Geglückter EM-Test von Patrick Müller
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 00:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mai 2008 / 00:16 Uhr

Der Schweizer Abwehrchef Patrick Müller (31) darf auf ein geglücktes Comeback nach seiner schweren Knieverletzung zurückblicken. Mit seiner Leistung gegen die Slowakei hat er sich sein EM-Ticket zweifellos gesichert.

Patrick Müller: «Es wird mit jedem Einsatz besser. Ich verspürte absolut keine Schmerzen.»
Patrick Müller: «Es wird mit jedem Einsatz besser. Ich verspürte absolut keine Schmerzen.»
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Es war nicht so, als ob er nie weg gewesen wäre. Doch Müllers Präsenz im Abwehrzentrum der Schweizer Nationalmannschaft war bis auf die Tribüne spürbar. Und sein Nebenspieler Philippe Senderos agierte neben ihm eine Klasse besser als noch beim 0:4 gegen Deutschland. Wenigstens so lange, wie Müller auf dem Platz stand.

«Nur zu Beginn bestand eine leichte Unsicherheit, doch danach lieferte er eine solide Leistung ab», sagte Grasshoppers-Trainer Hanspeter Latour, der das Testspiel gegen die Slowaken für Radio DRS analysierte.

«Müller wurde durch die beiden defensiven Mittelfeldspieler Fernandes und Inler aber auch hervorragend unterstützt und abgeschirmt. In meinen Augen spricht nichts gegen ein EM-Aufgebot für Müller.»

Zu wenig Spielpraxis

77 Minuten lang liess Nationalcoach Köbi Kuhn seinen Abwehrchef, der am Samstag sein 55. Länderspiel unter Kuhns Leitung absolvierte, auf dem Feld, dann ersetzte er den entkräfteten Lyon-Söldner durch Johan Djourou.

«Am Schluss wurde es schwierig für mich», sagte Müller, der vor ziemlich genau einem Jahr sein letztes Länderspiel gegen Argentinien (1:1) und im August seinen letzten Meisterschafts-Einsatz mit dem siebenfachen französischen Meister Lyon bestritten hat.

Keine Schmerzen

«Es wird mit jedem Einsatz besser. Ich verspürte absolut keine Schmerzen in meinem operierten rechten Knie und konnte mich voll auf das Spiel konzentrieren.» Müller wurde gegen die nach der Pause deutlich nachlassenden Slowaken nur in der ersten Halbzeit gefordert.

29 Ballberührungen verzeichnete er da, meistens waren es Kurzpässe zu einem Nebenspieler. Er schaltete sich aber auch bei Schweizer Eckbällen in den Angriff ein und gelangte unmittelbar nach der Pause gar zu einem Abschlussversuch mit dem Kopf, der jedoch daneben geriet.

Müllers Vorsicht

Müller war im Spiel anzumerken, dass er sich noch nicht in enge Zweikämpfe einlassen wollte, was denn auch nur zu wenigen Duellen Mann gegen Mann führte. Und die Fans fühlten mit ihm mit. Als er nach einer Viertelstunde doch in ein Tackling steigen musste, stöhnten viele Zuschauer auf der Tribüne.

Die Angst vor einer erneuten Verletzung des Schweizer Abwehr-Hoffnungsträgers war allgegenwärtig. Müller: «Ich werde Kuhn sagen, dass es mit dem Knie keine Probleme gab. Natürlich bin ich mir aber bewusst, dass an der EM ein deutlich höherer Rythmus gefragt ist.»

Müller akzeptiert jeden Entscheid seines Trainers

Müller sagte, dass er jeden Entscheid seines Trainers akzeptieren würde, auch eine Streichung aus dem EM-Kader. Doch dies ist nicht zu befürchten. Am Mittwoch wird Kuhn sein 23-Mann-Kader bekanntgeben und es wäre nach all den Geschehnissen der letzten Tage eine Sensation, wenn Müller kein EM-Ticket erhalten würde.

Nach der für ihn untypischen Flucht aus Lyon am Freitag ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers und dem geglückten Comeback auf dem Spielfeld würde niemand eine Streichung aus dem EM-Kader nachvollziehen können.

( René Baumann, Lugano/Si)

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