Kampf um Stammplatz
Mehmedis Empfehlungen und Ansprüche
publiziert: Donnerstag, 24. Mrz 2016 / 15:35 Uhr
Admir Mehmedi hat in der Nati Spuren hinterlassen.
Admir Mehmedi hat in der Nati Spuren hinterlassen.

Admir Mehmedi kämpft um einen Stammplatz. Nicht nur in Leverkusen, auch im Schweizer Nationalteam. Er will und muss gute Argumente vorlegen.

4 Meldungen im Zusammenhang
Gegen Irland ist mit Mehmedi zu rechnen. Er selber denkt, im offensiven Bereich seien noch ein paar Positionen offen. «Der Konkurrenzkampf ist spürbar, die EM-Startplätze sind noch nicht vergeben.» Vladimir Petkovic habe mit seinem Entschluss, auf Captain Gökhan Inler zu verzichten, ein klares Signal an alle Beteiligten gesandt.

«Der mutige Entscheid rüttelt auf. Petkovic schaut nicht auf Namen, nur die Leistung zählt.» Mehmedis Augen leuchten, er will alles daran setzen, sich im Klub und in den letzten vier Testspielen mit dem Nationalteam für die EM-Formation aufzudrängen.

Spuren hinterlassen

Rückblende. Freiburg, die erste Station nach dem knapp eineinhalbjährigen Experiment in Kiew. Im Breisgau war er zunächst mit zwölf Meisterschafts-Toren der umjubelte Retter in der sportlichen Not. Dann trübte der Fall in die Zweitklassigkeit das zweite Bundesliga-Jahr, ehe Bayer Leverkusen Hand zum sofortigen persönlichen Wiederaufstieg bot. Kurzum: Admir Mehmedi hat sportliche Passagen hinter sich, die nicht einfach einzuordnen sind. «Es ist viel passiert», staunt der 25-Jährige über den eigenen Weg.

Mehmedi hat innerhalb der letzten drei Jahre im Prinzip überall Spuren hinterlassen - auch im Nationalteam. Ihm gelangen gute bis sehr gute Spiele, er produzierte wichtige Treffer, bereitete wegweisende Aktionen vor. Nur etwas fehlte: die Konstanz auf höchstem Niveau. Immer wieder verlor der polyvalente Mittelfeldspieler an Fahrt, wurde plötzlich wieder aus der ersten Reihe verdrängt.

An der vergangenen WM in Brasilien entwickelte er sich vom Joker im Startspiel bis zur massgeblichen Stammkraft im Achtelfinal gegen Argentinien. Unter Vladimir Petkovic stand er zwar während der EM-Ausscheidung in neun von zehn Spielen auf dem Platz, gehörte aber nur zur Hälfte zur Startformation.

Konstanz fehlt

Sein Anspruch ist ein anderer, Mehmedi will wieder vermehrt Verantwortung tragen, sagt aber auch: «Man muss auch Argumente liefern. Forderungen kann nicht jeder stellen.» 38 Länderspiele hat er bislang bestritten. «Auch schon ganz wichtige», schiebt er nach. Aber zum unbestrittenen Stamm gehört der Couloir-Spieler auch fünf Jahre nach dem SFV-Debüt noch immer nicht.

Bei der Werkself verläuft die Entwicklung ähnlich. Der Flow fehlt, den Nachweis, absolut unverzichtbar zu sein, hat Mehmedi noch immer nicht erbracht. Er taxiert seine Performance in Leverkusen als «okay bis ordentlich», lässt aber eine gewisse Unzufriedenheit durchschimmern: «Mal bin ich im Spiel, dann wieder auf der Bank. So ist es schwierig, zur Konstanz zu finden.»

Resignieren kam indes nie infrage. Mehmedi kämpfte so, wie er das eigentlich immer tue. «Ich bin einer, der über die Arbeit kommt. Mir ist noch nie etwas geschenkt worden.» Die statistische Zwischenbilanz lässt sich unter diesen Gesichtspunkten durchaus sehen: 38 Pflichtspiele, sieben Tore, fünf davon im Champions-League-Wettbewerb, neun Assists.

Qualität und Turbulenzen

Allzu sehr setzt er sich ohnehin nicht unter Druck. Man könne seine Rolle in Freiburg nicht mit seiner aktuellen Aufgabe vergleichen. «Meine Erwartung war schon nicht so, hier anzukommen und gleich alle mitzureissen.» Die interne Konkurrenz ist in der Tat beträchtlich und prominent: Hakan Calhanoglu, Karim Bellarabi, Kevin Kampl, Stefan Kiessling, Chicharito belegen die offensive Qualität Bayers.

Und doch verlief die Saison im Bundesliga-Alltag lange nicht wie gewünscht. Blamable Heimniederlagen gegen den Aufsteiger Darmstadt (0:1) und Werder Bremen (1:4) wirbelten Staub auf. Trainer Roger Schmidt weitete die Probleme mit seinen Tiraden gegen die Schiedsrichter aus.

Mehmedi erinnert sich an die zum Teil schweren Turbulenzen: «Wenn es der Mannschaft nicht läuft, wird es für jeden Einzelnen ungemütlich. Aber wir haben uns gefangen und spielen weiterhin um die internationalen Plätze.»

(bg/Si)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese fussball.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Nico Elvedi macht die Reise nach ... mehr lesen
Vladimir Petkovic entschied sich gegen Elvedi und für Tarashaj für die kommenden Testspiele.
Trotzt Nichtnominierung ist die EM-Türe für Gökhan Inler noch nicht geschlossen.
Kurz vor dem Abflug zum Testspiel ... mehr lesen
Stephan Lichtsteiner und Xherdan Shaqiri sind weiter angeschlagen und drohen das ... mehr lesen
Xherdan Shaqiri heute während des Trainings.
Gökhan Inler hat sich mit seiner Situation in Leicester ins Abseits manövriert.
Vladimir Petkovic verzichtet in den ... mehr lesen
Retro-Fussballtrikots von der Schweizer Nati
Vladimir Petkovic bleibt bis zur EM 2020 Schweizer Nationaltrainer.
Vladimir Petkovic bleibt bis zur EM 2020 Schweizer Nationaltrainer.
Um zwei Jahre  Der Schweizerische Fussballverband hat den Vertrag mit Nationaltrainer Vladimir Petkovic vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. mehr lesen 
16 Siege in 28 Spielen  Genau 1'000 Tage ist der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic im Amt. Die Zwischenbilanz fällt für den 53-Jährigen positiv aus. mehr lesen  
Luzern-Profi  Markus Neumayr ist Schweizer: Der ... mehr lesen
Markus Neumayr präsentiert auf Twitter seinen Schweizer Pass.
Der VfL Wolfsburg und die Schweizer Nati müssen längere Zeit auf Ricardo Rodriguez verzichten.
Bänderverletzung  Jetzt ist es traurige Gewissnheit: ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
Publinews
   
Schweizer Flagge, Fussball
Publinews Fussballvereine unter Erfolgsdruck  Fussball ist ein Mannschaftssport mit einer grossen Fangemeinde - das ist allgemein bekannt. Seit nunmehr über 100 Jahren erfreut er sich einer beständigen ... mehr lesen
Grenzenlose Liebe und Treue für nicht irgendeinen Fussballverein, sondern den natürlich besten Klub der Welt.
Publinews Fan-Utensilien  Trikot, Schal und Fahne - Die Zeiten scheinen sich wohl nie zu ändern, in denen nicht das klassische Fanartikel-Trio eine ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 11°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 10°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Bern 11°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern 13°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 12°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 16°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten