Italien, Frankreich und England bangen
publiziert: Samstag, 17. Nov 2007 / 08:58 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Nov 2007 / 09:45 Uhr

Vor den letzten beiden Spieltagen der EM-Qualifikation sind erst 6 der 16 Teilnehmer der EURO 2008 bekannt. Unter anderen bangen die beiden WM-Finalisten Italien und Frankreich sowie England um ihr Ticket.

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Auf sportlichem Weg konnten sich bisher Titelverteidiger Griechenland, Deutschland, Tschechien und Rumänien qualifizieren, hinzu kommen die Gastgeber Schweiz und Österreicher. Auf die zehn übrigen Plätze können sich noch 18 Mannschaften Hoffnungen machen. Grosse Spannung versprechen die Partien Schottland - Italien, Norwegen - Türkei und Israel - Russland.

Gruppe A: Serbien und Finnland lauern

Die Chancen von Serbien und Finnland, sich noch auf einen der beiden ersten Plätze vorzukämpfen, sind eher gering. Polen kann bereits heute mit einem Heimsieg gegen die schwachen Belgier alles klar machen.

Portugal braucht aus den letzten beiden Partien jeweils zuhause gegen Armenien und Finnland vier Punkte. Die beiden Verfolger haben die Hoffnungen allerdings noch nicht aufgegeben. Gemäss verschiedenden Medienberichten soll der serbische Verband Belgien eine Prämie von einer Million Euro für einen Sieg gegen Polen versprochen haben.

Gibt Polen gegen Belgien Punkte ab, kommt es am Mittwoch voraussichtlich zu einem entscheidenden Spiel Serbien - Polen. Das von Roy Hodgson trainierte Finnland wird am Mittwoch - ein Heimsieg gegen Aserbaidschan vorausgesetzt - mit intakten Chancen nach Portugal reisen.

Gruppe B: Schottlands Widerstand

Für einmal kann Italien auf die Unterstützung Frankreichs zählen. Gewinnt der Weltmeister am Samstag in Schottland, sind die beiden WM-Finalisten für die EURO qualifiziert.

Aber auch ein Remis reicht den Italienern bereits, sofern sie die Pflichtaufgabe zum Abschluss im Heimspiel gegen die Färöer erfüllen. Eine Niederlage hingegen würde einerseits die Schotten qualifizieren und anderseits im Team von Roberto Donadoni das grosse Zittern auslösen. Italien wäre auf die Hilfe der Ukraine angewiesen.

Frankreich ist heute spielfrei, bestritt dafür gestern eine Testpartie gegen Marokko. Der Fokus ist aber seit Tagen auf Schottland - Italien gerichtet, selbst wenn Nationaltrainer Raymond Domenech die Bedeutung der Begegnung in Glasgow bei jeder Gelegenheit herunterspielt und behauptet, er werde sich die Partie nicht anschauen. Fakt ist, wenn Italien nicht gewinnt, muss Frankreich am Mittwoch in der Ukraine ein Remis erreichen, um sich zu qualifizieren.

Die Schotten denken nicht daran, die erstaunlich starke Qualifikations-Kampagne mit einer Heimniederlage zu beenden. «Die Italiener waren schon oft in solchen Situationen. Doch es ist ein Fussballspiel, elf gegen elf, und ich bin sicher, die italienischen Spieler sind auch nur Menschen», äusserte sich Schottlands Coach Alex McLeish.

Mit einem Sieg wäre die erste Endrunden-Teilnahme der Schotten seit zehn Jahren perfekt. Dann würden entweder Italien oder Frankreich auf der Strecke bleiben.

Gruppe C: Türkei muss gewinnen

Auf den zweiten Platz hinter dem bereits qualifizierten Titelverteidiger Griechenland können noch Norwegen und die Türkei hoffen. Norwegen hat die weitaus bessere Ausgangslage. Ein Sieg in der Direktbegegnung in Oslo würde den Nordländern die erste Endrunden-Teilnahme seit 2000 bescheren, und selbst ein Remis würde an den guten Voraussetzungen nichts ändern.

Die Türkei ist in Norwegen auf drei Punkte angewiesen, um nicht zum zweiten Mal in Folge ein grosses Turnier zu verpassen, nachdem sie vor zwei Jahren in der Barrage an der Schweiz gescheitert waren.

Gruppe D: Ein Prestigeduell

Tschechien und Deutschland sind durch. In der Gruppe D geht es nur noch um den Gruppensieg. Tschechien hat dank der besseren Bilanz in den Direktbegegnungen leichte Vorteile.

Dass jeder gewonnene Punkt auch die Position in der Setzliste für die EURO verbesseren kann, ist noch nebensächlicher als der Gruppensieg: Beide Teams dürften froh sein, wenn sie bei der Gruppenauslosung am 2. Dezember nicht zu den topgesetzten Mannschaften zählen, die bislang die Schweiz, Österreich und Griechenland umfasst.

Gruppe E: England bangt und hofft

England richtet seinen Blick nach Tel Aviv und Skopje. Aus eigener Kraft kann der WM-Viertelfinalist das EM-Ticket nicht mehr lösen. Er muss auf einen Ausrutscher von Kroatien oder Russland hoffen.

Den Kroaten mit Ivan Rakitic und Mladen Petric reicht in Mazedonien bereits ein Remis zum Weiterkommen; die Russen würden mit einem Sieg in Israel an England vorbeiziehen und den zweiten Platz im abschliessenden Auswärtsspiel in Andorra bestimmt erfolgreich verteidigen.

Während die meisten Experten in England nicht mehr an die Qualifikation glauben, gibt sich Coach Steve McClaren unerschütterlich optimistisch: «Ich gehe davon aus, dass wir es am Mittwoch gegen Kroatien in der eigenen Hand haben.» Dafür muss aber Israel, das ohne den verletzten Liverpooler Yossi Benayoun gegen Russland antritt, Schützenhilfe leisten.

Gruppe F: Remis für Spanien und Schweden?

Theoretisch haben Nordirland und Dänemark noch Chancen, Spanien und Schweden abzufangen. Doch daran zu glauben fällt schwer. Wahrscheinlicher ist, dass sowohl Schweden als auch Spanien schon am Samstagabend als EM-Teilnehmer feststehen. Voraussetzung hierfür ist ein Remis zwischen den Verfolgern Nordirland und Dänemark.

Gruppe G: Keine Gefahr für Holland

Das noch ungeschlagene Rumänien ist bereits qualifiziert und am Samstag wird Holland folgen. Dem Team von Marco van Basten reicht heute in Rotterdam ein Sieg gegen Luxemburg.

Die Luxemburger beendeten zwar im Oktober mit dem 1:0 gegen Weissrussland eine Serie von 56 Niederlagen, doch ein Sieg gegen Holland scheint ausser Reichweite.

(tri/Si)

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