BSC Young BoysFC BaselFC LuganoFC LuzernFC SionFC St.GallenFC ThunFC VaduzFC ZürichGrasshopper-Club Zürich
Nachfolger von Sepp Blatter ist bestimmt
Gianni Infantino ist Fifa-Präsident
publiziert: Freitag, 26. Feb 2016 / 18:10 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Feb 2016 / 19:24 Uhr
Infantino erhielt mit 115 Stimmen die erforderliche einfache Mehrheit.
Infantino erhielt mit 115 Stimmen die erforderliche einfache Mehrheit.

Der neue Präsident des Weltverbandes FIFA heisst Gianni Infantino. Der Walliser wird am ausserordentlichen Kongress in Zürich im zweiten Durchgang zum Nachfolger von Sepp Blatter gewählt.

9 Meldungen im Zusammenhang
Infantino erhielt im zweiten Umgang 115 Stimmen und brachte damit die erforderliche einfache Mehrheit (104 bei 207 stimmberechtigten Mitgliedern) zustande. Sein bahrainischer Konkurrent Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, lange Zeit als Top-Favorit gehandelt, kam auf 88 Stimmen. Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein brachte es noch auf vier Stimmen, der Franzose Jérôme Champagne erhielt keine Voten mehr.

Erstmals seit 1974 war es wieder zu einem zweiten Wahlgang gekommen. Nach dem ersten Umgang waren Infantino und Scheich Salman nur durch drei Stimmen (88:85) getrennt. Kurz vor Beginn der Abstimmung war das Bewerberfeld auf vier Kandidaten geschrumpft. Der chancenlose Aussenseiter Tokyo Sexwale gab am Ende einer launigen Rede seinen Rückzug bekannt.

Das für ihn erlösende Ergebnis am ausserordentlichen Kongress im Zürcher Hallenstadion erhielt Infantino nach über vier Stunden Wahl-Prozedere kurz vor 18 Uhr. Als erstes Präsent bekam er einen weissen Blumenstrauss überreicht und klopfte sich als Geste der Dankbarkeit vor den Delegierten auf das Herz. Sichtlich gerührt brachte er nur ein "Uff" als erste Reaktion hervor.

Nach Annahme der Wahl zeigte sich der 45-jährige Rechtsanwalt in seiner Rede an die Kongress-Mitglieder emotional: "Ich kann meinen Gefühlen keinen Ausdruck verleihen. Ich sagte Ihnen, dass ich eine aussergewöhnliche Reise hinter mir habe. Ich habe viele fantastische Menschen getroffen, die Fussball jeden Tag atmen, die es verdienten, dass die FIFA Hochachtung geniesst. Alle sollten stolz sein darauf, was wir mit der FIFA machen. Es (seine Wahl) ist ein grosses Zeichen der Demokratie bei der FIFA."

Beginn einer neuen Ära bei der FIFA?

Infantino will "ein Präsident für alle Verbände sein, mit allen zusammenarbeiten". Der sprachgewandte Walliser redete davon, etwas Neues beginnen zu wollen. "Ich will eine neue Ära einläuten, in welcher der Fussball wieder ins Zentrum rückt. Es ist der Zeitpunkt da, zum Fussball zurückzukommen. Die Krise, die schwierige Zeiten, das ist vorbei, fertig. Wir setzen die Reformen um, wollen aber auch den Respekt, der uns geschuldet sein soll. Wir wollen daran arbeiten, uns aufs wunderbare Spiel zu konzentrieren." Dann nahm Infantino im Hallenstadion die zahlreichen Gratulationen und Schulterklopfer entgegen - darunter auch von seinem unterlegenen und meistgehandelten Widersacher Scheich Salman.

Mit Infantino wurde zum achten Mal bei neun Abstimmungen in der 112-jährigen Geschichte der FIFA ein Europäer zum "höchsten Fussballer der Welt" gekürt. Die erste Amtszeit geht bis 2019, danach könnten nach der Annahme der Reformen maximal acht weitere Jahre dazukommen. Ein Schweizer soll also die FIFA aus ihrer gewaltigen Krise hinausführen, in die sie mit einem Schweizer (Sepp Blatter) an der Spitze gelangt ist. Er wird mit der Fraktion um Scheich Salman einen Konsens finden müssen. Er muss nach ertragreichen Jahren unter Blatter das drohende Minus in dreistelliger Millionenhöhe verkleinern und vor allem muss er einen Weg finden, wie die FIFA aus dem Fadenkreuz der Justiz-Ermittlungen verschwindet.

(Si)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese fussball.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Maurizio Zamparini, Präsident des FC Palermo seit 2002 und in Italien bekannt für spektakuläre Aussagen, erklärte am Montag, dass ... mehr lesen
Maurizio Zamparini.
Gianni Infantino musste heute medienwirksam Fussball spielen.
Eines seiner Wahlversprechen hat Gianni Infantino bereits eingelöst. Der neue FIFA-Präsident organisiert ein erstes ... mehr lesen
40 Stunden nach seinem FIFA-Wahlsieg spricht Gianni Infantino mit der Nachrichtenagentur sda über Emotionen, die weltweiten ... mehr lesen
FIFA-Präsident Gianni Infantino: «Ich bin vom Kongress gewählt worden, um ein Leader zu sein.»
Die FIFA wird im Finanzbericht 2015 im März erstmals den Lohn des ehemaligen Präsidenten Sepp Blatter veröffentlichen. mehr lesen
Das Geheimnis um Sepp Blatters Lohn wird gelüftet.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Erleichterung über die Wahl von Infantino.
Die Medien im In- und Ausland begrüssen mehrheitlich die Wahl von Gianni ... mehr lesen
Intelligenz, ein nicht erlahmender Ehrgeiz, Eloquenz: Unter anderem diese Eigenschaften führen Gianni Infantino auf die Position des «obersten Fussballers» der Welt. mehr lesen
Gianni Infantino ist auf der Position des «obersten Fussballers» der Welt.
Sepp Blatter ist überzeugt, dass Infantino seinen neuen Aufgaben gewachsen ist.
Sepp Blatter, der bei der Wahl seines Nachfolgers als FIFA-Präsident im ... mehr lesen
Der Schweizer Gianni Infantino entscheidet den ersten Gang der FIFA-Präsidentschaftswahlen für sich. Der Walliser erhält 88 ... mehr lesen
Gewinnt der Walliser die Wahlen?
Ihre Spezialisten für Kunstraseninstallationen jeglicher Art und Grösse
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Die Spieler werden laufend wertwoller.
Die Spieler werden laufend wertwoller.
So wertvoll sind die Mannschaften der Top-Vereine  Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Fussball «nur» ein Sport war, heutzutage steht hinter der beliebten Sportart ein riesiges Business. mehr lesen 
Angreifer vom FCSG  Der FC Zürich hat per sofort Dzengis Cavusevic vom FC St.Gallen übernommen. Der slowenische Stürmer unterschrieb beim FCZ einen ... mehr lesen  
Der FCZ verstärkt sich für die Challenge League mit einem Super League-Stürmer.
Der FC Sion hat zugeschlagen: Arthur Boka kommt ins Wallis.
Linksverteidiger von der Elfenbeinküste  Der FC Sion hat Arthur Boka verpflichtet. Der 85-fache Nationalspieler der Elfenbeinküste war ... mehr lesen  
Schon lange auf dem Zettel  Der FC Basel soll an Moustapha Sall von AS St. Etienne dran sein. Der Innenverteidiger ... mehr lesen
Der FC Basel muss in der Innenverteidigung noch eine Lücke füllen.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 20°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 20°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 21°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten