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Schweizer Captain Benaglio über das Turnier in London
«Olympia ist mit einer WM oder EM zu vergleichen»
publiziert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 17:30 Uhr
Diego Benaglio: «Jeder wäre gerne mitgekommen.»
Diego Benaglio: «Jeder wäre gerne mitgekommen.»

In der Bundesliga hat sich Diego Benaglio (28) längst etabliert. Nun führt der Wolfsburger Keeper das Schweizer Fussball-Olympia-Team an und betritt sportliches Neuland. Die Nummer 1 der Schweiz schätzt das Turnier in Grossbritannien extrem hoch ein.

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43 Länderspiele, eine Heim-EM, die WM in Südafrika und 130 Einsätze in der Bundesliga - Diego Benaglio hat eine immense internationale Erfahrung vorzuweisen. Olympische Spiele hingegen verfolgte er bis anhin nur als TV-Zuschauer. Seit ein paar Tagen ist alles anders. Der Zürcher gehört temporär zur IOC-Familie und ist einer von rund 10'500 akkreditierten Athleten.

Im Interview mit der Sportinformation äussert sich der Top-Goalie zur Bedeutung der Sommerspiele und zur teils negativen Haltung einzelner Klubs - und er äussert sich zu den Parallelen zwischen Coach Pierluigi Tami und Nationalcoach Ottmar Hitzfeld.

Ist Ihr Engagement in der U23-Equipe in gewisser Weise auch ein «Back to the Roots»?

Benaglio: Das hat wohl was, ja. Früher war ich selber ein Junger, heute habe ich ein paar Jahre und einige Erfahrungen mehr auf dem Buckel. Für mich ist es eine tolle und spannende Herausforderung. Ich bin wahnsinnig stolz, Teil dieser Equipe sein zu dürfen. Mir bereitet es extrem viel Spass, an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Womöglich erlebt man das als Sportler nur einmal in seiner Karriere.

Es gab im Vorfeld der Spiele polemische Diskussionen und Absagen. Wird Olympia von der Schweizer Fussball-Szene generell unterschätzt?

Benaglio: Das denke ich nicht. Ich glaube, dass jeder, der zum engeren Kreis der Kandidaten zählte, gerne mitgekommen wäre. Neben einer EM oder WM sind die Sommerspiele ein Top-Turnier. Es ist aber nun mal so, dass man in dieser speziellen Situation die Lage von Fall zu Fall beurteilen musste. Ich verstehe zum Beispiel die Haltung von Gladbach. Sie haben viel Geld in Granit Xhaka investiert und sind natürlich daran interessiert, ihn möglichst früh ins Team zu integrieren. Zudem steht dort eine Champions-League-Qualifikation an - für sie kommt Olympia sicherlich zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Der Spieler wäre gern mit uns gefahren, weiss aber auch: 'Mönchengladbach ist mein Arbeitgeber, ich habe jetzt die Chance, mir einen Stammplatz zu erkämpfen.' Der Verband hat jeden Personalentscheid einzeln abgewogen und ganz bestimmt versucht, die bestmögliche Lösung für den Schweizer Fussball zu finden.

Sie haben vom Klub die (freiwillige) Freigabe als Ü23-Spieler erhalten. Haben Sie damit gerechnet, weil Sie sich in Wolfsburg ja auch einen gewissen Status erarbeitet haben?

Benaglio: Es ist schwierig, das exakt zu beurteilen. In meiner Situation war bestimmt ein Vorteil, dass ich schon sehr lange mit Felix Magath zusammenarbeite. Er kennt mich gut. Unter Umständen fiel es ihm deswegen ein bisschen einfacher, mich abzustellen. Ich bin ihm jedenfalls sehr dankbar, dass er mir ermöglicht hat, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Für mich war andererseits von Beginn weg klar, dass ich unbedingt dabei sein wollte.

Sie haben mit der Schweiz die Heim-EM bestritten und waren in Südafrika an der WM die Nummer 1, in der Bundesliga sind Sie seit bald fünf Jahren Stammgoalie. Wo ordnen Sie nun die Olympia-Teilnahme ein?

Benaglio: Der Anlass hier in Grossbritannien ist riesig. Viele Einzelsportler bereiten sich im Normalfall während vier Jahren auf dieses Ereignis vor. Als Kind habe ich die Olympischen Spiele ebenfalls aufmerksam verfolgt. Es ist ein Highlight, ganz klar. Dieser Event ist durchaus mit einer WM oder EM zu vergleichen. Die Ausstrahlung des Events ist global.

Nur mitzumachen, genügt den Schweizer Fussballern wohl kaum. Was trauen Sie dieser neu formierten Mannschaft zu? Was ist zu erreichen, was kommt auf das Team zu in den nächsten Tagen?

Benaglio: Die Gruppe ist schwierig. Gabun ist Afrika-Meister, die Südkoreaner sind technisch begabt, wendig und schnell. Für Mexiko gilt ungefähr dasselbe. Dieses Team spielt einen physischen starken und gepflegten Fussball. Unser Team ist aber sicherlich gut genug, um eine Runde weiterzukommen. Wir werden alles daran setzen, einen guten Start hinzubekommen. Ich zweifle nicht daran, die Mannschaft hat in den vergangenen Tagen einen überaus positiven Eindruck hinterlassen und konzentriert gearbeitet. Es sind gute Typen dabei, die auch den Mut besitzen, spielerische Akzente zu setzen.

Sie arbeiten im Nationalteam normalerweise unter Ottmar Hitzfeld. In England ist Pierluigi Tami der Chef. Sind sie zu vergleichen, gibt es Parallelen? Wie funktioniert Tami? Beschreiben Sie ihn ein bisschen.

Benaglio: Er ist ein hervorragender Trainer, der seine Vorstellungen extrem gut vermitteln kann. Er kommt gut an. Ihm liegt viel daran, dass das Team spielt und die Initiative ergreift. Er pflegt und verlangt das konstruktive Spiel. Seine Teams zeichneten sich schon in der jüngeren Vergangenheit durch ihre Stilsicherheit aus. In Dänemark vor einem Jahr erkannte man den Stempel seiner Philosophie deutlich. Man sieht, dass viele Spieler unserer Mannschaft schon einmal mit ihm zusammengearbeitet und seine Absichten verinnerlicht haben.

Die Vorbereitung verlief demzufolge auf A-Niveau?

Benaglio: Absolut, ja. Es wird genauso zielstrebig trainiert wie in der A-Nationalmannschaft. Man spürt, dass hier sehr viele hungrige Spieler versammelt sind, die ihr Potenzial umsetzen wollen. Für den Schweizer Fussball ist es eine Chance, sich auf einer gewaltigen Bühne optimal präsentieren zu können.

(pad/Si)

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