ISMM/ISL-Konkus: FIFA drohen Millionenverluste
publiziert: Freitag, 18. Mai 2001 / 19:47 Uhr

Zürich - Der Konkurs des Zuger Sportrechte-Vermarkters ISMM/ISL ist nicht mehr abzuwenden. Für die FIFA bedeutet dies ein grosses operationelles sowie finanzielles Defizit. Der FIFA drohen Verluste von mehreren Millionen Franken.

Als erste Konsequenz muss die FIFA die Software-Entwicklung für die Fussball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea übernehmen. Dieses Unterfangen ist kompliziert, wenn man an die schriftlichen und sprachlichen Differenzen zwischen den beiden Ländern denkt, wie FIFA-Sprecher Andreas Herren gegenüber der sda sagte.

Für diese Informatiklösungen, die bisher von ISMM und ihrer Tochterfirma ISL übernommen wurden, sind Investitionen von rund 120 Mio. Franken nötig. Die FIFA hofft, wenigstens zwei Drittel der Kosten aus Sponsorengeldern bestreiten zu können. Trotzdem rechnet sie insgesamt mit Verlusten von rund 40 Mio. Franken.

Auch im rein technischen Bereich muss laut Herren eine andere Alternative gefunden werden. Dies sei allerdings ein Wettlauf gegen die Zeit.

TV-Rechte stehen auf dem Spiel

Was ebenfalls auf dem Spiel steht, sind die Übertragungsrechte der Fussball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 in die USA und nach Europa, die die ISL-ISMM erworben hat. Nach dem ISMM/ISL-Konkurs hat nun der deutsche Medienkonzern Kirch eine 30-tägige Option, für 1,4 Mrd. Fr. die TV-Rechte zu erwerben.
Die FIFA wartet nun auf den Entscheid von Kirch bevor sie sich detailliert zu den Fragen der TV-Rechte äussert. Laut Vertrag müssen der FIFA für die gesamten Übertragungsrechte der WM 2002 1,3 Mrd. Fr. bezahlt werden, hälftig von Kirch und der ISMM/ISL.

Die ISMM/ISL hat in den letzten Tagen inzwischen rund die Hälfte ihres Anteils von 334 Mio. überwiesen. Die FIFA geht davon aus, dass diese Beträge ihr geschuldet werden. Die Gruppe hatte für mehrere Milliarden Franken Verträge für die Übertragung mit verschiedenen Fernsehketten abgeschlossen.
Zumindest bleibe für die WM 2006 noch etwas Zeit zum Verhandeln, sagte Herren und dementierte die Aussagen, wonach die FIFA in dieser Sache fast 2 Mrd. Fr. verlieren könnte.

100 Personen rekrutiert

Ein weiteres Problem ist das Sponsoring. Nach dem Bruch mit der ISMM/ISL muss die FIFA die Marketingrechte selbst verwalten und will hierzu die vorsorglich gegründete Marketing AG reaktivieren. Hierzu müssen in den nächsten Wochen rund 100 Personen rekrutiert werden.
Zudem muss die FIFA nun für die Aufenthaltskosten der Mitarbeiter aufkommen, die am Confederations Cup in Japan und Südkorea Ende Monat die Sponsoren betreuen.

Riskante Investitionen

Die französische Mediengruppe Vivendi hatte sich am Donnerstag gegen eine zur Sanierung nötige Übernahme des Schweizer Unternehmens ausgesprochen. Unter diesen Bedingungen wird nun in den nächsten Tagen das Konkursverfahren gegen die ISMM/ISL definitiv eröffnet.
Der zuständige Kantonsrichter in Zug, Felix Ulrich, war für eine Stellungnahmen am Freitag nicht erreichbar. Doch laut Sprecher der ISMM/ISL soll «der Konkurs demnächst eröffnet werden».

In finanzielle Schieflage ist der Konzern durch Fehlinvestitionen und Spekulationen im Tennis, US-Autorennsport und brasilianischem Vereinsfussball geraten. Der beschäftigt rund 600 Person, 200 davon in Zug.

Foto: ISMM/ISL-Präsident Heinz Schurtenberger.

(ba/sda)

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