Bayern gewannen auch das Rückspiel
Revanche geglückt: Bayern im Champions League-Final
publiziert: Mittwoch, 9. Mai 2001 / 22:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 9. Mai 2001 / 23:23 Uhr

München - die Bayern haben's geschafft! Sie sind im Champions League-Final. Das Team von Ottmar Hitzfeld rang vor 60 000 Zuschauern im Olympiastadion Titelverteidiger Real Madrid im Halbfinal-Rückspiel mit 2:1 nieder. Die Tore für die Bayern schossen Elber und Jeremies, Figo traf für Real.

Im Endspiel treffen die Bayern am 23. Mai in Mailand auf den Vorjahresfinalisten Valencia.
Nach dem 1:0-Sieg im Bernabeu zeigte die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld trotz der Absenz von Spielmacher Effenberg erneut Klasse. Und dies nicht nur in defensiver Hinsicht. Der Brasilianer Elber in der 8. (Foto) und Jeremies in der 34. Minute trafen für den deutschen Rekordmeister, der portugiesische Star Figo liess die Spanier mit seinem zwischenzeitlichen Ausgleich (18.) hoffen. Doch die Wende kam nicht. Bayern, bei dem Ciriaco Sforza in der 70. Minute für Jeremies eingwechselt wurde, zieht als verdienter Sieger zum siebten Mal in den Final der «Königsklasse» ein.

Mehmet Scholl spielte doch..

Mit Mehmet Scholl und dem erst 20-jährigen England-Kanadier Owen Hargreaves lief der deutsche Rekordmeister auf. Der Schweizer Internationale Sforza musste bis zur 70. Minute auf der Ersatzbank Platz nehmen. Kreativspieler Scholl bestand den Fitnesstest am Spieltag und war damit acht Tage nach einem Kapselriss und Bänderdehnung wundersam genesen. Und es war dieser Scholl, der nach 10 (!) Sekunden Iker Casillas im Tor von Real erstmals prüfte und damit den Blitzstart der Bayern einleitete.

Elber war heiss

Die Unnachgiebigkeit von Elber, der bereits in Madrid das goldene Tor zum 1:0-Auswärtssieg erzielt hatte, zahlte sich mit dem Führungstreffer der Bayern in der 8. Minute aus. Nach einem Corner von Scholl lenkte Salgado den Ball nach einem Wirrwarr vor dem Tor der Spanier mit dem Kopf an die Latte. Kuffour setzte nach. Der Ball wurde erneut abgewehrt. Elber erfasste blitzschnell die Situation und markierte mit dem Kopf sein sechstes Tor in der diesjährigen Champions League. Die Bayern wurden für ihren furiosen Start belohnt, Real war gedanklich noch gar nicht auf dem Platz.

Doch der achtfache Meistercup-Sieger reagierte und begann zu kombinieren. Eine Traum-Ballstafette führte in der 18. Minute zum Ausgleich. Einen weiten, genauen Pass von Roberto Carlos nahm Figo gekonnt an, düpierte Linke und legte dem in der Mitte herranstürmenden Figo auf -- 1:1. Das Spiel konnte neu beginnen.

Bayern aus dem Tritt

Der Ausgleich führte sogleich zum Bruch im Bayern-Spiel. Was vorher glückte, gelang nun nicht mehr. Real wurde dominant, führte Regie und zeigte seine spielerische Klasse. Bis zur 34. Minute. Da tippte Salihamidzic einen Freistoss leicht an. Scholl schoss aber nicht wie erwartet, sondern passte zum freistehenden Jeremies, der von der Strafraumgrenze flach, platziert und unhaltbar für Casillas zum 2:1 traf.

Das Klasse-Spiel voller Emotionen, Härte und Spielwitz fand auch in der zweiten Halbzeit seine Fortsetzung. Real Madrid, das gegen die Bayern in München zuvor in fünf Meistercup-Spielen noch nie gewonnen hatte, verstärkte seine Offensivbemühungen und setzte nach einer Stunde auch noch den nicht ganz fitten Morientes ein. Real fand aber die Lücken in der kompakten und dichten Bayern-Abwehr nicht und zeigte sich im Abschluss als zu wenig effizient.

Der verstärkte spanische Tordrang ermöglichte den Bayern aber auch Raum für Konterattacken. Salihamidzic und der Elber vermochten aber solche nicht zu nutzen, und Real biss sich weiter im Abwehrbollwerk der «roten» Bayern-Mauer mit dem erneut überragenden Torhüter Kahn fest. Auch ohne den gesperrten Spielmacher Effenberg bot die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld nicht nur ein engagiertes Kampfspiel, sondern setzte auch spielerische Akzente. Diese gingen auch vom talentierten Hartgreaves aus. Ein Corner des 20-Jährigen hätte durch den für Scholl einwechselten gleichaltrigen Santa Cruz beinahe das 3:1 ergeben. Casillas lenkte aber reflexschnlell über die Latte.

Bayern München hat sich mit dem siebten Vorstoss in der Final der «Königsklasse» an Real Madrid für das Ausscheiden im Vorjahr im Halbfinal revanchiert. Der Titelverteidiger ist ausgeschieden.

Bayern München - Real Madrid 2:1 (2:1)

Olympiastadion. -- 60 000 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Nielsen (Dä). -- Tore: 8. Elber 1:0. 18. Figo 1:1. 34. Jeremies 2:1.

Bayern München: Kahn; Kuffour, Andersson, Linke; Sagnol, Jeremies (70. Sforza), Hargreaves, Lizarazu; Salihamidzic, Scholl (60. Santa Cruz); Elber (86. Zickler).

Real Madrid: Casillas; Salgado, Hierro, Karanka (66. Morientes), Roberto Carlos; Figo, Makelele, Helguera, McManaman (61. Savio); Raul, Guti.

Bemerkungen: Bayern ohne Effenberg (gesperrt), Paulo Sergio und Fink (beide verletzt). Verwarnungen: 11. Helguera, 21. Jeremies (beide Foul), 49. Hierro (Reklamieren), 73. Sforza, 73. Guti (beide Foul).

(Peter Wyrsch, München /sda)

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