Gamboa, Tararache und Eduardo sichtbar angeschlagen sind und ein weiterer Schlüsselspieler wie Nunez seinem Können entsprechend mässig aufspielt, hat GC kein internationales Format. Im UEFA-Cup können die von der Königsklasse ausgeschlossenen Zürcher einen neuen Anlauf wagen.

Im Vorjahr war es PAOK Saloniki, das die Grasshoppers im UEFA-Cup zum Ausscheiden zwang, jetzt wurden die Hoffnungen der Zürcher, in die Königsklasse vorzustossen, von AEK Athen zerstört.

Der Schweizer Rekordmeister hat damit sportlich und wirtschaftlich einen weiteren Rückschritt erlitten, wurde doch das grosse Ziel zum dritten Mal im fünften Anlauf verpasst.

Das Wechselbad der Gefühle

Die Grasshoppers waren 68 Minuten lang weit von der Champions League entfernt. Sie waren dem AEK Athen in sämtlichen Belangen krass unterlegen, vermochten keine Offensivimpulse zu setzen und waren stets nur zum Zerstören gezwungen.

Keiner da, der das Spiel nach vorne ordnete oder dem Zürcher Angriffsspiel Nahrung geben konnte. Es trat wieder einmal deutlich zu Tage, dass den Grasshoppers ein Spielmacher von Format fehlt.

Doch als dem sonst miserablen Nunez, der schon in der Startphase von einem Schlag getroffen wurde und sich davon nie erholte, das 3:1 mittels seiner (Freistoss) Spezialität glückte, blühten die Zürcher doch noch -- unerwartet -- auf.

Endlich streiften sie alle Hemmungen ab und sprengten ihr Defensivkorsett, das aber weite Maschen aufwies. Zu Zehnt begannen sie zu hoffen und zu fighten. Und es fehlte nicht viel, die nach dem Ausschluss von Castillo dezimierten Hoppers wären doch noch in die Champions League vorgestossen.

Castillos Dummheit

Pascal Castillo war der Unglücksrabe des Spiels. Der von zwei Gelb-Schwarzen bedrängte Verteidiger traf nach 39 Minuten nach einem Corner von Tsartas auf den vorderen Pfosten ins eigene Tor.

Und eine Viertelstunde vor Schluss beging er die Dummheit des Abends. Als letzter Mann wollte er Okkas ausdribbeln, verlor prompt den Ball an den Zyprioten und musste im Strafraum zur Notbremse greifen. Ausschluss war das richtige Verdikt, doch Liberopoulos zog vom diktierten Penalty keinen Nutzen.

Die Malaise für die Grasshoppers zeichnete sich indes frühzeitig ab. Nach 21 Minuten hatte Katsouranis nach einem Freistoss von Tsartas mit einem Kopfstoss den 0:1-Rückspiel aus dem Hinspiel wettgemacht.

Völlig freistehend war er zum Torabschluss gekommen. Die Zuordnung in der Abwehr der Grasshoppers fehlte gänzlich. Keiner kümmerte sich um den griechischen Mittelfeldspieler.

Nach 25 Minuten führte AEK Athen 2:0. Einen Bilderbuchangriff, ausgehend vom agilen Georgatos, von Spielmacher Tsartas auf den über die rechte Flanke vorpreschenden Borbokis weitergeleitet, krönte Liberopoulos mit dem Kopf.

Die weitgezogene Flanke vermochten weder der angeschlagene Gamboa (Knöchelverstauchung) noch Lichtsteiner unter Kontrolle zu bringen. Auch der auf der Torlinie gebliebene Borer war an diesem Gegentreffer nicht unschuldig.

Der von Panathinaikos gekaufte Liberopolulos, der letztjährige griechische Torschützenkönig, bewies seine Gefährlichkeit, ehe er sein Gesamtbild mit dem Penaltyfehlschuss doch trübte.

Stimmen

Mladen Petric (GC-Stürmer): "Am Schluss haatten wir noch eine Riesenchance, zehn Zentimeter haben zur Champions League gefehlt. Die Qualifikation haben wir aber in der ersten Halbzeit verspielt, es war eine Katastrophe, wie wir da aufgetreten sind. Wir standen zu weit weg von den Gegnern und bekamen dann die Tore aus Standardsituationen und hatten Pech, dasss der Ball beim dritten Tor an den Kopf von Castillo sprang. Wenn wir früher die Initiative ergriffen hätten, wäre es vielleicht anders gekommen."

Marcel Koller (GC-Trainer): "In der ersten Halbzeit haben wir nicht gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Da waren wir ängstlich, nach vorne ging gar nichts, wir tauchten erst nach 45 Minuten erstmals vor dem gegnerischen Tor auf. Einmal mehr hat sich bewahrheitet, dass man die Torchancen nützen muss. Wir hatten in Zürich viele Chancen, schafften aber nur ein Tor."

Otto Rehhagel (Griechenlands Nationaltrainer): "Das Team ist sehr jung. Wenn es international Erfolg haben will, braucht es noch drei erfahrene Spieler, die diese Leute führen können."

Dusan Bajevic (AEK-Trainer): "Wer hätte schon gedacht, dass wir in der ersten Halbzeit drei Tore schiessen. Aber das Gegentor und insbesondere der verschossene Penalty brachten uns nochmals ins Zittern. Denn wir wollten nach der Pause das 4:0 machen und so den Match vorzeitig entscheiden. Aber wichtig war schliesslich, dass wir weiter gekommen sind."

AEK Athen - Grasshoppers 3:1 (3:0)

Apostolos Nikolaidis, Athen. -- 16 000 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Cardoso Cortez Batista (Por). -- Tore: 21. Katsouranis 1:0. 25. Liberopoulos 2:0. 39. Castillo (Eigentor) 3:0. 68. Nunez 3:1.

AEK Athen: Chiotis: Georgeas, Abonsa, Kapsis; Borbokis, Katsouranis, Zagorakis, Georgatos (61. Nalitzis); Okkas, Tsartas (54. Maladenis); Liberopoulos (81. Kostenoglou).

Grasshoppers: Borer; Lichtsteiner (80. Gane), Gamboa, Castillo, Spycher; Mitreski, Tararache; Eduardo (46. Alfred), Magro (55. Chatruc), Nunez; Petric.

Bemerkungen: AEK Athen ohne Kasapis, Lakis und Konstantinidis (alle verletzt). GC ohne Schwegler und Jaggy (beide verletzt), Gamboa spielt trotz Verstauchung im linken Fussknöchel. 76. Liberopoulos verschiesst Foulpenalty). 76. Rote Karte für Castillo (Notbremsefoul). Verwarnungen: 18. Gamboa (Spielverzögerung), 27. Georgatos, 41. Tararache, 71. Alfred (alle Foul), 78. Borbokis (Spielverzögerung). 94. Zagorakis (Spielverzögerung).

(Peter Wyrsch, Athen/Si)

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