Kampf gegen Hooliganismus intensiviert
publiziert: Mittwoch, 10. Jan 2007 / 17:24 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Jan 2007 / 20:25 Uhr

Bern - Sportminister Samuel Schmid will den Kampf gegen Hooliganismus und Gewalt in Stadien weiter konkretisieren. Er beauftragte das Bundesamt für Sport (BASPO), mit allen vom Problem Betroffenen Gespräche am Runden Tisch zu organisieren.

Anhänger des FC Basel nach dem Meisterschaftsspiel gegen den FCZ im September 2006.
Anhänger des FC Basel nach dem Meisterschaftsspiel gegen den FCZ im September 2006.
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Die Gespräche werden Ende Januar oder Anfang Februar stattfinden. Der genaue Zeitpunkt und Ort stünden noch nicht fest, sagte BASPO- Sprecherin Barbara Meier zu einem entsprechenden Bericht der «Berner Zeitung».

Auch die Teilnehmerliste sei noch nicht abschliessend erstellt. Bei den Gesprächen werde es nicht nur um Hooliganismus, sondern allgemein um Gewalt im Sport gehen, sagte Meier weiter. Nicht nur Hooligans, auch andere Gruppen missbrauchten die Stadien für Gewaltaktionen.

Vorbeugung und Repression

Bei den Gesprächen habe man nicht nur die EURO 08 und die Eishockey- Weltmeisterschaften 2009 im Visier. Mit Blick auf diese Anlässe würden die Arbeiten jedoch beschleunigt, sagte Meier weiter. Am Runden Tisch würden sowohl Vorbeugung als auch Repression Themen sein.

Um Gewalttätige von Sportstadien und deren Umgebung fernzuhalten, stehen den Sicherheitskräften bereits seit Anfang 2007 neue Instrumente zur Verfügung: Rayonverbot, Ausreisebeschränkung, Meldeauflage und ein maximal 24-stündiger Polizeigewahrsam.

Vervollständigung Ende 2007

Personen mit entsprechenden Auflagen werden von der elektronischen Datenbank HOOGAN erfasst. Dieses Informationssystem startet im ersten Quartal mit einem Pilotbetrieb in den EURO-08-Kantonen Zürich, Basel, Bern und Genf.

Die vollständige Einführung mit allen Datensätzen und Benutzern ist auf Ende 2007 vorgesehen.

(ht/sda)

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Die Notwendigkeit des Hooligan-Gesetzes wurde mehrfach betont.
 
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