Aussergewöhnlicher Exploit
Nach der Leere kam der Basler Triumph
publiziert: Freitag, 26. Feb 2016 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Feb 2016 / 08:32 Uhr
Basels Matias Delgado und Luca Zuffi jubeln nach dem 1:0.
Basels Matias Delgado und Luca Zuffi jubeln nach dem 1:0.

Der FC Basel leistet im Europacup wieder einmal Unglaubliches. Typisch FCB könnte man sagen, bestätigt der Matchwinner Luca Zuffi, der beide Tore zum 2:1-Erfolg gegen Saint-Etienne schiesst.

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Man ist sich einiges gewohnt im St. Jakob-Park. Die FCB-Anhänger konnten in ihrer Arena schon den einen oder anderen Exploit ihres Teams mitverfolgen. Doch was die Mannschaft am Donnerstagabend gegen Saint-Etienne noch schaffte, war selbst nach FCB-Massstab aussergewöhnlich. In der 90. Minute das 1:1 kassiert, das gleichbedeutend mit dem Ausscheiden im Europa-League-Sechzehntelfinal gewesen wäre, und in der 92. Minute den Siegtreffer geschossen. Der St. Jakobs-Park bebte.

«Es war ein unglaubliches Finish», sagte Michael Lang, der das 2:1 vorbereitete. «Es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass wir noch irgendwie das 2:1 erzielen konnten.» Der Ausgleich hatte nämlich durchaus seine Wirkung gezeigt. «Wir waren während fünf bis zehn Sekunden leer, fast tot, fast aus dem Wettbewerb ausgeschieden.» Er habe nach dem 1:1 kurz in die Fanecke von Saint-Etienne geschaut und gesehen wir der Torschütze Moustapha Sall gejubelt habe, «als wäre er Weltmeister geworden». «So schnell kann es im Fussball gehen.»

Typisch FCB?

Renato Steffen und Marc Janko standen nach dem 1:1 am Mittelkreis und haben sich gesagt: «Wir spielen gleich nach vorne. Wir schiessen noch ein Tor.» Haben sie daran tatsächlich geglaubt? «Man muss daran glauben, sonst klappt es sowieso nicht», so Steffen. «Wir haben in dieser Saison schon mehrmals bewiesen, dass wir zurückkommen können, dass wir Moral haben», erklärte Zuffi nach dem Spiel in den Katakomben des Stadions. Typisch FCB? «Man kann das schon so nennen. In den letzten Jahren gab es immer wieder so Matches, die knapp waren und die wir für uns entscheiden konnten. Für mich ist gut, wenn es so bleibt.»

Zuffi, der vor dem 2:1 mit einem herrlichen Freistoss schon das 1:0 geschossen hatte, wollte sich selber nicht in den Vordergrund stellen, obwohl er zweifelsfrei der Matchwinner dieser unglaublichen Partie war. «Es war eine super Teamleistung. Die Mannschaft hat gekämpft, ist füreinander gegangen und so gewinnt man diese Spiele auch unter schwierigen Umständen.»

(bert/Si)

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