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Fussball: GC weiterhin auf Meisterkurs
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2003 / 10:40 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2003 / 10:59 Uhr

GC liess sich selbst von einem 0:2-Rückstand gegen Wil nicht vom Meisterkurs abbringen und besiegte die widerspenstigen Ostschweizer dank drei Treffern Nuñez´ 4:2. Leichteres Spiel hatte Basel, das sich bei Servette in Genf gleich mit 4:0 durchsetzte.

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65 Minuten lang steuerte Leader GC auf eine Blamage zu, lag gegen den bescheidenen Widersacher 0:2 zurück und spielte unsäglich schwach. Buchstäblich im Schnellverfahren -- innerhalb von exakt sieben Minuten -- gelang den Stadtzürchern die benötigte Korrektur der bedrohlichen Schieflage. Richard Nuñez verkürzte per Kopf zum 1:2, wenig später drehte er einen Freistossball zum wegweisenden Ausgleich in die Ecke, ehe Mladen Petric eine Flanke Eduardos volley zum erlösenden 3:2 ins Netz drosch.

Spätestens nach dem späten 4:2 von Matchwinner Nuñez stampften die etwas mehr als 10 000 Zuschauer vor Freude. In der Ehrenloge umarmte sich derweil die Führungscrew der Hoppers. Sie alle wissen, dass GC am kommenden Samstag mit einem Auswärtssieg zum Abschluss der Saison der 27. Titel nicht mehr zu nehmen ist.

Auf die Jubelszenerie hatte lange Zeit nichts hingedeutet. GC setzte den im Zürcher Derby offenbarten Abwärtstrend nahtlos fort. Ohne Dynamik, ohne Spielwitz, gespickt von Abspielfehlern und einer nicht für möglich gehaltenen Nervosität, war der Auftritt der Gastgeber. Und das gegen ein Team, das seit dem Finanzskandal kaum mehr mit sportlichen Taten gefiel. Insbesondere Bruno Sutter nutzte die Desorientierung von GC zur Werbung in eigener Sache: In der 8. Minute traf der Blondmähnige zum 0:1, kurz nach der Pause versetzte er dem bis dahin paralysierten GC-Ensemble mit seinem zweiten Treffer den zweiten Schlag ins Genick.

Marcel Koller trug mit seiner Aufstellung gewiss seinen Teil zur Zitterpartie bei. Die Massnahme, den bulligen, aber technisch limitierten Argentinier Antonio Barijho erstmals in dieser Finalrunde wieder von Beginn weg zu nominieren, erwies sich als falsch. Kaum eine gute Szene vermochte sich der Gaucho zu erarbeiten und wirkte als Fremdkörper. Erst die späte Einwechslung Petrics (56.) und die Klasse Nuñez´ reichten, um die Blamage abzuwenden. Wil blieb am Ende nur der Frust -- und eine gelb-rote Karte gegen Fabinho.

Basels furiose Startphase

Achtung-fertig-los. Fulminant startete Basel in Genf und führte bei Servette nach 23 Minuten und Treffern von Murat Yakin, Julio Hernan Rossi und Christian Gimenez bereits 3:0. Ohne zehn Kaderspieler war Servette dem Tempo, der Wucht und der Präzision im FCB-Kollektiv nicht gewachsen. Nach dem frühzeigen komfortablen Voprsprung drosselte Basel die Gangart und verwaltete den Vorsprung gegen die überforderten Genfer geschickt und kräfteschonend. Einzig Gimenez doppelte in der zweiten Hälfte nach Zuspiel seines "Sturm-Zwillings" Rossi zum 4:0 nach. Der Argentinier markierte sein 20. Saisontor, seinen 90. NLA-Treffer und den 45. für den FCB. Er hat den Kampf um die Torschützenkrone gegen Nuñez (24 Treffer) noch nicht aufgegeben.

Die Genfer liegen dem FCB. Zum achten Mal in Serie setzte er sich gegen Servette in der Meisterschaft durch. Die Mannschaft von Trainer Christian Gross kanterte Servette im neuen Stade de Genève mit dem genau gleichen Resultat wie GC am 3. Mai nieder und beeindruckte durch Entschlossenheit und Konzentrationsfähigkeit. Basel, das mit den eigentlich gesperrten Mario Cantaluppi und Christian Gimenez angetreten war, spielt dann am besten, wenn es unter Druck steht und Sonderleistungen verlangt werden. GC darf sich in Bern keine Blösse geben. Basel ist zum Erben bereit.

(pt/sda)

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