Organisatoren der EURO 2008 ziehen positive Schlussbilanz
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 14:38 Uhr

Zürich - Die Verantwortlichen der EURO 2008 haben sich an der Schlussbilanz zufrieden gezeigt. Gegenüber der Fussball-Europameisterschaft in Portugal habe man sich in allen Belangen gesteigert. Aus dem Grossanlass resultiert ein Reingewinn von 412 Mio. Franken.

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Martin Kallen, leitender Geschäftsführer der Euro 2008 SA, an der heutigen Medienkonferenz in Kloten.
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«Die Messlatte war sehr hoch, aber wir haben sie erreicht», sagte Ralph Zloczower, Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV), vor den Medien am Flughafen Zürich. Er blicke mit Zufriedenheit auf das dreiwöchige Turnier in der Schweiz und in Österreich zurück.

So stiegen die Einnahmen in allen Bereichen deutlich - von den TV-Rechten über die Sponsorengelder bis hin zu den Eintrittskarten.

Die Gesamteinnahmen betrugen 2,1 Mrd. Franken, 2004 in Portugal waren es 1,3 Mrd. Franken. Von den 2,1 Mrd. stammen 1,3 Mrd. aus Medien-, 461 Mio. aus kommerziellen Rechten, 149 Mio. aus Eintrittskarten und 215 Mio. aus der Corporate Hospitality.

Einnahmen vollständig für europäischen Fussball

Die Einnahmen kommen vollständig dem europäischen Fussball zugute. Zum Teil werden damit Junioren- und Frauen-Endrunden finanziert, der andere Teil wird in Form von Fixzahlungen und Projektfördergeldern an die europäischen Fussballverbände verteilt. Die Einnahmen aus den insgesamt 5390 Public-Viewing-Lizenzen sollen in Fan-Projekte fliessen.

Mindestens 155 Millionen Fernsehzuschauer haben jedes der 31 Spiele live verfolgt. 9 von 10 Schweizer haben zumindest ein EURO-Spiel live am Fernsehen gesehen. Die Schweizer Zahlen stiegen im Vergleich zur EM in Portugal um knapp 30 Prozent (Österreich: 34 Prozent).

Organisatorisch habe man sich in nahezu allen Bereichen weiterentwickelt, sagte Martin Kallen, Geschäftsführer der EURO 2008 SA. Beim Thema Nachhaltigkeit seien im Bereich des öffentlichen Verkehrs dank dem Kombiticket neue Massstäbe gesetzt worden.

Trotz des «wunderbaren Fussballs und der wunderbaren Fans» gab es laut Kallen auch negative Punkte. Der Schwarzmarkt sei ein Problem gewesen. Und auch der Ausfall des TV-Bildes während des Halbfinals in Basel zwischen der Türkei und Deutschland sei sehr bedauerlich gewesen.

(dl/sda)

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