Die Zeit drängt
Platini reichte Einspruch gegen Sperre ein
publiziert: Samstag, 10. Okt 2015 / 20:07 Uhr
Michel Platini bezeichnet die Sperre als Farce. (Archivbild)
Michel Platini bezeichnet die Sperre als Farce. (Archivbild)

UEFA-Präsident Michel Platini hat am Samstag erwartungsgemäss seinen Einspruch gegen die 90-tägige Sperre durch die FIFA-Ethikkommission eingereicht.

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Der Franzose hatte bereits am Donnerstag den Entscheid des Gremiums als Farce bezeichnet. Sollte Platini mit seinem Einspruch scheitern, könnte er vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Eine 14-köpfige Berufungskommission unter Vorsitz von Larry Mussenden von den Bermuda-Inseln muss nun über die Einsprüche - neben Platini will auch Sepp Blatter gegen seine Sperre vorgehen - entscheiden.

Die Zeit drängt für den früheren Weltklasse-Fussballer. Zwar hat Platini gerade noch vor der Sperre seine Kandidatur eingereicht, doch eine Leumundsprüfung durch die Ethikkommission wird er als suspendierter Präsidentschaftskandidat nach Ende der Bewerbungsfrist am 26. Oktober kaum bestehen. Aus diesem Grund will der französische Nationalverband FFF Informationen von RTL Info zufolge Einspruch beim CAS einlegen. Diesen Schritt kann Platini persönlich noch nicht unternehmen, da zunächst die FIFA-Berufungskommission als nächste Instanz entscheiden muss.

Platini, der während der Sperre seine Fussball-Tätigkeiten ruhen lassen muss, war wie FIFA-Präsident Sepp Blatter für 90 Tage suspendiert worden. Hintergrund ist offenbar eine Zahlung von Blatter an Platini in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken aus dem Jahr 2011.

Unterstützung aus Südamerika

Unterstützung erhielt der Franzose vom südamerikanischen Kontinentalverband. Dieser forderte eine Aufhebung der Sperre für den Präsidentschaftskandidaten: «Die Unschuldsvermutung ist ein Grundrecht, das berücksichtigt werden muss. Herr Platini ist für kein Vergehen für schuldig erklärt worden, daher gefährdet die Sperre den Wahlprozess um die FIFA-Präsidentschaft.»

Die Sperre sei nicht zeitgemäss und unverhältnismässig. Platini solle gestattet werden, seine Kandidatur für die Nachfolge von Blatter weiterzuverfolgen, ohne dass diese durch eine Vorverurteilung gefährdet werde. Der südamerikanische Verband sei von den Fähigkeiten Platinis überzeugt.

(bert/Si)

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