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5 Klubs nur durch 4 Punkte getrennt
Kurze Pause, spannender Titelkampf
publiziert: Samstag, 1. Feb 2014 / 00:15 Uhr
Fünf Klubs sind nur durch vier Punkte getrennt.(Symbolbild)
Fünf Klubs sind nur durch vier Punkte getrennt.(Symbolbild)

Nie zuvor waren die Winterpause in der Super League so kurz und das Meister- und Europacup-Rennen so spannend. Mit Titelverteidiger Basel, Luzern, YB, GC und St. Gallen sind fünf Klubs nur durch vier Punkte getrennt.

Wegen der Vorbereitung der Schweizer Nationalmannschaft auf die WM endet die Meisterschaft bereits am 18. Mai. Viel Zeit für Erholung und gezielte Vorbereitung blieb nicht. Mutationen blieben weitgehend aus. Allerdings haben mit Mohamad Salah (von Basel zu Chelsea), Izet Hajrovic (von GC zu Galatasaray Istanbul), Dusan Veskovac (von YB zu Toulouse) und dem talentierten Schweizer U21-Internationalen Salim Khelifi (von Lausanne zu Eintracht Braunschweig) einige Leistungsträger die Schweizer Spitzenliga verlassen. Als gewichtigste Zuzüge vermelden Basel den Tschechen Marek Suchy von Spartak Moskau, Thun die Ausleihe von Adrian Nikci aus Hannover, YB die Rückkehr von Josef Martinez aus Thun und Aarau die Verpflichtung von Torhüter Lars Unnerstall von Schalke.

Innenverteidiger gefragt

Auf dem nationalen Transfermarkt waren vor allem Innenverteidiger gefragt. Die Young Boys mussten mit François Affolter (zu Luzern) und Veskovac deren zwei ziehen lassen. Basel sah sich gezwungen, seine ganze Zentralabwehr zu ersetzen. Sowohl der Schweizer Internationale Fabian Schär als auch der Bulgare Ivan Ivanov fallen verletzungsbedingt für Wochen aus. Die Leihgabe Suchy soll neuer Abwehrpatron werden. Zürich hofft, mit dem Montenegriner Ivan Kecojevic den neuen Abwehrchef für den im Sommer scheidenden Jorge Teixeira gefunden zu haben, für den sich offenbar YB brennend interessiert. Mit dem Letten Nauris Bulvitis verstärkte auch Aufsteiger Aarau seine Zentralabwehr, stellt doch das Team von René Weiler mit 35 Minustreffern die zweitschwächste Hintermannschaft nebst dem abgeschlagenen Lausanne (39), das mit zehn Punkten Rückstand auf Sion (!) kaum zu retten sein wird.

FCZ und Sion auf Aufholjagd?

Mit den Spielen Aarau gegen St. Gallen und Zürich gegen Sion beginnt heute Samstag die Rückrunde. Vor allem der FCZ und die Walliser, die ihr Kader wie üblich umrüsteten, blieben in der Vorrunde einiges schuldig. Zürich weist acht Punkte Rückstand auf einen Europacup-Platz auf, Sion sogar deren 13. Da sind Aussetzer verboten. Der FCZ hat eine Umbauphase eingeleitet. Yassine Chikhaoui und Jorge Teixeira werden im Sommer ebenso ausgemustert wie Stjepan Kukuruzovic. Für Offensivspektakel und Tore soll schon jetzt der albanische Goalgetter Armando Sadiku von Lugano aus der Challenge League und vielleicht auch bald der umworbene Schaffhauser Patrick Rossini sorgen.

Sions finanzstarker Präsident Christian Constantin wurde von seiner wild zusammengewürfelten Truppe, der es oft an Einsatz, Einstellung, Zusammenhang und Konstanz fehlt, einmal mehr bitter enttäuscht. Anspruch und Realität klaffen weiterhin weit auseinander. CC entlöhnt seine Akteure jeweils fürstlich, erhält aber wenig Lohn dafür. Immerhin haben die Spieler angeboten, auf ein Monatsgehalt zu verzichten, sollten sie die Europa League verpassen. Hierzu wäre ein vierter Platz notwendig, was eine gewaltige Aufholjagd bedingen würde. Ob dies die vier Neuverpflichtungen aus Frankreich versprechen?

Spitzenspiel in Luzern

In der Startrunde im neuen Jahr kommt es am Sonntag in Luzern zwischen dem FCL und GC zum Spitzenspiel zweier Kandidaten, die Ende Saison europäisch dabei sein möchten. Nach der enttäuschenden Vorsaison und dem Beinahe-Abstieg hat sich Luzern dank Trainer Carlos Bernegger und Sportchef Alex Frei gefestigt. Ihnen gelang, es ein homogenes Gefüge aufzubauen und für Ruhe zu sorgen. Unruhe herrscht dagegen in der Vorstandsetage bei Rekordmeister GC. André Dosé hat sich als Präsident zurückgezogen, ein neuer Chef ist noch nicht gefunden, und nun hat auch Marketing-Chef Adrian Fetscherin genug. Es brodelt bei GC, nicht nur wegen des (Not)verkaufs von Izet Hajrovic, der in der Kreativabteilung eine grosse Lücke hinterlässt. Auch die vorzeitige Vertragsverlängerung von Trainer Michael Skibbe schafft da kaum Abhilfe.

(ig/Si)

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