Barca gewinnt bei Arsenal
Juventus holt gegen Bayern ein 0:2 auf
publiziert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 22:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 24. Feb 2016 / 07:59 Uhr
Torschuss zum 2:2 von Stefano Sturaro (mitte, Turin), Goalie Manuel Neuer machtlos.
Torschuss zum 2:2 von Stefano Sturaro (mitte, Turin), Goalie Manuel Neuer machtlos.

Bayern München erreichte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League ein 2:2 bei Juventus Turin. Der FC Barcelona machte mit dem 2:0-Erfolg bei Arsenal schon einen grossen Schritt Richtung Viertelfinals.

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Die Ausgangslage von Bayern München hätte noch deutlich besser sein können. Die Deutschen verspielten im ausverkauften Juventus Stadium eine mit erstaunlicher Leichtigkeit herausgespielte 2:0-Führung. Thomas Müller zwei Minuten vor der Pause und Arjen Robben in der 55. Minute trafen für den eine Stunde lang in jeglicher Hinsicht überlegenen Gast.

Die Turiner, die sich eine Stunde lang beinahe widerstandslos dem Spieldiktat von Bayern München gebeugt hatten, erwachten in der letzten halben Stunde. In der 63. Minute traf der Argentinier Paulo Dybala zum 1:2 und lancierte eine Druckphase der Gastgeber, die in einigen Torchancen mündeten und schliesslich im Ausgleich des eingewechselten Stefano Sturaro nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Alvaro Morata (76.).

Auf das Erwachen von Juventus Turin schien man lange Zeit vergeblich zu warten. Bayern München übernahm von der ersten Minute gegen die passiv wirkenden Turiner das Spieldiktat. Die eigene, wegen der Absenzen von Holger Badstuber und Jerome Boateng unerfahrene Abwehr mit Joshua Kimmich und David Alaba geriet lange Zeit gar nie in die Position, einen Fehler machen zu können. Mario Mandzukic, die einzige Sturmspitze der Turiner, war mehrheitlich damit beschäftigt, sich ins Defensiv-Dispositiv der Italiener einzugliedern. In der 12. Minute verpasste der Kroate eine Hereingabe von Dybala nach einem Konter nur knapp. Es war seine einzige nennenswerte Offensiv-Aktion bis in die 63. Minute, als er den 1:2 Anschlusstreffer von Dybala vorbereitete.

Zweiter Treffer schläferte Bayern ein

Die Deutschen hatten einiges mehr zu bieten, ohne dabei grosse Risiken einzugehen. Juventus' Keeper Gianluigi Buffon musste Schüsse von Arturo Vidal (4.) und Juan Bernat (31.) abwehren, sah erleichtert wie Thomas Müller nach einer knappen Viertelstunde aus bester Position den Ball verstolperte, ehe die Deutschen ihre klare Überlegenheit doch noch in der ersten Halbzeit in ein Tor ummünzten. Müller konnte nach Vorarbeit von Arjen Robben und Douglas Costa aus elf Metern einschieben. Für Buffon war es der erste Gegentreffer nach 879-minütiger Ungeschlagenheit.

Als dann Juventus Turin nach dem 0:1 notgedrungen etwas offensiver auftrat, wurde es prompt bestraft. Der Gast machte, was dem Gastgeber vorgeschwebt hatte: Er konterte. In der 59. Minute lancierte Thiago Lewandowski, der Pole fand Robben, und dieser lief ungestört im gegnerischen Strafraum mit dem Ball am Fuss in Position, um das 2:0 zu erzielen.

Dieser zweite Gegentreffer weckte die Turiner und schläferte die Münchner ein. Das 1:2 fiel noch etwas glückhaft nach einem Fehler des jungen Kimmich. Doch in den folgenden Minuten drehte der italienische Meister endlich auf und kam durch Juan Cuadrado und Paul Pogba zu Möglichkeiten. Schliesslich war es der italienische U21-Internationale Sturaro, der Juventus für den Zwischenspurt mit dem Ausgleich belohnte und die Hoffnungen im Hinblick auf das Rückspiel in drei Wochen wieder weckte.

Messi macht den Unterschied

Kaum mehr Hoffnungen auf ein Weiterkommen hat Arsenal. Die Engländer stehen nach dem 0:2 daheim gegen Barcelona vor dem sechsten Achtelfinal-Out in Serie. Die Katalanen, die zweimal durch Lionel Messi trafen, spielten in London in gewohnter Manier, passten viel und hielten den Ball meistens in den eigenen Reihen. Aber erst ab Ende der ersten Halbzeit erspielte sich der Titelverteidiger auch Torchancen.

Arsenals Goalie Petr Cech stoppte die erste Barça-Versuch, hielt gegen Luis Suarez und Neymar. Erst in der 71. Minute war der starke Tscheche ein erstes Mal machtlos, als Messi nach einer herrlichen Kombination über Andres Iniesta, Neymar und Suarez alleine vor ihm auftauchte. Der Argentinier doppelte in der 84. Minute mittels Penalty mit seinem 82. Treffer im 103. Champions-League-Spiel nach.

Juventus Turin - Bayern München 2:2 (0:1)
41'475 Zuschauer. - SR Atkinson (ENG). - Tore: 43. Müller (Douglas Costa) 0:1. 55. Robben 0:2. 63. Dybala 1:2. 76. Sturaro 2:2.

Juventus Turin: Buffon; Lichtsteiner, Barzagli, Bonucci, Evra; Cuadrado, Khedira (71. Sturaro), Marchisio (46. Hernanes), Pogba; Mandzukic, Dybala (75. Morata).

Bayern München: Neuer; Lahm, Kimmich, Alaba, Bernat (74. Benatia); Vidal; Robben, Müller, Thiago, Douglas Costa (84. Ribéry); Lewandowski.

Bemerkungen: Juventus Turin ohne Chiellini, Asamoah und Caceres (beide verletzt). Bayern München ohne Boateng, Badstuber und Javi Martinez (alle verletzt). Verwarnungen: 20. Dougleas Costa (Foul), 71. Lewandowski (Foul), Morata (Foul), 90. Vidal (Foul).

Arsenal - FC Barcelona 0:2 (0:0)
59'000 Zuschauer. - SR Cakir (TUR). - Tore: 71. Messi 0:1. 83. Messi (Foulpenalty) 0:2.

Arsenal: Cech; Bellerin, Mertesacker, Koscielny, Monreal; Ramsey, Coquelin (82. Flamini); Oxlade-Chamberlain (50. Walcott), Özil, Alexis Sanchez; Giroud (72. Welbeck).

FC Barcelona: ter Stegen; Dani Alves, Piqué, Mascherano, Jordi Alba; Rakitic, Busquets, Iniesta; Messi, Suarez, Neymar.

Bemerkungen: Arsenal ohne Rosicky, Santi Cazorla, Wilshere und Gabriel (alle verletzt). FC Barcelona ohne Rafinha (verletzt) und Turan (gesperrt). Verwarnungen: 6. Monreal (Foul), 85. Piqué (Foul).

 

(fest/Si)

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