WM-Qualifikation
Portugal, Griechenland und Ukraine im Vorteil
publiziert: Freitag, 15. Nov 2013 / 22:45 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Nov 2013 / 23:24 Uhr
Portugals Cristiano Ronaldo.
Portugals Cristiano Ronaldo.

In den Hinspielen der Barrage fielen keine endgültigen Entscheidungen. Aber Portugal und vor allem Griechenland sowie die Ukraine haben einen Schritt Richtung WM 2014 gemacht.

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Cristiano Ronaldo gewann das erste Duell mit Schwedens Goalgetter Zlatan Ibrahimovic. Der Weltfussballer von 2008 traf in der 82. Minute zum 1:0-Heimsieg der Portugiesen gegen Schweden. Mit zwei Toren Unterschied gewannen Griechenland und die Ukraine vor eigenem Anhang. Die Ukrainer setzten sich dabei mit 2:0 gegen die favorisierten Franzosen durch, während die Griechen einen 3:1-Erfolg gegen Rumänien feierten. Island trennte sich daheim von Kroatien 0:0. Die Rückspiele finden am Dienstag statt.

In der 82. Minute demonstrierte der Ronaldo, Superstar von Real Madrid, all seine Stärke, als er den Ball mit einem herrlichen Flugkopfball vorbei am schwedischen Goalie Andreas Isaksson zum 1:0 einnickte. Kurz darauf hätte der Stürmer nach seinem 44. Länderspieltor eigentlich noch einen weiteren Treffer folgen lassen müssen, doch scheiterte er aus aussichtsreicher Position.

Die Mannschaft von Trainer Paulo Bento hatte sich den Sieg mit einer eindrücklichen Leistungssteigerung nach der Pause redlich verdient. War die Partie bis dahin ausgeglichen, drückten das Heimteam im Estadio da Luz in Lissabon aufs Tempo und erarbeitete sich grosse Chancen. Besonders in der 50. Minute hätten sie nach einem Durcheinander im Fünfmeterraum vor Isaksson in Führung gehen müssen, ehe schliesslich Ronaldo den Ball über das Tor schoss.

Portugal war nicht nur in die zweite Halbzeit furios gestartet. Gleich zu Beginn (5.) hatte Joao Mouthinho das 1:0 auf dem Fuss, nachdem er nach einer herrlichem Kombinationsspiel alleine vor dem schwedischen Tor aufgetaucht war, den Goalie umdribbelte und aus einem ungünstigem Winkel ans Aussennetz schoss. Im Gegenzug hatten die besonders in der ersten Halbzeit gefälligen Schweden nach der herrlichen Vorarbeit von Miakel Lustig durch Johan Elmander ihre grösste Chance, aber das Leder strich knapp an Goalie und Gehäuse vorbei.

Vorschnell war das Hinspiel zwischen Portugal und Schweden auf das Duell der zwei Superstars zwischen Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic reduziert worden. Die beiden Captains agierten - den Augenschein lieferte nicht nur das Telegramm - unterschiedlich. Besonders Ibrahimovic kam nie richtig auf Touren und verzeichnete keine nennenswerte Aktionen. Ganz anders Ronaldo, der der Partie mit dem einzigen Treffer entschied und ganz Portugal in einen Freudentaumel versetzte. Die Ausgangslage fürs Rückspiel ist zwar vielversprechend, doch abgerechnet wird erst nach dem Rückspiel. Die Schweden, die seit 2000 nur die WM 2010 verpassten, müssen dann auf einen Ibrahimovic hoffen, der den Gegner wirklich "zlatanieren" (dominieren) kann.

Portugal - Schweden 1:0 (0:0)
Estadio da Luz, Lissabon. - SR: Rizzoli (It). - Tor: 82. Cristiano Ronaldo 1:0.

Frankreich überrollt

Viermal ist die Ukraine bereits in der Barrage zu einer Endrunde gescheitert. Ein fünftes Mal soll ihr das nicht passieren. Das drückte die Mannschaft von Michail Fomenko in Kiew von der ersten Minute an mit ihrem Spiel aus. Mit bemerkenswertem Engagement und einer unheimlichen Laufarbeit setzten die Ukrainer die Franzosen unter Druck. Franck Ribéry wurde meistens von zwei oder drei Gegenspielern angegangen, Angriffe der Gäste wurden eine gute Stunde lang schon unterbunden, ehe es gefährlich werden konnte.

Die Franzosen hielten dagegen und trugen ihren Teil zu einer intensiven Partie bei, die von den unzähligen Zweikämpfen lebte. Für Kombinationen oder Dribblings war der Raum meistens zu eng, nicht aber in der 61. Minute: Edmar, der eingebürgerte Brasilianer, spielte Roman Sosulja ideal frei. Dieser behauptete sich gegen Frankreichs Innenverteidiger Laurent Koscielny und traf zum 1:0. Die Führung war verdient. Denn bereits zuvor hatten die Ukrainer die wenigen Strafraumszenen in dieser Partie herausgespielt. In der 29. Minute flog ein Flugkopfball von Edmar nur Zentimeter am Tor der Franzosen vorbei, zehn Minuten später wurde es nach einem Schuss von Jewhen Konopljanka gefährlich.

In erster Linie Sosulja, Konopljanka, Edmar und Andrej Jarmolenko sorgten immer wieder für Turbulenzen in der französischen Abwehr- nach dem Führungstreffer mit Konterangriffen. Ein solcher führte indirekt zum 2:0. Der ungenügende Koscielny, der später für eine Tätlichkeit auch noch die Rote Karte sah, foulte Sosulja und Jarmolenko verwertete der Penalty via Latte. Wie bereits beim ersten Treffer hatte Frankreichs Keeper Hugo Lloris den Ball mit den Händen gestreift. Die Franzosen kamen einem Treffer in der 65. Minute am nächsten, als Samir Nasri alleine vor Keeper Andrej Pjatow scheiterte. Für die "Equipe tricolore", die letztmals 1994 eine Endrunde verpasst hat, sieht es vor der Partie am Dienstag in Paris düster aus. Noch nie konnte eine Mannschaft in einem Barrage-Rückspiel ein 0:2-Handicap wettmachen.

Ukraine - Frankreich 2:0 (0:0)
Kiew. - 67'730 Zuschauer. - SR Cakir (Tür). - Tore: 61. Sosulja 1:0. 82. Jarmolenko (Foulpenalty) 2:0.

Islands Traum lebt

Mit Fortdauer des Spiels mussten die Kroaten in Reykjavik die offensichtlichen Fortschritte des vermeintlichen Fussballzwergs Island unter dem erfahrenen Trainer Lars Lagerbäck (65) neidlos anerkennen. Nämlich erst nachdem der Verteidiger Olafur Skulason nach einem Notbremse-Foul an Ivan Perisic die Rote Karte (50.) gesehen hatte, dominierten die favorisierten Gäste die Partie um die Teilnahme an der WM in Brasilien im nächsten Jahr. Bis dahin waren die Isländer bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt dem Gegner auf Augenhöhe begegnet, hatten ihm keine Torchancen zugestanden und das kampfbetonte Spiel ins Mittelfeld verlagert.

In Überzahl änderte sich nur das Bild, das Resultat blieb jedoch bis zum Schlusspfiff trotz zahlreichen guten Chancen für die kroatische Mannschaft von Neo-Coach Niko Kovac das selbe. Besonders den Isländern, die nicht erst seit dem 4:4 gegen die Schweiz und den Qualifikations-Siegen in Albanien und Slowenien als auswärtsstark gelten, lässt es die Hoffnung am Leben, bei ungefähr 330'000 Einwohnern Trinidad und Tobago als kleinste Nation abzulösen, die jemals an einer WM teilgenommen hat. Im Rückspiel sind die Kroaten selbstredend leicht im Vorteil, auch wenn sie in den letzten fünf Spielen nie mehr gewinnen konnten: Will der dreifache WM-Teilnehmer nach Brasilien, muss er diese Serie stoppen.

Island - Kroatien 0:0
Laugardalsvöllur, Reykjavik. - 10'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mallenco (Sp).

Griechen diesmal in Torlaune

Die Griechen zeigten sich vor eigenem Publikum in Piräus von ihrer angriffslustigen Seite. Die Mannschaft von Fernando Santos, die in der Qualifikation nur 12 Tore erzielt hatte, hätte am Ende noch höher gewinnen können. In der Schlussphase vergaben die Griechen zwei sehr gute Möglichkeiten, unter anderem rettete Rumäniens Keeper Lobont in seinem 85. Länderspiel mit einer herrlichen Parade gegen Kostas Mitroglu. Mitroglu war aber auch ohne diesen Treffer der Matchwinner. Der Stürmer von Olympiakos schoss nach einer knappen Viertelstunde gegen den Spielverlauf das 1:0 und in der 67. Minute das 3:1. Die Rumänen kamen in der 19. Minute zum Ausgleich, der aber nur zwei Minuten Bestand hatte. In der 21. Minute traf Dimitrios Salpingidis zum 2:1.

Griechenland - Rumänien 3:1 (2:1)
Piräus. - SR Proença (Por). - Tore: 14. Mitroglu 1:0. 19. Stancu 1:1. 21. Salpingidis 2:1. 67. Mitroglu 3:1.

(bert/Si)

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