Hitzfeld und Blatter verurteilen Twitterer Morganella
publiziert: Dienstag, 31. Jul 2012 / 21:43 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Aug 2012 / 16:05 Uhr
Ottmar Hitzfeld hat keine Lust mehr auf Morganella.
Ottmar Hitzfeld hat keine Lust mehr auf Morganella.

Die unappetitliche «Twitter»-Attacke von Michel Morganella gegen das südkoreanische Team umrundet den Globus. FIFA-Boss Sepp Blatter und Nati-Coach Ottmar Hitzfeld finden deutliche Worte.

Retro-Fussballtrikots von der Schweizer Nati
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Morganellas Verstoss gegen den Ethik-Code des IOC erschien auf nahezu allen international relevanten-Newstickern. In der Online-Ausgabe des «Korea Herald» gehörte der Report über den Eklat zu den Topstorys des Tages. Thematisiert wurde die Verbannung des Palermo-Spielers zudem in verschiedenen Foren des Serie-A-Vereins. Einige Tifosi der «Unione Sportiva» forderten gar die fristlose Entlassung.

Auch der Chef der internationalen Fussball-Szene beschäftigte sich mit der verunglimpfenden Botschaft des unflätigen Wallisers. FIFA-Präsident Sepp Blatter äusserte sich an einem Event im «Wembley» zum Skandal: «Es ist jetzt am Schweizer Verband, den Fall zu behandeln.» Sollte der SFV eine Sperre beantragen, werde die FIFA den Entscheid umsetzen. «Das alles ist unangenehm für die Fussball-Familie und die Olympischen Spielen.»

Ob der SFV nach dem Entzug der Turnier-Akkreditierung zusätzliche Sanktionen ergreift, bleibt abzuwarten. Klar ist aber, dass der 23-Jährige in absehbarer Zeit ohnehin nicht mehr für eine Landesauswahl berücksichtigt wird. Ottmar Hitzfeld kommentierte die Entgleisung von Morganella gegenüber der Sportinformation unmissverständlich: «Diese Aussage war für mich ein Schock und ist unentschuldbar.»

Hitzfeld wird den rechten Aussenverteidiger in der kommenden WM-Ausscheidung kaum ein drittes Mal aufbieten - anders ist sein schonungsloses Urteil im «Fall Morganella» eigentlich nicht zu interpretieren. Der Romand hat seine internationalen Karriere womöglich innerhalb weniger Sekunden markant verkürzt.

(bert/Si)

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