Laut gedacht
Rätselraten um die Schweizer Startelf
publiziert: Mittwoch, 5. Jun 2013 / 20:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Jun 2013 / 22:04 Uhr
Ottmar Hitzfeld lässt sich nicht in die Karten blicken.
Ottmar Hitzfeld lässt sich nicht in die Karten blicken.

Noch ist unklar, in welcher Formation die Schweiz am Samstag in Genf Zypern besiegen will. Eine «neapolitanische» Lösung ist zumindest nicht abwegig. Weil sich das Team in Vevey abschottete, wird weiterhin vorwiegend spekuliert.

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Zum Auftakt der Romandie-Woche liess Ottmar Hitzfeld Nähe zu. Kinder erfüllten sich auf dem Rasen im Doppel-Pass mit den Stars einen Traum. Später verfolgten Hunderte von Fans in Châtel-Saint-Denis die erste Einheit des Nationalteams. Tags darauf reduzierte der Selektionär den Spassfaktor und richtete den Fokus aufs Wesentliche: "Konzentration und Regeneration."

Hitzfelds bewusst verbreiteten Signale, mehrere Positionen seien derzeit offen, sind angekommen. Hinter verschlossenen Türen soll die Intensität dem Vernehmen nach markant zugenommen haben. Die Entwicklung gefällt dem Nationalcoach. Der Konkurrenzkampf tue dem Team gut: "Jeder muss mich überzeugen in dieser Woche."

Einer hat sich den Zuspruch bereits am zweiten Trainingstag erkämpft: Mario Gavranovic, der in sechs Länderspielen vier Treffer markierte und in der Rückrunde massgeblich an der FCZ-Hausse beteiligt war, wird am Samstag spielen.

Die Nervosität auf Zypern

Im Fall von Gökhan Inler, dem er vor einer Woche sozusagen öffentlich eine Stammplatzgarantie abgesprochen hatte, buchstabierte Hitzfeld zurück. Er kenne die Qualitäten des Captains und schwächte seine Message vom letzten Dienstag ("Nur weil jemand Captain ist, besitzt er keine Privilegien") leicht ab: "Ich habe laut gedacht."

Der Coach der Schweizer pokert und wägt derzeit ab. Gegen aussen hin forscht er nach dem passenden System. Mit der 4-2-3-1-Grundaufstellung sind die Schweizer gut gefahren und belegen in der Gruppe E nach fünf Spielen mit nur einem Gegentor die Spitzenposition. "Möglich ist aber auch ein 4-4-2." Es wäre die eher unwahrscheinliche Variante mit Gavranovic und seinem ebenso überzeugenden FCZ-Partner Drmic im Sturm.

Generell stellt sich Hitzfeld auf einen ultra-defensiven Kontrahenten ein: "Im Hinspiel verteidigten die Zyprioten teilweise im 6-3-1. Wir werden viel Ballbesitz haben. Deshalb verlange ich mehr Präzision im Passspiel und mehr Geduld als im März." An die Hektik des Hinspiels erinnert er sich gut: "Wir wurden etwas nervös. Das darf uns kein zweites Mal mehr passieren."

Die Erfahrung, mit Druck und Ansprüchen richtig umzugehen, könnte bei der Wahl der Startformation massgebend sein. Hitzfeld dürfte im Mittelfeld und an vorderster Front auf selbstbewusste, mental robuste Akteure setzen. In den Couloirs besitzt er unter diesen Gesichtspunkten keine Wahl der Qual: Valentin Stocker und Xherdan Shaqiri haben in dieser Saison vor allem gewonnen - der eine in Basel die fünfte Meister-Trophäe, der andere mit Bayern das Triple.

Mit dem Napoli-Trio

Gute Karten besitzt nach einer gesamthaft betrachtet exzellenten Saison auch aus Trio von Napoli. Valon Behrami ist unter normalen Umständen unbestritten, Inler trotz gewisser Probleme in der Schlussphase der Serie A eigentlich ebenso. Und mit Blerim Dzemaili hat sich einer aufgedrängt, der bis anhin in der WM-Ausscheidung nur 43 Minuten zum Zug gekommen ist. Sechs Meisterschafts-Treffer seit dem 0:0 auf Zypern und eine fixe Rolle beim italienischen Champions-Teilnehmer sind exzellente Argumente.

Mutmasslich kommt Dzemaili erstmals vor Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach) zum Einsatz. Ungeklärt sind die strategischen Details. Hitzfeld zerstreute die Spekulationen selbstredend nicht, er will sich partout (noch) nicht in die Karten blicken lassen: "Auf der Zehner-Position sehe ich ihn weniger." Vielleicht interpretiert das Team die taktische Grundaufstellung auch leicht anders - mit Dzemaili auf gleicher Höhe wie Behrami und Inler etwas zurückversetzt; quasi ohne die klassische Nummer 10.

Alle anderen Fragen sind geklärt. Die Defensive steht, der Stammkeeper Diego Benaglio ist nach abgelaufener Sperre zurück. Und der Trainer verbüsst die letzte Sanktion der FIFA nicht mehr im Hotel, sondern live im Stadion. Die TV-Zeitlupe mit den vielen verpassten Chancen hätte ihm zugesetzt, scherzte der Deutsche.

(pad/Si)

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