Holländische Sorgen um Van der Sar
publiziert: Mittwoch, 22. Aug 2007 / 00:00 Uhr

Mit einer kleinen Aufregung endete das Abschlusstraining der Holländer gestern Abend im Stade de Genève. Stammgoalie Edwin van der Sar musste das Training mit einer Fussverletzung abbrechen. Sein Einsatz im heutigen Spiel ist unsicher.

Edwin van der Sars Einsatz ist noch fraglich. (Archivbild)
Edwin van der Sars Einsatz ist noch fraglich. (Archivbild)
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«Edwin zog sich bei einem Sprung eine Verletzung am linken Fuss zu. Er wird gerade behandelt und wir müssen abwarten, wie der havarierte Fuss reagiert», entschuldigte Hollands Nationalcoach Marco van Basten das Fehlen seines Torhüters bei der anschliessenden Pressekonferenz.

Der Goalie von Manchester United wäre für die Interviews nach der einstündigen Trainingseinheit vorgesehen gewesen.

Van Basten bestritt die unterhaltsame Pressekonferenz mit den Schweizer Journalisten schliesslich alleine.

Pressekonferenz nur für Schweizer Medien

Der smarte ehemalige Weltklasse-Stürmer antwortete auf die deutschen, französischen und englischen Fragen ohne Schwierigkeiten.

Erst, als ein holländischer Journalist auch noch eine Frage stellen wollte, winkte der Bondscoach ab.

Die abendliche Pressekonferenz war nur für die Schweizer Medien angesetzt, für die holländische Journalisten hatte es bereits am Nachmittag eine eigene Fragestunde gegeben.

Training mit Verspätung

Erst mit eineinhalbstündiger Verspätung fand gestern das Training der Holländer statt.

Doch müde wirkten die Spieler deswegen nicht. Die in dieser Saison noch nicht sehr wettkampferfahrene Schweizer Abwehr wird sich heute Abend auf ein Angriffs-Feuerwerk erster Güte gefasst machen müssen.

Van Basten nominiert ein hochkarätiges Sturmtrio, das es in sich hat. Rafael van der Vaart (Hamburger SV), Ruud van Nistelrooy (Real Madrid) und Robin van Persie von Arsenal verkörpern absolute Weltklasse.

Speziell motivierte Stürmer

Und jeder von ihnen hat einen speziellen Grund, heute Abend in Genf über sich hinauszuwachsen: Van der Vaart liebäugelt seit Wochen mit Valencia, das inzwischen bereit ist, 20 Millionen Euro nach Hamburg zu überweisen.

Der HSV-Stürmer möchte unbedingt nach Spanien wechseln, weil seine Grosseltern aus der Umgebung von Valencia stammen. Speziell hungrig darauf, aller Welt zu zeigen, dass die Elftal nicht auf ihn verzichten kann, ist Van Nistelrooy.

Der Stürmer von Real Madrid hat in 54 Länderspielen 28 Tore erzielt. Nach der WM überwarf er sich jedoch mit Van Basten und verzichtete fortan auf weitere Einsätze. Nun ist er topmotiviert zurück, nachdem er sich mit dem Trainer ausgesprochen hatte.

Technisch hervorragend

«Ich bin glücklich, dass Ruud zurück ist. Er ist ein grosser Center, der viele Tore schiesst. Und das ist wichtig im Fussball», sagt Van Basten, der zudem auch Van Persie nach langer Verletzungspause wieder im Nationalteam begrüssen kann.

Ein torhungriges Trio also, das gestern im Training wirbelte, dass es eine Freude war, ihm zuzuschauen.

Technisch perfekt rotierte der Ball in hohem Tempo in den Reihen der Oranjes. Kein Zweifel, den Schweizern wird heute im gut gefüllten Stade de Genève ein harter Brocken vorgesetzt.

Aber auch Van Basten erwartet einen starken Widersacher: «Die Schweiz verfügt über ein kampfstarkes Team, das zu Hause zweifellos sehr motiviert sein wird. Sie kann mit Senderos, Magnin, Streller und Degen auch auf Spieler zählen, die im Ausland schon viel Erfahrung gesammelt haben.»

(von René Baumann, Genf/Si)

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