Globalisierte Nati schweisst die Schweiz zusammen
publiziert: Montag, 19. Mai 2008 / 07:35 Uhr

Bern - Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft kann an der EURO 2008 auf den Support aus allen Sprachregionen zählen. Die Zeiten, als der Sprachgraben die Gemüter entzweite, sind passé. Die multikulturelle Mannschaft ist heute ein Spiegelbild der Schweiz.

Ob Romand, Tessiner oder Deutschschweizer: Hauptsache die Nati hat Erfolg.
Ob Romand, Tessiner oder Deutschschweizer: Hauptsache die Nati hat Erfolg.
Noch vor gut 50 Jahren waren die Verhältnisse ganz anders. Damals bestand die Schweizer Nati fast ausschliesslich aus welschen Spielern, erinnert sich Jean-Jacques Tillmann, Fussball-Kommentator des Westschweizer Fernsehens, der «Beni Thurnherr» der Romandie.

In den 80-er Jahren änderte sich das Bild radikal. In der Ära Wolfisberg kamen nur selten Westschweizer Spieler zum Einsatz. Entsprechend scharf fiel die Kritik in der Romandie aus.

Stereotypen dominierten zu jener Zeit. Die Romands und die Tessiner behaupteten von sich, den technisch versierteren Fussball zu spielen. Die Deutschschweizer sahen ihre Qualitäten in der athletischen und disziplinierten Spielweise.

Teamgeist über allem

Diese Zeiten haben sich geändert. «Es hat keinen Platz für Individualismen, Sprachdifferenzen und Generationenkonflikte», erklärt der Romand Michel Pont, Assistent von Nationaltrainer Köbi Kuhn. «Der Teamgeist steht über allem. Das ist unsere einzige Chance, unsere Ziele zu erreichen.»

Die Globalisierung prägt ihrerseits die Schweizer Nati. Die meisten Nationalspieler stehen im Ausland unter Vertrag. Viele von ihnen haben schon in einer anderen Sprachregion gearbeitet. Gut integriert sind ferner die Spieler mit ausländischen Wurzeln.

Der Liebe zur eigenen Nationalmannschaft tut dies keinen Abbruch. Im Tessin ist die Euphorie mindestens so gross wie in der Westschweiz, auch wenn im Südkanton kein einziges Spiel der EURO 2008 ausgetragen wird. Einige Tessiner können immerhin die Schweizer Spiele live sehen, der Rest via Grossleinwand oder TV.

(rr/sda)

 
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