Laurent Blanc tritt ab - Lust und Zuversicht verloren
publiziert: Samstag, 30. Jun 2012 / 18:45 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Jun 2012 / 20:26 Uhr
Trainer Laurent Blanc.
Trainer Laurent Blanc.

Laurent Blanc wird die französische Nationalmannschaft verlassen. Der Coach lehnte gemäss der Sportzeitung «L'Equipe» nach zweitägiger Bedenkfrist eine neue Vertragsofferte des Verbandes ab. Didier Deschamps (Marseille) soll zur Übernahme bereit sein.

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Am Donnerstag verhandelte Noël Le Graët ein letztes Mal mit Blanc. 48 Stunden später stand der Präsident der "Fédération Française de Football" (FFF) vor vollendeten Tatsachen und dem nächsten Problem seit dem unschönen Abgang an der EM in der Ukraine. Blanc soll offenbar nicht bereit gewesen sein, in seinem Stab Einschränkungen zu akzeptieren.

Blancs Amtsperiode verlief lange Zeit markant besser als befürchtet. Der 46-Jährige beschleunigte die "Aufräumarbeiten" nach dem Fiasko an der WM in Südafrika und führte das Team zu einer Serie von 23 Spielen ohne Niederlage. Doch die gute Phase trügte. Es gelang auch dem ehemaligen Welt- und Europameister nicht, alle internen Spannungen zu beseitigen.

Nach dem 0:2 gegen die Schweden war plötzlich wieder von schweren Differenzen innerhalb der Kabine die Rede. Blanc selber liess sich in hitzige Diskussionen mit Hatem Ben Arfa verwickeln. Andere wie Alou Diarra begehrten auf. Gegen Spanien schieden die zerstrittenen "Les Bleus" chancenlos aus.

Einige französische Experten äusserten öffentlich Zweifel, ob "Le Président" seinen Hofstaat wirklich noch im Griff habe. Samir Nasri, einer von weiteren "Problemfällen", befeuerte die Debatte mit seiner primitiven Tirade gegen einen Journalisten zusätzlich.

Des betrüblichen Rückfalls zum Trotz genoss Blanc innerhalb der französischen Szene extrem viel Kreditwürdigkeit. Beobachter schätzten den früheren Patron der besten Equipe der Verbandsgeschichte. Er habe das in Südafrika regelrecht vergiftete Klima dank seiner angenehmen und hoch anständigen Art spürbar positiv verändert, stellte das Fachmagazin "France Football" fest.

Blanc setzte auf gute Umgangsformen. Für ihn war vieles auch eine Frage des Stils. Unter Umständen hat ihn die interne Zerrüttung deshalb mehr getroffen als zunächst angenommen. Offenkundig fehlte ihm die Energie und wohl auch die Lust, erneut fundamentale Veränderungen vorzunehmen.

Frankreich steht nun erneut vor einer heiklen Passage. Wenige Wochen vor dem Start zur WM-Kampagne (u.a. gegen Spanien) muss die "FFF" so rasch wie möglich die Trainerfrage klären. Deschamps soll ein ernsthafter Kandidat sein - er war wie Blanc ein Leader der Weltmeister-Auswahl.

 

(fest/Si)

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