Hitzfeld-Jungs: Tore, Formtief und Verletzungspech
publiziert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 09:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Mrz 2010 / 10:01 Uhr
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Marco Streller trifft zurzeit wie er will. (Archivbild)
Marco Streller trifft zurzeit wie er will. (Archivbild)

Das Nati-Aufgebot von Ottmar Hitzfeld für die WM in Südafrika steht noch nicht fest, doch viele Chancen bieten sich nicht mehr für die Kandidaten sich zu beweisen. «news.ch» zeigt Ihnen die Leistungen der WM-Kandidaten vom Wochenende.

6 Meldungen im Zusammenhang
Tor:

Diego Benaglio (Wolfsburg): Die Schweizer Nummer 1 kehrte nach wochenlanger Verletzungspause mit einem 2:0-Sieg in Mainz erfolgreich zurück. Die Probleme mit der Patellasehne scheinen überwunden zu sein.

Marco Wölfli (Young Boys): Der Keeper der Young Boys befindet sich im Hoch. Der Captain führt die ASL mit seiner Equipe sechs Punkte vor dem FCB an. Wölfli ist Teil der besten Super-League-Defensive -- nur 30 Gegentore in 27 Spielen.

Johnny Leoni (Zürich): Er sah beim späten und entscheidenden Gegentor in St. Gallen zusammen mit seinen Verteidigern nicht gut aus. Leoni zögerte, als er von Moreno Morenda ausgetrickst wurde.

Verteidigung:

Stephan Lichtsteiner (Lazio Rom): Der Luzerner vermied im San Siro gegen Milan mit seinem Tor zum 1:1 für die vom Abstieg bedrohten Römer eine weitere Niederlage. Schon am Mittwoch hatte er gegen Siena (2:0) getroffen.

Philippe Senderos (Everton): Vier Wochen fehlte er verletzt. Gegen Wolverhampton (0:0) sass der Genfer erstmals wieder auf der Ersatzbank.

Stéphane Grichting (Auxerre): Stand gestern Abend in Monaco im Einsatz. Gehört in seiner siebten Saison bei der AJA nach wie vor zur Stammformation und spielt gar um den Titel mit.

«Nicht im Aufgebot»

Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt): Der Captain der Eintracht fehlte beim 2:1 in Bochum. Er leidet erneut unter Kniebeschwerden.

Steve von Bergen (Hertha Berlin): Der Verteidiger ist angeschlagen. Er war verletzt, kehrte zurück und fehlte im letzten Spiel erneut. Nicht im Aufgebot -- das ist derzeit schon fast seine Statusmeldung.

Mario Eggimann (Hannover): In seiner aktuellen Verfassung ist Eggimann für die WM in Südafrika kein Thema. Beim Comeback nach vier Runden ohne Einsatz misslang ihm so ziemlich alles (1:4 gegen Köln).

Heinz Barmettler (Zürich): Er vetrat den verletzten Abwehrchef Tihinen beim FCZ im Zentrum. Bis auf ein allerdings entscheidendes Zögern (beim Pass des St. Gallers Frei) blieb Barmettler ohne Fehler.

Teil der FCZ-Krise

Jonathan Rossini (Sassuolo): Der bald 21-jährige Tessiner Verteidiger erreichte in der Stammformation ein 0:0 gegen Cittadella und ist in Italiens Serie B auf Playoff-Kurs.

Ludovic Magnin (Zürich): Sein Comeback in der Schweizer Liga berauscht noch niemanden. Mit seinen Fehlpässen und Stellungsfehlern ist der Hochlohnbezüger kein unwichtiger Teil der FCZ-Krise.

Reto Ziegler (Sampdoria Genua): Bei der «Samp» ist der Blondschopf derzeit als linker Aussenverteidiger gesetzt. In Genua kommt er dem Europacup-Business näher und näher.

Mittelfeld:

Almen Abdi (Le Mans): Seit seinem Abgang aus Zürich wurde es still um Almen Abdi. Am Ende der französischen Ligue 1 hinterliess der frühere FCZ-Topskorer keine Spuren. In neun Partien traf er kein einziges Mal.

Valon Behrami (West Ham United): Die Zukunft von Behrami ist ungewiss und dürfte wohl stark mit jener von Trainer Gianfranco Zola zusammenhängen. Gemäss italienischen Quellen zieht der italienische Coach einen Rücktritt in Erwägung. West Ham kämpft gegen den Abstieg.

Gökhan Inler (Udinese): Im zentralen Mittelfeld fühlt er sich nicht hundertprozentig wohl. Inler hat seine Konstanz verloren und sich dem schwachen Niveau seiner Nebenleute angepasst.

Barnettas Formtief

Benjamin Huggel (Basel): Er nahm beim Umschwung in Sitten (2:2 nach 2:0-Führung) zu wenig Einfluss. Von einem Spieler seines Formats darf mehr als eine passive Rolle erwartet werden.

Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen): Die Formkurve Barnettas ist mit jener von Leverkusen identisch -- sie zeigt abwärts.

Pirmin Schwegler (Eintracht Frankfurt): Wenn er gesund ist, setzt Coach Michael Skibbe auf den drahtigen Luzerner. Er fällt nicht allzu sehr auf, aber eben auch kaum einmal ab.

Gelson Fernandes (St-Etienne): In den letzten 270 Minuten spielte er im Mittelfeld durch. Das 0:4-Debakel in Lorient konnte er aber auch nicht verhindern.

Marco Padalino (Sampdoria Genua): Er hat seinen Platz bei Sampdoria längst verloren. In der letzten Runde gehörte der Südschweizer nicht einmal mehr zum Aufgebot.

Frei will schnell zurück

Xherdan Shaqiri (Basel): Das Kraftbündel spielt beim FCB eine starke Rolle. In Sitten kam der Freistoss-Assistpunkt für Strellers 1:0 vom U21-Internationalen, der in den letzten neun Partien ausnahmslos zur Startformation gehörte.

Davide Chiumiento (Luzern): Die unklare Vertragssituation wirkt sich beim Appenzeller «Zauberlehrling» einmal mehr kontraproduktiv aus. Seit seinem 45-minütigen Debüt im Schweizer Nationalteam ist der Italo-Schweizer von der Bildfläche verschwunden.

David Degen (Young Boys): Wegen seiner dümmlichen gelb-roten Karte gegen Bellinzona (reklamierte gleich zweimal) musste der Hitzkopf im Heimspiel gegen Aarau (3:1) pausieren.

Blerim Dzemaili (Parma): Der frühere FCZ-Regisseur erholt sich von seiner dritten schweren Knieverletzung.

Sturm:

Alex Frei (Basel): Der Captain der Nationalmannschaft erholt sich von seinem Oberarmbruch. In einem Interview mit dem «Blick» kündigte Frei an, noch vor dem Ende der ASL-Saison wieder ins Geschehen einzugreifen.

Doppelpack von Streller

Blaise Nkufo (Twente Enschede): Er stürmte gegen Sparta Rotterdam (3:0) während 90 Minuten zwar ohne Torerfolg, belegt mit seiner Equipe in Holland aber Platz 1.

Marco Streller (Basel): Der Stürmer ist in Form. In Sitten (2:2) genügte seine Doublette indes nicht zum Sieg. Streller hat bereits 19 Tore auf dem Konto.

Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen): Er spielte durch, aber erneut ohne Glück im Abschluss. Leverkusen hat drei der letzten vier Bundesliga-Spiele verloren und sich aus dem Titelkampf verabschiedet.

Hakan Yakin (Luzern): Nach abgesessener Sperre führte Hakan Yakin erstmals als Captain zum Erfolg in Neuenburg (2:1). Nach vier Niederlagen ersetzte Coach Fringer Gerardo Seoane durch den 80-fachen Internationalen.

Albert Bunjaku (Nürnberg): Beim Comeback nach seiner kurzen Verletzungspause trat Bunjaku (12 Saisontore) erst in der 69. Minute ein und blieb in Bremen (2:4) ohne Einfluss aufs Geschehen.

(pad/Si)

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