Internationale Stimmen zu Deutschland-Spanien
publiziert: Montag, 30. Jun 2008 / 15:46 Uhr / aktualisiert: Montag, 30. Jun 2008 / 18:17 Uhr

Die Euro ist vorbei: Die spanische Presse jubelt ihre Mannschaft hoch; die deutschen Schreiberlinge lassen sich nicht hängen.

Spanien hat sich den Pokal verdient.
Spanien hat sich den Pokal verdient.
3 Meldungen im Zusammenhang
Spanien:

«As»: «Spanien ist ein makelloser Champion. Spanien ist Europameister. Für einmal belohnte ein Turnier auf höchstem Niveau jene Nationalmannschaft, die während der drei Wochen den besten Fussball gezeigt hat. Man sprach von Holland, dann von Russland, man verwies auf den Fluch des Viertelfinals, man wandte ein, dass Italien immer sehr konkurrenzfähig ist, und dann kam da noch das ewige Glück der Deutschen. Aber nichts von alledem hielt die Seleccion auf: Ein Tor von Torres im alten Prater brachte Spanien den zweiten EM-Pokal. Eine schöne Geschichte, die wir noch unseren Enkeln erzählen werden.»

«Marca»: «Die Könige Europas. Es ist so weit, wir müssen uns nicht mehr die Augen reiben: Es ist wahr! Wir sind EUROPAMEISTER. Jawohl, in Grossbuchstaben, weil wir diesen EM-Pokal mit Grösse gewonnen haben. Endlich wurde Recht gesprochen und der beste Fussball mit einem Titel belohnt. Die Freude, die das ganze Land erfasst hat, personifiziert durch Casillas, als er in Wien die Trophäe der Champions des Alten Kontinents in den Himmel von Wien stemmte, ist der beste Lohn für diese Helden des totalen Fussballs.»

«ABC»: «Europameister! Die spanische Nationalmannschaft von Luis Aragones hat den Traum verschiedener Generationen wahr gemacht und beendete 44 Jahre der Frustrationen, um den spanischen Fussball endlich an der Spitze zu installieren.»

«El Pais»: «Der Ruhm für den Besten. Spanien eroberte den Titel gegen Deutschland mit Grandezza und bekam dafür ungeteilte Bewunderung. Es gibt viele Wege, die zum Ruhm führen, aber selten erreicht man den Gipfel wie es der Sieger der Europameisterschaft machte. Der Pokal war für jene Mannschaft, die am besten gespielt hat, die am meisten Tore geschossen hat, die am meisten Stil gehabt hat, die den Weltmeister eliminierte, die mit dem Fluch vom 22. Juni aufräumte, und im Endspurt den Angriff Deutschlands abwehrte. Spanien gewann nicht nur nach 44 Jahren wieder einen Titel, es machte es auf eine blendende Art und Weise. Vom Anfang bis zum Ende des Turniers.»

«El Mundo»: «Spanien erobert Europa. Spanien hat den letzten Fluch gebrochen. Ganz Spanien schrie ´Tor´, als Torres in der 32. Minute Lehmann bezwang. Seinem Stil treu beendete Spanien das Turnier mit einer makellosen Statistik. Ohne eine Niederlage. Und mit einem Sieg, der den Kurs seiner fussballerischen Geschichte ändern kann.»

Deutschland:

«Müncher Zeitung»: «Die Mannschaft von Joachim Löw sollte nicht zu traurig sein, denn sie hat sich mit deutschem Eifer gegen die spanische Dominanz verteidigt.»

«Die Welt»: «Enttäuschung, aber nicht Verzweiflung. Der deutschen Auswahl hat es an Glück gefehlt, aber sie hatte auch nicht genug individuelle Qualität, die für den Triumph nötig ist. Abgesehen vom Viertelfinal gegen Portugal hat die Elf von Joachim Löw niemals brilliert. Aber das Team hat die WM 2006 als Dritter beendet und die EURO nun als Zweiter, das ist ein Indikator dafür, dass die Mannschaft in die richtige Richtung marschiert. Aber dieser Wiener Abend hat auch gezeigt, dass der Weg zum Gipfel des Fussballs noch immer ein langer ist.»

«Der Tagesspiegel»: «Das ganze Turnier über hat Spanien einen enthusiasmierten Fussball abgeliefert, der einen verdienten Erfolg brachte. Das Finale war eine weitgehend einseitige Angelegenheit.»

«Berliner Zeitung»: «Die Spanier haben diese EURO als ewige Verlierer begonnen. Sie verlassen Wien als strahlende Sieger. Sie sind ein würdiger europäischer Champion, der als einziges Team kein einziges Spiel bei diesem Turnier verloren hat. Deutschland hat verloren, aber die Spanier waren ganz einfach die Besseren.»

«Bild»: «Jungs, lasst den Kopf nicht hängen. Das Sommermärchen 2008 ist vorbei. Leider, leider -- es gab kein Happy-End für uns. Aber wir sind faire Verlierer. Gratulation, Spanien! Ihr habt verdient gesiegt.»

(dl/sda)

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Am Schluss fehlte die Kraft, so Ballack.
Welche Sorgen?
Ich habe doch nur Spass gemacht!
Sie haben vollkommen Recht, die Spanier haben wirklich eine Supermannschaft, die völlig zu Recht gewonnen hat. Dass Sie irgendwelche Ausländer nicht nicht mögen, habe ich nie von Ihnen angenommen, dazu denken Sie viel zu differenziert! Darüber hinaus, ich bin kein grosser Fussballfan! Mich faziniert halt auch das ganze Drumherum. Die vielen schönen, fröhlichen und traurigen Gesicher der Menschen, je nach dem, wer gerade in Führung liegt, sind schon alleine das Zuschauen wert!
Liebe Grüsse aus dem fernen Osten
Keine Sorge,
werter Magnus, ich habe gar nichts gegen die Deutschen, sowenig wie gegen die anderen Nachbarn ringsum. Die Spanier haben einfach m.E. besser gespielt und das hörte man auch von deutscher Seite so. Dass die Enttäuschung am Anfang gross war, ich verständlich. Im TV wurde aber erwähnt, dass der Sieg in Spanien zu einem nationalen Einheitsgefühl geführt habe, wie es seit langem nicht mehr der Fall gewesen sei. Sogar die Basken haben sich gefreut.
Apropos, unsere nächsten Hausnachbarn sind Deutsche, Schweden, Italiener und Belgier, schon fast eine EU im Kleinen. Aber in Sachen Grundstückverkauf an Ausländer sind die Schweizer ja nicht dagegen. Mir kommt zugut, dass ich lange an einem Fremdenverkehrsort gewohnt habe, wo die Ausländer eben als Gäste behandelt werden. Das ist wohl auch der Grund, warum sich Bundesrat Ogi niemals fremdenfeindlich geäussert hat. Kandersteg lebt nun wirklich fast zu 100% vom Tourismus, das hat ihn geprägt.
Ich bin schon etwas geschwätzig, es sollte nur ein kurzes Statement werden.
Es ist mehr die Sprache
Da müssten Sie ja in Nähe Spaniens zu Hause sein, wenn's das wäre, liebe Valerie!
Nein, ich glaube es liegt an der Sprache. Ich kann alles verfolgen und sehe häufig deutsches Fernsehen. Da kommt man doch so ein wenig mit, was läuft. Und wir Schweizer holen uns deutsche Trainer und Schweizer Fussballer spielen in Deutschland, da ist fussballerisch einiges im steten Austausch. Spanisch verstehe ich leider nicht, kenne jedoch das Land ziemlich gut, bis im Nordwesten war ich eigentlich schon überall. Ein fantastisches Land.
Ach ja noch, Ihre Antwort an thomy mit dem Federball-Vergleich war super!
Gute Nacht, Valerie
Ja, so nah an der Grenze zum grossen Kanton
Bis heute wusste ich ehrlich nicht, wo Gerlikon liegt, nun habe ich mich schlau gemacht. Das liegt in einer Gegend, die ich nicht kenne, obschon ich in der Ostschweiz aufgewachsen bin. Diese Ecke lässt man halt links oder rechts liegen auf dem Weg von Zürich nach St.Gallen oder retour. Den Bodensee vermisse ich schon ein wenig, aber dafür gibt es hier andere Schönheiten.
Aber liebe Valerie
Ich habe den Deutschen den Daumen gedrückt, jetzt haben Sie mich aber schwer enttäuscht!
Nur Spass, die Spanier spielen einen Zauberfussball!
Enttäuschte Verlierer - klar
Klar sind die Deutschen enttäuscht. Ist doch verständlich. Und wer blöckte erst noch herum, die Schweizer würden siegen? Hat doch jede Nation das Gefühl, ihre Elf sei die beste.
Schlechte Verlierer
gibts doch überall, nicht nur im Sport, nicht wahr?
Ich gönne den Spaniern den Sieg! Eviva España!
Armutszeugnis
Was ich ganz besonders tragisch finde, dass die Deutschen (die offensichtlich nicht verlieren können) bei der Siegesfeier gestern zu deutsch gesagt eine "Schnorrä" wie sieben Tage Regenwetter gerissen haben... und jetzt schon gross rumpalöcken, dass die im 2010 Weltmeister werden... Kein Wunder sind die Deutschen nirgendwo wirklich willkommen
 
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