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Leader gegen Schlusslicht: Ein unerwartetes Duell
publiziert: Samstag, 9. Aug 2008 / 00:48 Uhr / aktualisiert: Samstag, 9. Aug 2008 / 21:02 Uhr

Aarau gegen Luzern war in den letzten Jahren stets ein Zitterspiel zweier Teams, die gegen den Abstieg kämpften. Jetzt aber ist einiges anders: Aarau grüsst als überraschender Leader von der ASL-Spitze, und Luzern reicht das Wasser bis zum Hals.

Noch vor sieben Jahren wollte Trainer Ryszard Komornicki «nie mehr als Profi-Trainer arbeiten!».
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Fernab der Scheinwerfer haben die Verantwortlichen in Aarau eine schlagkräftige Mannschaft zusammengebaut, die seit insgesamt sieben Runden ungeschlagen ist und in dieser Saison noch als einziges Team nicht mit der Niederlage Bekanntschaft schliessen musste.

Die lange unbeachteten Bemühungen auf und neben dem Spielfeld wurden inzwischen mit der sensationellen Leaderposition und dem ebenso überraschenden Nationalmannschafts-Aufgebot für Mittelfeldspieler Sandro Burki honoriert.

Verantwortlich für den Aarauer Höhenflug ist in erster Linie Trainer Ryszard Komornicki. Nachdem seine erste Amtszeit in Aarau noch nicht von Erfolg gekrönt war und im Mai 2007 in der Ersetzung durch Gilbert Gress mündete, führte der polnische Ex-Internationale die Aarauer letzte Saison durch eine nahezu sorgenfreie Saison.

Dass das Komornicki-Ensemble in dieser Saison nun auch die nicht unerheblichen Abgänge der Routiniers Sven Christ (Spielertrainer Sursee), Massimo Colomba (GC) und Gürkan Sermeter (Bellinzona) sowie von Djamel Mesbah (Luzern) scheinbar mühelos verkraftet, ist höchst bemerkenswert. Komornicki dürfte sich nach diesem Traumstart nur noch schwerlich an jene Worte erinnern, die er vor sieben Jahren im Frust geäussert hatte.

Ohne Vertrauen in Luzern

Damals, im Juli 2001, war er nach nur fünf Runden und nur einem Punkt als Trainer des FC Luzern entlassen worden und sagte enttäuscht: «Ich werde nie mehr als Profi-Trainer arbeiten!» Heute Nachmittag nun empfängt der Pole als stolzer Spitzenreiter jenen Verein, der ihn damals nach kürzester Zeit entlassen hatte. Pikant daran ist, dass sein Trainerkollege Ciriaco Sforza nun mit der gleich schlechten Bilanz anreist, wie er sie in Luzern vor seinem letzten Spiel vorgewiesen hatte.

Verliert der frühere Aarau-Spielmacher Sforza heute auf dem Brügglifeld, hätte auch er aus fünf Spielen nur einen Punkt erobert. Mit dem wesentlichen Unterschied zu damals, dass dem Schweizer Alt-Internationale beim FCL nun wohl mehr Vertrauen gewährt wird als dem damaligen Trainer-Neuling Komornicki.

Zürcher Derby im Fokus

Neben dem Duell zwischen Leader Aarau und Schlusslicht Luzern ist in der fünften Runde der Fokus vor allem auf das Stadtzürcher Derby gerichtet. Und erstmals in dieser Saison dürfen die FCZ-Anhänger ihre Mannschaft im heimischen Letzigrundstadion anfeuern. Nachdem der überzeugend gestartete FCZ seine beiden Geisterspiele gegen Luzern und YB auch ohne Fan-Unterstützung gewinnen konnte, stellt sich nun die Frage, wie die Mannschaft auf den neuen Erwartungsdruck von den Rängen reagiert.

Trainer Bernard Challandes freut sich indes über die zusätzliche Motivation durch die Fans, die sicherlich ihrem neuen Nationalspieler Almen Abdi einen warmen Empfang bereiten werden. Der Derbystimmung misst der FCZ-Trainer weniger Bedeutung zu: «Es ist sicherlich nicht mehr die gleiche Situation wie früher, als vorwiegend Zürcher in den Reihen der beiden Teams standen.» Heute zieren hauptsächlich ausländische Namen die Leibchen der beiden Zürcher Teams.

Der diese Saison nur von Leader Aarau bezwungene FCZ könnte mit einem Derbysieg an die Tabellenspitze vorrücken, wenn die Aarauer gegen Luzern zum dritten Mal in Folge sieglos bleiben würden. Eine verlockende Ausgangslage, zumal man mit einem Vollerfolg auch Stadtrivale GC wohl für Monate entscheidend distanzieren könnte. Das Team von Hanspeter Latour liegt jetzt schon fünf Punkte zurück, es hat jedoch eine Partie weniger ausgetragen und auch schon gegen den FC Basel gespielt.

Die Qualifikation für die UEFA-Cup-Ausscheidung dürfte GC genug Selbstvertrauen vermittelt haben, um am Sonntag auf einen Sieg zu hoffen. Der Rückstand auf den Stadtrivalen würde dadurch auf zwei Zähler zusammenschmelzen und könnte in der ausstehenden Partie gegen Bellinzona vollends getilgt werden.

Europacup im Kopf?

Vor ganz heiklen Aufgaben vor den Europacupspielen der nächsten Woche stehen das noch sieglose Co-Schlusslicht YB, Titelverteidiger Basel und Bellinzona. Die Young Boys empfangen Xamax, das die Berner letzte Saison gleich dreimal 3:1 bezwungen hatte. Meister Basel trifft zwischen den beiden Champions-League-Ausscheidungsspielen gegen Göteborg und Vitoria Guimaraes auf Liga-Neuling Vaduz, gegen den man noch vor zwei Jahren auf internationaler Ebene verloren hatte. Der Tessiner Aufsteiger Bellinzona muss nach Sion reisen, wo diese Saison bereits die letztjährigen Topteams YB und Basel ohne Punkte geblieben sind.

Aarau - Luzern (letzte Saison: 0:0/0:0/0:2/2:1)
Samstag, 17.45 Uhr. - Abwesend: keiner; Diarra, Kukeli und Pacar (alle verletzt). - Fraglich: Rogerio (Knie); Tchouga (rekonvaleszent). - Statistik: Die Punkte wurden letzte Saison brüderlich verteilt. Nun aber liegen die beiden Teams bereits zehn Punkte auseinander. Aaraus Startserie mit drei Siegen wurde zuletzt durch zwei Auswärts-Remis leicht gebremst. Der dreifache Auftakt-Verlierer Luzern verzeichnete mit dem Unentschieden in Bellinzona einen leichten Aufwärtstrend, wartet aber noch immer auf den ersten Vollerfolg.

Sion - Bellinzona (neu)
Samstag, 17.45 Uhr. - Abwesend: Kali, Paito und Sarni (alle verletzt); Miccolis (verletzt), Di Zenzo (rekonvaleszent). - Fraglich: keiner; Sermeter (angeschlagen), Hima (Spielberechtigung). - Statistik: Aufsteiger Bellinona wartet noch auf den ersten Vollerfolg. Immerhin konnte am Dienstag Leader Aarau gestoppt werden. Die Walliser starteten mit zwei Heimsiegen gegen die beiden Spitzenteams der letzten Saison und sind daher klarer Favorit.

Basel - Vaduz (neu)
Samstag, 19.45 Uhr. - Abwesend: Eduardo und Streller (beide verletzt); Akdemir, Wieczorek und Wüthrich (alle verletzt). - Fraglich: Ergic; keiner. - Statistik: Wie verdaut der Titelverteidiger den kräfteraubenden Sieg vom Mittwoch gegen Göteborg? Hat er nun bereits die Gedanken beim nächsten Europacup-Gegner Vitoria Guimaraes und schont deshalb einige Leistungsträger? Die Chancen für eine Überraschung durch den Aufsteiger mit seinem langjährigen Basler U21-Trainer Heinz Hermann stehen nicht so schlecht.

Grasshoppers - Zürich (0:4/2:1/0:1/1:1)
Sonntag, 16 Uhr. - Abwesend: Dos Santos, Feltscher, Gabriel und Sutter (alle verletzt); Chikhaoui, Schönbächler, Vasquez. - Fraglich: Smiljanic; Alphonse, Tihinen. - Statistik: Auch mit einem Sieg würde GC noch immer zwei Punkte hinter dem Stadtrivalen liegen. Ein Anwachsen des Rückstandes will sich GC aber auf keinen Fall leisten. Der FCZ erhält erstmals in dieser Saison im Letzigrund-Stadion Unterstützung durch seine Anhänger, was ihn zusätzlich beflügeln dürfte.

Young Boys - Neuchâtel Xamax (1:3/3:2/1:3/1:3)
Sonntag, 16 Uhr. - Abwesend: Doubai, Schwegler und Liechti (alle verletzt); Coly, Quennoz. - Fraglich: Yapi, Raimondi; keiner. - Statistik: Während YB noch immer auf den ersten Sieg wartet, starteten die Neuenburger mit zwei Auswärtssiegen in die Saison. Auch das Vorjahr spricht für einen Xamax-Erfolg: Gleich dreimal wurde YB 3:1 geschlagen. Die Xamax-Abwehr mit dem jungen Guillaume Faivre im Tor ist schon 218 Minuten ohne Gegentor.

Rangliste:
1. Aarau 5/11. 2. Zürich 4/9 (6:4). 3. Basel 4/9 (5:3). 4. Neuchâtel Xamax 4/7. 5. Sion 4/6. 6. Vaduz 4/5. 7. Grasshoppers 3/4. 8. Bellinzona 4/2. 9. Luzern 4/1 (3:6), Young Boys 4/1 (3:6).

(bert/Si)

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