Pressestimmen Deutschland - Türkei
publiziert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 14:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jun 2008 / 16:13 Uhr

In den türkischen Pressekommentaren sieht man sich nicht als Verlierer, zeigt aber Respekt für das deutsche Team.

Wie die Presse das Ende des türkischen Märchens sieht.
Wie die Presse das Ende des türkischen Märchens sieht.
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Türkei:

«Hürriyet»: «Seid nicht traurig -- wir haben gewonnen. Ihr habt den Namen der Türkei bei der EM ehrenvoll vertreten. Ihr seid unser Stolz geworden. Weder Verletzungen noch Ausfälle konnten euch schrecken. Wir haben wunderbar gespielt. Wir sind an der Torlatte gescheitert. Wir haben die Deutschen in die Ecke gedrückt, konnten sie aber nicht besiegen. Erhobenen Hauptes haben wir uns in den 90 Minuten von der EURO 2008 verabschiedet.»

«Sabah»: «Champion der Herzen. Wir haben gezeigt, dass wir die beste Mannschaft der Europameisterschaft waren. Wir haben die Deutschen unter unserem Fussball leiden lassen.»

«Cumhuriyet»: «Beifall für die Türkei. Wir haben verloren, so viel ist klar. Hätten wir gewinnen können? Sicher. Wir waren auch nahe dran am Final der Europameisterschaft. Aber es hat nicht sein sollen. (...) Eigentlich ist es keine Niederlage. Unter die ersten vier zu kommen und dort zu kämpfen, ist auch ein Erfolg. Die Gastgeber warfen schliesslich schon in der ersten Runde das Handtuch.»

Deutschland:

«Bild (Online-Ausgabe)»: «Wahnsinn, unsere Nerven! Mit so viel Einsatz und Moral werden wir Europameister. Aber klar ist: Die Truppe von Bundestrainer Löw muss sich um mindestens 200 Prozent steigern. Denn so, wie wir fast die ganze Zeit gegen die Türken rumpelten, werden wir von den feinen und schnellen Technikern aus Russland oder Spanien komplett zerlegt.»

«Berliner Zeitung»: «Schon fast grotesk, dass mit Philipp Lahm ausgerechnet der deutsche Akteur mit den auffälligsten Fehlleistungen den entscheidenden Treffer erzielte (...) Mauernde Türken waren zu befürchten. Ein Trugschluss, denn von der ersten Minute an spielten die Mutigen vom Bosporus entschlossen nach vorne.»

«Hamburger Abendblatt»: «War das ein hartes Stück Arbeit. Mit einem schmeichelhaften 3:2-Sieg gegen eine stark aufspielende türkische Mannschaft zog die deutsche Nationalmannschaft in das EM-Finale ein. Doch mit dieser Leistung wird es am Sonntag gegen die Spanier oder Russen sehr, sehr schwer.»

«Financial Times Deutschland»: «Deutschland hatte im Halbfinale kaum Chancen, nutzte sie aber alle. Am Ende schlägt ein streckenweise desolates DFB-Team die Türkei 3:2.»

«Die Welt»: «Sie rissen die Fäuste in die Höhe, sie umarmten sich, sie wussten: Das war ein hartes Stück Arbeit. Fast 94 Minuten lang hatten die deutschen Nationalspieler gekämpft, gezittert, Rückschläge weggesteckt -- aber nie aufgesteckt (...) Es war ein Halbfinale voller Überraschungen.»

Schweiz:

«Blick»: «Schweini gehabt. Der Favorit steht zwar im EM-Final. Deutschland bezwang leidenschaftliche Türken im Bruderduell aber erst in letzter Sekunde. Wir geben es ehrlich zu: Die Türken taten uns leid. Das war pure Leidenschaft ohne Lamento. Gefühlte zehn Spieler verletzt? Egal. Sieben gesperrt? Egal. Die Türkei? Der Europameister der Leidenschaft!»

«Neue Zürcher Zeitung (NZZ)»: «Die EM-Spiele mit der Türkei hatten es in der Schlussphase stets in sich. Doch am Mittwoch kippte das finale Glück. Wieder einmal zieht das deutsche Team in ein Endspiel ein (...) Für neutrale Beobachter entwickelte sich ein attraktives Wechselbad, das über das dürftige Rendement des deutschen Teams hinwegtäuscht. (...) Jedenfalls setzte Deutschland das um, was von den Anhängern auf einem Spruchband gefordert worden war: Wien ist das Ziel unserer Reise.»

«Basler Zeitung»: «Deutscher Sieg in letzter Minute. Spektakulärer Schlusspunkt für die EURO-Stadt Basel. Meister der späten Tore verliert in der 90. Minute. Drei Schüsse auf das Tor der bewundernswert aufspielenden Türken reichen Deutschland zu einem 3:2-Sieg. Die Deutschen zeigten sich als eiskalte Chancenverwerter.»

«Tages-Anzeiger»: «3:2 - Deutschland in der 90. Minute. Der grosse Kampf und Lahms Exploit. Das Glück war aufgebraucht. 22.23 bis 22.35 Uhr: Das aufwühlende Finale und das jähe Ende der türkischen Märchen.»

«Berner Zeitung»: «Deutschland hat sich mit Rumpelfussball im Quadrat als erstes Team für das Endspiel vom Sonntag in Wien qualifiziert. Es war jedenfalls grosse deutsche Kunst, dass es nach solch einer Leistung zur Pause 1:1 stand. Andere Teams wären unter gleichen Vorzeichen mit 0:3 hinten gelegen.»

(fest/Si)

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Philipp Lahm schiesst das Tor zum 3:2.
 
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