Polizei behandelt Gäste offenbar bevorzugt
publiziert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 10:49 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 11:37 Uhr

Bern - Einheimische und Gäste werden an der EURO 2008 von der Polizei nicht gleich behandelt. Diesen Vorwurf erheben der Verein Demokratische Juristen und Juristinnen der Schweiz (DJS) und die Organisation grundrechte.ch.

Die Polizei wurde bei ihrem Vorgehen beobachtet.
Die Polizei wurde bei ihrem Vorgehen beobachtet.
Die DJS und grundrechte.ch beobachten die Polizeiarbeit sowie die polizeiliche Berichterstattung während der EURO. Grobe Unregelmässigkeiten wie besonders brutalen Festnahmen seien nicht bekannt, hiess es bei den beiden Organisationen auf Anfrage.

Einzelne Vorfälle liessen aber dennoch aufhorchen, sagte Catherine Weber, Geschäftsführerin der DJS, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. So wurde ein junger Mann in Basel offenbar von Polizisten brutal zu Boden geworfen und gefesselt, nachdem er ihnen den Mittelfinger gezeigt hatte.

Laut Philipp Meyer von grundrechte.ch seien ihm aus Bern «um die zehn konkrete Fälle» bekannt, bei denen offenbar Grundrechte verletzt worden seien. Einige Vorfälle geschahen auch in Zürich. Von Basel und Genf wisse er praktisch nichts.

Einheimische angehalten

Die DJS habe insbesondere festgestellt, dass vorwiegend junge Männer von der Polizei angehalten würden, sagte Weber weiter. Auffällig sei auch gewesen, dass die Polizei insbesondere in Bern vor allem Einheimische in der Innenstadt angehalten habe, sagte Weber weiter. «Die holländischen Fans hingegen konnten quasi tun und lassen, was sie wollten.»

Dieser Eindruck herrscht auch bei grundrechte.ch. «Da wurde offenbar mit unterschiedlichen Ellen gemessen», sagte Meyer. Das lässt die Berner Polizei nicht gelten. «Die Polizisten haben grundsätzlich alle gleich behandelt», sagte Sprecherin Stefanie Gerber.

(fest/sda)

 
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